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Zweiter Abschnitt. Theorie der Gedächtniskunst.
in dieser Weise einprägen, so würde man, wenn wieder zwei-stellige Gruppen beibehalten werden, im Anschluß an dieSeite 42 gewählten Zahlwörter nachstehende Gedanken-brücken herzustellen haben:
1. Adler — Geier
2. Anker — Affe
3. Ameise — Hof
4. Arm — Frau
5. Ast — Pike
6. Apfel — Urne
7. Affe — Wache
15.
8. Ahorn — Nacht
9. Acker — Teich
10. Tulpe — Nebel
11. Tod — Dom
12. Ton — Allee
13. Tempel — Scheuer
14. Treppe — AbteiTisch — Baum.
Wünscht nun jemand irgend eine an einer bestimmtenStelle stehende Ziffer der gegebenen dreißigstelligen Zahl zuwissen, z. B. die siebenundzwanzigste, so ist zu beachten, daßdie ersten dreizehn Gruppen im ganzen sechsundzwanzigStellen umfassen und daß infolgedessen die siebenundzwanzigsteZiffer die erste Stelle der vierzehnten Gruppe ist. Das fürdie vierzehnte Gruppe gemerkte Zahlwort ist aber dasjenige,welches wir mit dem Stereotypwort der Zahl 14, das heißtalso mit „Treppe" verbunden haben, also das Wort „Abtei".Da der erste Konsonant dieses Zahlwortes ein b ist, b aberdie Ziffer 6 bedeutet, so können wir, ohne die ganze Zahlaufzusagen und etwa die Ziffern abzuzählen, ohne weiteresmit voller Sicherheit angeben, daß die siebenundzwanzigsteStelle eine 6 ist.
57. Wie wählt man die Stereotypwörter am zweckmäßigsten?
Bei der Auswahl der Stereotypwörter ist zweierlei zubeachten. Einerseits sollen es Wörter sein, die womöglicheine mehrfache Bedeutung haben und sich infolgedessen leichtmit anderen Vorstellungen verbinden lassen. Anderseits aberist es, damit das Merken der Stereotypwörter keine Schwierig-keiten bereitet, auch unbedingt notwendig, daß jeder Nummerein solches Stereotypwort zugeteilt wird, welches die ent-sprechenden Konsonanten enthält. Wer nicht gerade Mnemo-