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ren auf, fiel mit einer fast beispiellosen Geschwindlgkeit in Hollandund Jütland ein, eroberte es beinahe ganz ohne Widerstand, und wur-de nur durch den gelinden Winrer gehindert, noch weiter in Däne-mark vorzudringen. Dieser tapfere und unerwartete Schwedische An-griff bewog den König von Dännemark, Christian IV. sich selbstan die Spitze seiner Armee zu stellen: und eS gelang ihm, zu Landedie Schwedischen Truppen unter Gustav Horn und Peter Bra-tze zuruck zu treiben: dagegen blieb ein A-griff seiner Flotte auf dieSchwedische ziemlich unentschieden. Allein, da die letztere sich gegenChristianprieS (eine kleine Dänische Festung am Kieler Meer-busen) zurückziehen mußte, und, von ernem Theile der Dänischen Flot-te dlockirt, bei einer vorqefaüenen Kanonade ihren Admiral F l e m-ming durch einen Kanonenschuß verlor, d>r König von Dännemarkaber alle Zurüstungen machte, mik seinem Admiral Giedde vereint,die Schwedische Flotte ganz zu vernichten; so war Wrang el, dernach dem Tode des Schwedischen Admirals dessen Stelle crdalt n hat-te, so glücklich, die Schwedische Flotte, nach ein r monathlrchen Blo-ckade , bei einem günstigen Winde zur Nachtzeit ans ihrer gefährli-chen Lage zu retten, und fle der Blockade zu entziehen. So sehr mandie Wichtigkeit und daS Gefahrvolle dieser Unte-nehmung einsah, undso viel Lob Wrangel dadurch einerntete, io war dieß doch nur eineVorbereitung zu einer größern Unternehmung. Wrangel verstärktedie Schwedische Flotte mit einer Anzahl Holländischer Schiffe; undso griff er noch am Ende des Jahres 164z die Dänische, >8 Kriegs-schiffe starke, Flotte bei der Insel Feniern an, eroberte io Schiffe,verbrannte zwei, jagte vier auf den Strand, so daß nur zwei Schif-fe von der ganzen Flotte entkamen. Zwar hakte die Schwedische Flot-te bei dieser Schlacht ebenfalls viel g litten, weßbalb, so wie wegender üblen Jahreszeit, Wrangel seinen Sieg nicht weiter verfolgenkonnte; allein Schweden hatte seinen Zweck, Dä-wmark zur Ruhezu bringen, hinlänglich erreicht. Es kam schon 164L durch Franzö-sische und Holländische Vermittelung zum Frieden, der zu Brömse-bro in Ostgothland abgeschlossen wurde, und in welchem Dänemarkdie Insel Gvthland und Orsel verlor. — Wrangel, der wegendieser großen Siege in den Grafen st and erhoben wurde, ging nunwieder zur Schwedischen Armee in Deutschland, und übernahm >646nach Torstensohns Abgänge das Hauptcommando derselben Crdrang, als TorstensohnS würdiger Nachfolger, nach vielen Unterneh-mungen und Eroberungen 1647 in Böhmen ein, eroberte am 7. JuliEger, überfiel am 20. die ihm gegen über st henden Oefierreicher inihrem Lager, und drang bis an das Hauptquartier vor, so daß erbeinahe Kaiser Ferdinand HI. selbst gefangen genommen hätte. Auchschlug er noch im folgenden Jahre die Avantgarde der kaiserlichen Ar-mee bei Augsburg. Der Abschluß des Westphälischen Friedens machtejedoch seinen weitern Eroberungen in Deutschland ein Ende; und daChristian (s. dies. Art.) den Krieg nicht lieble, so hall« jetzt Wran»grl einige Jahre keine Gelegenheit, sich zu zeigen. Allein, kaum be-stieg der kriegerische Carl Gustav den Schwedischen Thron, so griffer Schwedens alten Feind, Pohlen, an, ungeachtet ihn Wrangel