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6 (1813) Neues Zeitungs- und Conversations-Lexikon : oder Handwörterbuch für die in der gesellschaftlichen Unterhaltung vorkommenden Gegenstände, mit beständiger Rücksicht auf die Ereignisse der ältern bis auf die neuesten Zeiten. 6 / [T - Z]
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Abendmahl abgerechnet, größten Theils übereinstimmend dachte *").Zmingli's Lehre wrrde bald in dem ganzen Canton Zürich angenommen,und in der Folge auf einer andern Versammlung (1528) auch in denEantons Bern, Basel und Schafhauscn als die wahre ausgenommen.Es war zu bedauern, daß Zwingli, der gelehrte Kenntnisse'mit Klug;heit und rdeln Eigenschaften des Herzens verband, nicht langer inThätigkcit blieb. Ein Krieg» den die altgläubigen Cantons gegen dieübrigen nur gedachten führten, welche der neuen Lehre Beifall gaben,und dem Zwingli als Feldprediger beiwohnte, raubte ihm das Leben.Er blieb in der Schlacht bei Cappel am 11. Oct. iLZi. Sein Leich-nahm wurde noch von den Feinden auf die unwürdigste Art verstüm-melt; aber sein Ruhm blüht unverwelklich in den Herzen seiner An-hänger.

Der Zwischen act ist eigentlich die Zeit, welche zwischen zweiAufzügen bei einem Drama verstreicht, und während welcher der Zu-schauer von der Handlung nichts zu sehen bekommt. Die'en Zwischen-raum füllt bekannter Maßen in unser» Schauspielen das Orchesterdurch eine Sinfonie, oder einen andern, längern oder ki rzern Satzaus, welches die Franzosen ff.otre acte nennen. Daß durch solche be-trächtliche Zwischenzeiten sehr oft der Eindruck des Ganzen geschwächtwird, ist wohl nicht zu bezweifln, indem der Zuschauer meistcnthcilsmit ganz fremden, das Schauspiel nickt angehclidcn Dingen gesetztauch, daß die dazwischen aufgeführke Musik, welches häufig nicht derFall ist, passend seyn sollte beschäftiget wird. D.nnoch läßt sich einedergleichen Pause in einem besonders lang hinausgeführkcn Stücke wohlnoch entschuldigen, obgleich hierin die Einrichtung des alten, beson-ders des E.iechischen, Echausp cls ganz von der misrig'N abgcht, wodie Zwlschei.zeik, i» welcher die Handlung wirklich stillstand, von demCb 0 r» welcher dir Zuschauer mit Gegenständen, zur Handlung selbstgehörig, unterhielt, ausgefüllt wurde weil dann vielleicht theilsder Ermüdung der Zuschauer vorgebeugk wird, theils die Aufmerksam-keit des Zuschauers wieder eine neue Spannung erhält. Allein ganzverwerflich war nun wohl die zu einer Zeit sehr beliebte Manier derso genannten Zwischenspiele oder Intermezzi, wo eine ganzvon der Haupkhandlung verschiedene und diese gar nicht angehendeHandlung zwischen den Acren vorgestellt wurde (s. den Art. Jnter-

*) Eine auffallende Abweichung biete- Schweizerischen Reformators vonLu ihren war die, daß er, fast noch ein stärkerer Musikalischer D>»letkaur, als Luther, doch in Ansehung der Kirchenmusik ganz diesementgegen war. Er wollte den Gelang und die Orget ganz au- üerKirche verbannt wissen. Er entwarf deßbaib eine Supplik an denMagistrat zu Basel, trat damit vor dir Raib-versammlun-, undfing an, sie im Ton der gewöhnlichen Hfalniodien abzusingon.(Auf diese Art nähmlich glaubte er die Väter der Stadt vo» derLächerlichkeit, auch Gott dir singenden Bitten vorzutrage» , zuüberzeugen.) Wirklich wurde auch auf kurze Zeit drr Kirchengesangabgeschafft; aber nur zu bald fand man, daß der Gesang allerdingsdie Herzen weit mehr zur Andacht erhebe, und man sang wie»der, wie zuvor.