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6 (1813) Neues Zeitungs- und Conversations-Lexikon : oder Handwörterbuch für die in der gesellschaftlichen Unterhaltung vorkommenden Gegenstände, mit beständiger Rücksicht auf die Ereignisse der ältern bis auf die neuesten Zeiten. 6 / [T - Z]
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Thieren verbunden sind, mithin das, was bei uns auch Arabeskenund Grotesken genannt werden, (s. d. Art.)

Zvrvasier, oder Zerdutsch, ein Lehrer der Weisheit inPersien, der wenigstens sechsihalbhuudert Jahr vor Ehr. Geb. gelebthaben muß. Aber sein Leben ist beinahe in ein eben so undurchdring-liches Dunkel gehüllt, als die Lebensgeschichte des Hernies Tnsme-gistus. Bei mehrer» alle» Völkern hat man einen Zoroaster zufinden geglaubt; und daher vermehren manche die Anzahl der Zoroa-sters bis aus acht. Der Persische — von dem wir noch das mei-ste wißen — war ein Verbesserer der Vviksreligion, und trug deß-halb «in neues Religionsbuch unter dem Nahmen Zend-Avesta(lebendiges Wort) zusammen, worin zwei höchste Grundwescn,ein gutes, Ormuzd (oder Oromazes), d,m man alle Anbetungund göttliche Verehrung schuldig sei, und ein böses, Arimanes,angenommen werden, und überhaupt die Lehren von Gott, den En-geln , den Belohnungen und Bestrafungen in einer andern Welt re.enthalten sind. Spuren dieser Zoroasterischen Religion fin-den sich noch in Indien ; und ein gelehrter Franzose, Anguetil duPerron, unternahm im Jahre 17^5 eine Reise dahin, in der Hoff-nung, die Schriften Zoroasters aufzufinden. Wirklich machte er auchnach seiner Rückkunft, und nachdem er die deßhalb in Indien gesamm-leten Schriften in der königl. Bibliothek zu Paris niedergeligt hatte,eine Französische Urbcrseßung des Zcnd-Avesta bekannt; allein eSist sehr zu bezweifeln, ob dieses das echte Werk des Zoroaster sei,wiewohl Kleriker, der Deutsche Uekwrfitzer dtffelben, ganz davonüberzeugt zu sein scheint, und die Echtheit gegen die sehr scharfsinnigenAngriffe Meiners ganz in Schutz nimmt. Die übrigen, dem Zo-roaster beigelegten Schriften tragen die Spuren der Uncchthert nochauffallender an sich, und enthalten ei» Gemisch von h.idnischen undchristlichen Sagen in einer dunkeln Schreibart. Es braucht kaum er-inncil zu werden, daß die Freunde der geheimen Wissenschaften i»den Werken des Zoroaster die Entdeckung des Steines der Wei-sen , den Aufschluß der höhern Magie, und alle verborgene Weisheitdes Morgenlandes zu finden glauben. — Uebrigens soll dieser Welt-weife in der Einsamkeit auf einem Berge gelebt, und die Perser ge,lehrt habin, die Gottheit unter d.m Bilde des Feuers zu verehren.Daher befahl er, daß in Persien ein immer brennendes Feuer zurEhre der Gottheit unterhalten werden solle.

Zosimus, ein Griechischer Geschichtschreiber in der Mitte desZ. Jahrhunderts, weicher Cornea und Lx-^ckvocsrus liaci unterr Lheo-vfius dem Jüngern war, und eine Geschichte der Kaiftr, von Au-

' gustus an bis zum Jahre 410, in einkm rein n und ziemlich elegan-

ten Styl schrieb. Nurseine Parlheilichkeit und Eingenommenheit gegendie Christen gereichen ihm zum Vorwurf, und machen seine Wahr-heitsliebe etwas verdächtig.

Z 0 steria ist ein Bcinahme der Minerva, welche zu Theben«ine vtaiue hatte.

Zosterius (Zoster): ein Vernähme des Apollo, von demVorgrbirge Zoster in Allica, wo die Mischer ihm und zugleich der La-