Bon der Gedächtniskunst überhaupt.
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mit Lust, und behält es daher auch nicht so leicht, nochseltener aber richtig, und am allerwenigsten so, daß es inseinem Gedächtnisse haftet.
3. Der Lehrer gebe nur das ausmendigzulernen auf,was seine Schüler genau verstehen, oder was er ihnenwenigstens durch Erklärungen verständlich machen kann undgemacht hat, denn es ist ein großer Fehler, wenn man beiAufgaben zum Auswendiglernen gar keine zweckmäßige Aus-wahl trifft, sondern alles ohne Unterschied dazu bestimmt, seies dem Lernenden noch so dunkel, unnötig, mißliebig oderunverständlich. Nur das, was von ihrem Verständebegriffen wird, und für ihren künftigen Berus nützlich undnotwendig ist, kann für sie zu wahrem Gewinne anbrauchbaren und nützlichen Einsichten und Kenntnissenwerden, wird auch bald und leicht von ihnen gefaßt, unddann ein gewinnbringendes und bleibendes Eigentum ihresGeistes.
4. Ter Lehrer versäume nicht, das, was seine Schülerauswendiglernen sollen, ihnen zuvor frageweise zu zergliedernund zu erklären, was dadurch geschieht, daß er jeden einzelnenSatz durch Frage und dann erklärende Antwort ihnen sozerlegt, daß daraus die Bedeutung (also der Sinn) des ganzenSatzes hervorgeht, und ihn dann den Schülern begreiflichmacht. So wird ihnen das Auswendiglernen ungemeinerleichtert, weil dabei das Verstehen dem Gedächtnissezuhilfekommt.
5. Der Lehrer gebe seinen Schülern zweckmäßige An-weisung, wie sie auswendiglernen sollen, um es ihnenzu erleichtern. Ein Vorteil bei dieser Gedächtnisinstruktionist es aber, wenn die Schüler angewiesen werden, einenSatz nach dem andern auswendigzulernen, und dabei stetsden vorhergehenden Satz zu wiederholen, bis sie die ganzezu memorierende Aufgabe im Gedächtnisse haben. Ist vonihnen z. B. der erste Satz richtig verstanden, und dann demGedächtnisse eingeprägt, so lernen sie den nächstfolgenden,und sagen, sobald sie auch diesen memoriert haben, den zuletzt