Theorie der Gedächtniskunst.
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„Ein Geier erfaßte den possierlichen Affen, flog mitihm über den Hof, wo ihn eine Frau bemerkte, die sogleicheine Pike ergriff, mit derselben aber unversehens die zierlicheUrne umstieß, sogleich aber die nahestehende Wache zuschießen aufforderte, und elfteren bis in die Nacht verfolgte,wo sie in den Teich stürzte. — Der Nebel war heute sostark, daß man weder den Dom, die Allee, die großeScheuer, noch die Abtei und den vor derselben stehendengroßen Baum erkennen konnte."
So drastisch und gezwungen dergleichen gebildete Sätze,der vorschriftsmäßigen Aufeinanderfolge ihrer Substantivawegen, auch ausfallen mögen, so thut hier dieser Neben-umstand dem sichern Gelingen nicht den geringsten Abbruch.
Sobald man einige Übung in der Umwandlung von Zahlenin Wörter (Bildung von Zahlwörtern) erlangt hat, kann manauch die zu merkende Zahl statt in Gruppen von je zwei inGruppen von je drei Ziffern zerlegen und dann nach obigenVorschriften Verfahren; es ist dies insofern vorteilhafter,als man um den dritten Teil weniger Zahlwörter zu merkenhat, als beim Teilen in Gruppen von je zwei Ziffern.
56. Wie verfährt man, wenn man eine vielstellige Zahl deinGedächtnis derart einprägen will, daß man im stände ist, auchjede an einer beliebige» Stelle stehende Ziffer derselben außerder Reihensolge anpigeben?
In diesem Falle zerlegt man die vielstellige Zahl ebenfallsin Gruppen zu je zwei oder in Gruppen zu je drei Ziffernund sucht für jede Gruppe ein entsprechendes Zahlwort auf.Nun aber verbindet man diese Zahlwörter nicht mit einanderdurch Vereinigung in einen oder mehrere Sätze, sondern manverbindet dieselben durch Gedankenbrücken mit den beiBeantwortung der Frage 39 (vergl. Seite 27) angegebenenStereotypwörtern.
Will man sich z. B. die in der vorhergehenden Fragebehandelte dreißigstellige Zahl
947787746942392919261300546163