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Erster Teil. Invention.
o) Daraus endlich, daß ein rasches Aufblühen namentlichder höheren Schule erst dann eintritt, wenn diese dem frischenLuftzuge und den berechtigten Forderungen des Lebens zu-gänglich wird; wenn ein freier Verkehr der Zöglinge unter-einander und, innerhalb der nötigen Schranken, auch nachaußen hin gestattet wird.
110. Wie mannigfach tritt die Schrift oder die mittelbareQuelle der speziellen Invention uns entgegen? (S. Fr. 105.)
Ebenso mannigfach, als es Formen giebt, in welchenuns das Thun anderer in bleibender Weise Mitteilungenzugehen läßt (s. Fr. 104).
111. Wie viele schriftliche Quellen der historischen Inventionmüssen wir danach unterscheiden?
Dieselben werden uns der Hauptsache nach in den Ein-leitungen größerer Geschichtswerke vorgeführt, indem dieVerfasser damit die Quellen namhaft machen, aus denen siezunächst den Stofs ihrer Ausarbeitungen geschöpft habenwollen.
So finden wir als historische Quellen im engern Sinne einelange Reihe namhaft gemacht, nämlich unabsichtliche, als: Stein-haufen, Altäre, Grabmäler, Denkfaulen, Gemälde, Bildsäulen,geschnittene Steine, Gerätschaften, Siegel, Münzen ohne Schrift,Feste zum Andenken gewisser Begebenheiten, und absichtliche, als:Inschriften, Urkunden, Chroniken und eigentliche Geschichtswerke.
112. Wie verhalten sich hier ivgl. Fr. 105) die unabsichtlichenund absichtlichen Quellen zu einander?
Die unabsichtlichen historischen Quellen geben zwar einenminder reichen, aber einen treueren historischen Stoff. Dieabsichtlichen Quellen beziehen sich zwar direkter auf die be-treffende Frage, geben daher einen reicheren Stoff, lassenaber eben ihrer individuellen Richtung halber uns nichtsicher sein, ob uns nicht anstatt eines objektiven Gehalts nureine subjektive Auffassung und Darstellung mitgeteilt wird.
Ein junger Kaufmann will z. B. ein Programm schreiben, durchwelches zur Aktienteilnahme an einem Zweige der Linnenmanufaktureingeladen wird. Er wird bei der Invention seines Stoffes, wenn