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6 (1813) Neues Zeitungs- und Conversations-Lexikon : oder Handwörterbuch für die in der gesellschaftlichen Unterhaltung vorkommenden Gegenstände, mit beständiger Rücksicht auf die Ereignisse der ältern bis auf die neuesten Zeiten. 6 / [T - Z]
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gung wichtige Dienste: er erhielt dafür von der Bürgerschaft eine Dank,sagungsadresse und das Ehrendiplom eines Wienerbürgers. Der Kaiserernannte ihn zum Oberstkämmerer und sandte ihm mit einem schmei-chelhaften Schreiben, von Hollitsch aus, das große Stephanskreuz.Er ist seit dieser Zeit immer um den Monarchen und derselbe hat ihni8io zum Präsidenten der Bankozetteltilgungsdeputativn ernannt.

Die Wuhne heißt bei den Fischern ein großes Loch, das imWinter auf zugefrorncn Deichen in das Eis gehauen wird, damit dieFische Luft bekommen und unter dem Eise nicht ersticken.

Die Wünschelruthc (Lat. virguls mercurinUs, Franz, ba-ßuetie ckivinstoire) ist eine unter gewissen abergläubischen Umständenverfertigte zweiästiqe in einem Stiel verbundene Ruthe, wie eine Ga-bel gesormt, von Holz, Messingdrath, oder Metall, welche ehedemvon abergläubischen Menschen angewendet und an gewisse Oerter ausdie Erde hingelegt wurde, uw da, wohin sich diese Ruthe vorzüglichhinneigte, verborgne Schätze unter der Erde zu entdecken. Eigentlichwurde sie im Bergbau gebraucht, uw edle Metalle, Mineralien oderunterirdische Wasser Erzgänge damit ausfündia zu machen: der Aber,Hlaube aber, der in den vorigen Zeiten vielleicht noch weit mehr Gewaltüber die Menschen hatte, gab eben diesen, oder auch Betrügern, sogenannten klugen Leuten u. dergl. häufig Verblassung , da, wo sie sichSchätze zu erhalten wünschten, durch Hülfe jenes Zauberstabs sieauch wirklich aufzusuchen. Indessen würde diese Anwendung der soge-nannten Wünschelruthe vielleicht nur noch als Denkmahl ehcmahligenAberglaubens genannt werden, wenn nickt neuerlich diese Sache wie-der zur Sprache gekommen wäre, indem besonders ein Italiener, Nah.mens Campe tti (ein junger Landmann zu Gargnano, am Ufer desGardasees geboren), durch ernstliche und nachdrückliche Versicherung,Metalle und Wasser unter der Erde durch körperliche Sensationen wahr-nehmen zu können, großes Aussehen machte, und auch wirklich die an-gestellten Versuche allerdings sehr für diese Behauptung zeugten. Rit-ter , ein bekannter Naturforscher zu München, reiste auf Befehl devKönigs von Bayern im Jahr 1806 zu Campetti nach Gargnano,brachte ihn mit nach München, um wiederholte Versuche darüber an-zustellen; und es wurden diese auch wirklich, besonders mit Schwefel-kies-Pendeln gemacht, von denen man behauptet, daß sie in der Mäßevon Metallen schwingen. Ritter hat denn besonders bei dieser Ge-legenheit sich eines Instruments bedient» daß er Lslsvcier genannthat, und ganz einfach, in einem Stabe oder kleinen Streifen von Ku-pfer oder andern Metalle, ungefähr 6 Zoll lang und einen halben breitbesteht. Die näheren Nachrichten darüber findet man in Aretins neuemLitt. Anz. v. 1807 v. No. 2s. an; und den Resultaten von dieser wich-tigen Untersuchung» die gegenwärtig daS Nachdenken vieler erfahrnerund berühmter Chemiker beschäftigt (unter andern bat Gilbert zuHalle äußerst interessante Beleuchtungen dieser Versuche 1808 herauS-gegeben) steht man mit großer Erwartung entgegen.

Würz bürg, ehedem einS der größten und reichsten BiStbümerdes heil. Römischen Reichs, welches schon unter den Fränkischen Köni-gen seinen Anfang nahm und für dessen ersten Bischof der heilige Kr-