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gegeben hatte, gab der zu Leipzig vrivatiflrende Hauptmann vonBlankenburg, ZollikoferS Freund, auf dessen Geheiß, die vorzüg-lichsten Predigten desselben in 7 Banden, Leipzig, 1788 und 89, gr.
8. heraus. Je mehr man Zvllikofers Predigten überhaupt alsMeisterstücke schätzt, um desto interessanter ist es, zu wissen, welchevon ihnen die vorzüglichste sei? Diese soll, nach Zollikgfers eignem Ur.theil, so wie nach dem Urtheile Garve's und mehrerer Recrnsenten diePredigt: ,,Das Bild des vollkommenen Mannes, der in keinem Wor-te fehlet" sein.
Zone (Erdgürtel). Eigentlich hieß Z 0 na bei den Alten, Grie»chen und Römern, der Gürtel, womit man daS Unterkleid zu gürtenpflegte. In der mathematischen Geographie nun nennt man Zone ei-nen vom Morgen gegen Abend gehenden Streifen auf der Erdkugel,in so fern er durch dir größere Warme oder Külte bestimmt wird. Esgibt deren fünf: zwei kalte, zwei gemäßigte, und eine heiße. VomNordpol dis zum nördlichen Polarkreis geht die nördliche kalteZone, und von da bis znm Wendekreis des Steinbocks die nördli-che gemäßigte. Zwischen beiden Wendekreisen liegt die heiße Zo-ne, in welcher die Strahlen der Sonne immerfort senkrecht auf dieErde fallen. Von dem Wendekreis des Krebses dis zu dem südlichenPolarkreis geht nun wieder die südliche gemäßigte, und von die-sem bis zum Südpol die südliche kalte. — In weiterer Bedeutungnennt man auch jeden beträchtlichen Thril der Erdkugel: Zone.
Zoogenie, (Griech. von 2 oon, Thier) die Entstehung oderErzeugung der Thiere. — Zoographie, die Beschreibung der Naturund der Eigenschaften der Thiere. — Z 0 0 n 0 mie, die Lehre von der )Lebenskraft. — Zoophagie, drr Fleischgenuß. — Zoophorisch,thiertragend. So heißt eine Säule, welche ei» Thier trägt. — Zoo-pH y t 0 l i t e n, versteinerte Thierpflanzen. — Z 0 0 l 0 mie, die Thier-zergliederung. — Zootypolithen, Steine, in welche ein Thier ab-gedruckt ist.
Die Zoola trie (a. d. Griech.) heißt die göttliche Verehrungder Thiere. Unter den Egyptiern war diese Abgötterei sehr gemein;und fle ist auch noch heutzutage unter den Indianern sehr im Schwün-ge, d, diese die Fortwanderung der Seele» auS einem Körper in denandern (Metempsychosis) glauben. So verehrten z. B. aucheben die Egyptier den Osiris unter der Gestalt eines Ochsen.
Die Zoologie (a. d. Griech.) heißt derjenige Theil der Na-turgeschichte, welcher das Thierreich abhandelt.
Zoolythen (a. d. Griech.) ist der allgemeine Nähme allerVersteinerungen des Thierreichs (vergleiche den Art. Lersteinrrun- rgen).
Zoophylen (a. d. Griech.) heißen bei den Botanikern gewis-se Gewächse , Pflanzen, welche zugleich etwas Thieraniges bei sichführen: Thierpflanzen. Eins der berühmtesten Zoophpten ist dassogenannte Scythische Lamm oder B 0 rametz, welches, wie einLamm geformt. eine Art Melone ist, welche durch ci,„li Snel, derihr statt Nabel diene, an dem Boden angewachscn s-in soll. Planrieniil den» nu» auch Zoophpkcrr solche Figuren, wo Pflanze» mit