Zweites Kapitel. Aufgabe der speziellen Invention.
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zählige Menge der Monographien, in die Frage über die Erzeugungdes betreffenden Rohmaterials hineingeraten und können kein Endefinden, weil wir nur an das Objekt denken, daher immer wiederdie Durchsicht einer Schrift uns die vergleichende Durchsicht einerzweiten Schrift wünschenswert macht.
117. Wie wird der genannten Gefahr begegnet?
Dadurch, daß (Fr. 115) der Umfang der speziellen
Invention nicht nur objektiv erweitert, sondern auch sub-jektiv begrenzt wird, d. h. dadurch, daß man sichdamit begnügt, den betreffenden Stoff insoweit zu suchenund zu sammeln, als derselbe in Beziehung auf die Beant-wortung der auf einen bestimmten Zweck beschränkten Frageerforderlich ist.
Wenn daher das in Fr. 116 angenommene Thema etwa durchden in Fr. 112 angegebenen Zweck beschränkt ist, so wird der ge-nannte junge Kaufmann seine spezielle Invention beendigen und andie Disposition und Komposition seines Programms Herangehen,sobald er sich sagt, daß er jetzt die betreffende Frage für seinenpraktischen Zweck hinlänglich übersehe.
118. Welche Praktische Regel ergiebt sich daraus?
„Wolle über eine Frage, die du zu behandeln hast, bevordu ans Schreiben gehst, nicht alles mögliche wissen, sonderneben nur das, was du für deinen Zweck gebrauchst!"
Aus der Verkennung oder Nichtbeobachtung dieser praktischenBcschränkungsregel erklärt es sich, daß mancher „Gelehrte" vorlauter Eifer des Einsammelns zu keiner praktischen Wirksamkeitgelangt und schließlich unter der übergroßen Masse seines Einge-sammelten selbst erdrückt wird (Jean Paul). Ein vortreffliches Mittelgegen übertriebenen Sammeleifer ist die Not! d. h. der Zwang,anfangen zu müssen.