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Erster Abschnitt.
Gebäudes, eines Schiffes oder auch irgend einer Gegend, umin ihnen diejenigen Vorstellungen, mit welchen man dieeinzuprägenden Gegenstände für das innere Auge verband,und eben dadurch auch die letzteren gleichsam zur Anschauungaufzustellen.
15. Wer gab dieser Erfindung zunächst ihre weitere Aus-bildung?
Plinius nennt den Metrodorus als denjenigen, durchwelchen die Gedächtniskunst ihre systematische Gestalt erhaltenhabe. Diesem ist also wahrscheinlich die Begründung derLehre von den Plätzen zuzuschreiben. Cicero lobt ihn alseinen Gelehrten, der sein Gedächtnis durch die Mnemotechnikauf einen unbeschreiblichen Grad getrieben habe, und Quin-tilian bemerkt, daß Metrodorus als seine Ordnungsplätzedie 360 Stufen der Himmelszeichen angenommen.
16. Was sagt Cicero über die Gcdächtnisknnst?
Cicero erzählt zunächst die fragliche Erfindungsgeschichtedes Simonides und verbreitet sich sodann über den Nutzeneines guten Gedächtnisses, namentlich für den Redner. Einso glückliches Gedächtnis aber, meint er, werde wohl niemandleicht besitzen, daß er, ohne Bezeichnung und Lozierung derDinge, die Wörter und Sätze in ihrer Ordnung behaltenkönne. Dagegen habe wohl auch niemand eine so ganzstumpfe Erinnerungskraft, daß sie nicht durch die vonSimonides vorgezeichnete Angewöhnung und Übung solltegeschärft werden.
17. Wie stand cs um die Gediichtiiiskiiiist im Mittelalter?
In den ersten Jahrhunderten desselben verloren sich dieSpuren ihrer Kenntnis immer mehr, bis mau sie unter Karldem Großen schon gar nicht mehr kannte. Alcuin, dergelehrteste Mann seiner Zeit, giebt durch eine Äußerungin seiner Rhetorik zu erkennen, daß ihm keine Regeln zurUnterstützung des Gedächtnisses bekannt waren.