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6 (1813) Neues Zeitungs- und Conversations-Lexikon : oder Handwörterbuch für die in der gesellschaftlichen Unterhaltung vorkommenden Gegenstände, mit beständiger Rücksicht auf die Ereignisse der ältern bis auf die neuesten Zeiten. 6 / [T - Z]
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Zwe Zwi

Zweybrücken, eine jetzt zu Frankreich gehörige Stadt andem linken Rheinufer im Departement des Donnersberges, hat 5000Einwohner. Bemerkenswerth sind besonders die daßgen Webereienund Stahlhämmer. Die Stadt war vormals die Residenz eines Her-zogs.

Zweydecker, ein Schiff mit zwei Verdecken oder Stockwerken.

3 weysalter, heißen die Schmetterlinge, weil sie zweifaltigroder doppelte Flügel haben.

Zwey wuchs, s. englische Krankheit.

Zwi ckau, eine Stadt im Sächsischen Erzgebirge von 6c,o Häu-sern und 5Z0v Einwohnern, die Tuch , Sohlenleder u. s. w. vcrferti»gen.

Zwieback, heißt das Schiffsbrod welches sür kurze Reisenzweymahl, für längere 4 mahl gebacken wird.

Zwillinge ( Oiosonn) waren nach der Mythologie zweiSöhne des Jupiters und der Leda, Cssi 0 r und Pols u x. Leidezeichneten sich als Kämpfer und Helden aus : jener besonders durch sei,ne Geschicklichkeit im Reiten, dieser im Ringen; daher auch beide alsVorflyer bei den Wettkämpfen verehr werden. Sie vefreiten das Meervon Seeräubern, waren mit bei den berühmten Argonauten-Zuge, be-freiten ihre von Theseus entführte Schwester, Helena w. Da abernur Ca stör unsterblich, Pollux aber ganz menschlicher Natur war,so theilte jener diesem seine Unsterblichkeit mit, und sie wurden endlichbeide von ihrem Daker, Jupiter, unter die,2 Zeichen des Thier-krei ses am Himmel, gewöhnlich mit zwei Sternen überm Haupte. DieSeefahrer besonders riefen diese Gestirne bei gefährlichen Stürmenum Rettung an, die ihnen denn auch, sobald jene am Himmel erschie»nen, widerfuhr.

Zwingenberg, eine kleine artige Stadt unweit Darmstadt,an der Bergstraße, dem Großderzogc von Darmstadt gehörig.

Zwinger, überhaupt ein umschlossener Play; lnbes. der engePlatz zwischer der Stadtmauer und den Häusern.

Ulrich Zwingli , geb. am 1. Jan. ,484 zu Wildhause,1 in derGrafschaft Toggmburg in der Schweitz. Er studierte zu Wien undBasel, und wurde. nachdem er ,506 zu Basel Magister geworden ,als Prediger in Glaris a.rgestellt. Eine ungleich einträglichere Stelleerhielt er iziy in Zürich. Zwingli, der weit entfernt davon war,der Stifter einer neuen Reli.sionsgemcinde werden zu wollen, arbeite-bloß darauf hin , daß seine Landsleute aufgeklärt werden möchten. Erließ inJ. l-;-^ ein? Versammlung ankündigen, wo denn Faber (Groß»vicar des Bis hass von Costnitz) vor erwählten Schiedsrichtern mitihm dispukirte, aber Zwingli den Siez davon trug. Der großeund kleine Rat) de- Zürcher Gebiets unterstützte ihn seyr thätig , undbat sich sogar seinen Rath über Regicrnngs - Angelegenhcrten aus.Z'vi rgli wurde daber nicht nur der religiöse Reformator seines Vater-landes, sondern auch politischer. In dieser Rücksicht war er allerdingsvon Luther vcrschiroen, mit dem er übrigens, die Hauptlehre vom