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Einleitung.
5. Wie verhält sich der Kindergarten znr Verwahr-(Klein-kindcr-)schulc?
Der Kindergarten steht über diesen Anstalten, weil er die Kindernicht blos beaufsichtigt, sondern durch eigens dazu ausgebildeteFrauen auch planmäßig beschäftigt -und entwickelt, wählend erandrerseits schulmäßiges Lernen sorgfältig vermeidet.
6. Wie verhält sich der Kindergarten znr Spielschnle?
Im Kindergarten wird nicht allein durch das Spiel erzogen,sondern auch durch ernstere, finnige Bethätigungen des Leibesund der Seele.
7. Wie unterscheidet sich der Kindergarten von Arlieits-sStrick-,Näh-)schulen?
Einmal dadurch, daß der Kindergarten nicht einseitig dieKinder mit Arbeit beschäftigt, dann aber auch, daß er statt dergeistlosen Arbeiten des Strickens u. dergl. kindliche, angenehmunterhaltende und bildsame Beschäftigungen wählt, wie Papier-flechten, Falten, Bauen, Zeichnen u. a. m.
8. Wer ist der Schöpfer der Kindergärten?
Der Schöpfer der Kindergärten ist Friedrich Fröbel.
9. Wer und was war Fröbel?
Friedrich Fröbel ist geboren den 21. April 1782 zu Ober-weißbach in Thüringen, wo sein Vater Pfarrer war. Schonvor Vollendung seines ersten Lebensjahres hatte er das Unglück,feine Mutter zu verlieren. Der Knabe war viel sich selbst über-lassen und sein empfänglicher Sinn für das Naturlebcn triebihn oft hinaus in die Berge und Wälder seiner Umgebung,auch zogen ihn die mancherlei Werkstätten seines gcwcrbfleißigcnHeimathsdorfes an, so daß er sich reiche Anschauungen sammelte,welche während seines späteren Aufenthaltes (1792—1796)bei seinem Oheim, dem Superint. Hoffmann in Stadtilm,durch den Besuch der dortigen Schulen, mit positiven Kennt-nissen herrlich ergänzt wurden. Anfangs bestimmte er sich zurForstwissenschaft und er trat zwei Jahre (1797—1799) beieinem Förster als Gehilfe ein. Doch bald trieb es ihn, sich eine