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Erster Abschnitt.
Religion, moralische Grundsätze, Klugheitsregeln und dergl.müssen daher bei jeder schicklichen Gelegenheit wieder vor-gebracht werden, um dieselben durch die öftere Wiederholungdem Gedächtnisse unvergeßlich zu machen.
27. Wie geschieht die Übung des Wort-Gedächtnisses?
Die Übung des Wort-Gedächtnisses muß einenHauptteil der Beschäftigung in den Schulen ausmachen, sozwar, daß täglich ein Teil der Schulzeit dem Hersagcn desGelernten, und der andere Teil der Vorbereitung derGedächtnisaufgaben für den nächsten Tag gewidmet wird.Hierbei kommt aber sehr viel darauf an, auf welche Weisedas Auswendiglernen in den Schulen geübt wird. Wohlgeprüfte und durch die Erfahrung bewährte Grundsätzemüssen auch hierbei den Lehrer leiten, wenn er bei seinenSchülern den beabsichtigten Zweck erreichen will. Die Haupt-regeln, welche ihm eine vernünftige Methode vorschreibt, sindfolgende:
1. Er sei bemüht, die Kinder schon möglichst frühzeitigim Auswendiglernen zu üben, denn das Gedächtnis ist eineKraft des Geistes, welche sich gewöhnlich sehr frühzeitigentwickelt. Dieses ist aber zugleich ein unverkennbarerWink, der uns bestimmt, unser Gedächtnis schon durch einefrühzeitige Übung im Auswendiglernen zu stärken. Jelänger diese geistige Kraft vernachlässigt wird, desto schwerer,anstrengender und lästiger wird in der Folge den Schülerndas Auswendiglernen, wenn sie auf einmal dazu angehaltenwerden. Je früher sie hingegen im Auswendiglernen geübtwerden, desto fähiger werden sie, alles, was sie auswendig-lernen sollen, leicht und schnell zu fassen und im Gedächtnissezu behalten.
2. Der Lehrer gebe nie zuviel auf einmal auswendig-zulernen auf, denn nichts ist den Grundsätzen einer gutenLehrmethode mehr zuwider, als wenn man seine Schülermit zu großer Aufgabe zum Auswendiglernen belastet; werzuviel auf einmal auswendiglernen muß, lernt es selten