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6 (1813) Neues Zeitungs- und Conversations-Lexikon : oder Handwörterbuch für die in der gesellschaftlichen Unterhaltung vorkommenden Gegenstände, mit beständiger Rücksicht auf die Ereignisse der ältern bis auf die neuesten Zeiten. 6 / [T - Z]
Entstehung
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Zof Zol 47Z

Fcbr. 1800 als Königlich Dänischer General-Consul im Kirchenstaa-te. Zum Ritter des Danedrog Ordens war er zwar ernannt, aber derLod übereilte ihn, ehe er noch etwas von jener Ehre erfuhr.

Zofe, (eigentl. Klciderschleppc) eine Schleppträgenn, Kammer-jungfer.

Zoike, eine Art Flösse oder Fahrzeug in Rußland, worin bis25 Mann übergesetzt werden können.

Zoilus, ein Griechischer Rhetor, aus EphesuS, oder, „ach derrichtigeren Meinung, aus AmphipoliS in Makedonien gebürtig, einMensch, der durch seine außerordentliche und unausstehliche T> delsuchtal'en hämischen » gallsüchligen Tadlern in der Folge seinen Nahmengeliehen hat. Er lebte zur Zeit Philipps, Königs von Makedonien,und wurde von seinen Z itgenosse», da er sich besonders zum Gesetzmachte, über Homers Jliadc sowohl, als über andre Werke (des Pia.to, Jsocrates rc.) aufs niedrigste berzufallen, nur der rhetorischeHund, oder HomerS Griffel (Homcromastix) genannt. SeinTod wild verschitd.n erzählt: bald soll er als Vatermörder zu CbiuSgesieiiiigct» bald gckrruziget, bald zu Smyrna lebendig verbrannt wor-den sein; vielleicht ist keine von allen biesen Tvdesarken wahr. In-dessen ist nichts von seinen Schriften auf uns gekommen — wahr-scheinlich ein sebr erträglicher Verlust!

Zoll, ist der z.hnlc Tbeil rincS geometrischen, oder der zwölfteTyeil eines Werkfchuhes. — Zollbereiter, ein Zvlldieuer, welcherdi« Straßen bereitet, damit Niemand den Zoll verfahre oder umgehe.— Zollrolle, Zolltarif, ein Verzeichniß der Güter und Perso-nen, welche Zoll zu entrichten haben.

Georg Joachim Zollik 0 fer , Prediger an der reformirten Kir-che, und Mitglied der Deutschen Gesellschaft zu Leipzig, einer der be-rühmtesten Deutschen Kanz»lredner, war zu Sk. Galle» ln der Schweiz17ZO geboren, und ans ngs an verschiedenen Orten in der SchweizPrediger, kam aber 1758 nach Leipzig. Zwar erhielt er, unter sehrvortheilhaften Bedingungen, m Heere Anträge nach Berlin, Kopenha-gen und andre Orken; allein er schlug sic aus Liebe zu seiner Gemein-de auS, und bl-cd für immer in Leipzig, wo er am 22 Januar 1788starb. Zuerst machte er sich durch die Herausgabe eines neuen Ge-sangbuchs (176Ü) verdi« nt, und erwarb fick auch bald den Ruhm ei-nes großen Redners, krönte aber seine» Ruhm, alv^Rcdner und Pre-diger, noch durch einen vortrefflichen Charakter voll echter Frömmig-keit, Bescheidenheit und Wohlthäligkeit. Professor Garve, der wohlhier ein vollgültiger Richter ist, hat in seiner Schrift: Ueber denCharakter Zolliko fers (Leipzig, >788- gr. 8 ) eine vortrefflicheSchilderung von ihm und feinen Predigten hinterlassen. Dos Einzi-ge, was man an diesen takelt, ist: daß sie zum Theil zu philosophisch,Und n-chr allgemein fasslich abgefasst, uud dcßbalb nicht von jedem Pre-diger als Muster zu gebrauchen wären. Allein in Hinsicht auf dieGemeinde, in der Zollikofer anfkrat, konnte sie dieser Tadel nichttreffen. Außer s inen Predigten: Warnung vor einigen herrschendenFehlern unser- Zeitalters, wie auch von. dem Mißbrauche der reiner»RcligivuSerkeiinlniß, Leipzig, >788, die er noch selbst in den Druck