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6 (1813) Neues Zeitungs- und Conversations-Lexikon : oder Handwörterbuch für die in der gesellschaftlichen Unterhaltung vorkommenden Gegenstände, mit beständiger Rücksicht auf die Ereignisse der ältern bis auf die neuesten Zeiten. 6 / [T - Z]
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lichsien auS diest, Familie sind Herrman»"und Carl GustavWrangel.

HerrmannWrangel, königlich Schwedischer ReichSrath undGeneral-Fcldmarschall, ,587 geboren, trat sehr frühzeitig in Kriegs-dienste, und wachte sich schon in dem Kriege König Carls IX. vonSchwede» 1611) gegen Rußland und Dannemark bekannt. Gustav Adolph, der ihn 1621 znm Feldmarschall ernannte, setzte denKrieg gegen Pohlen fort, den Wrangel mit ziemlichem Glück führ-te, so daß das damahls mächtige Pohlen sich genöthiget sah, mit Gu-staven »629 einen Waffenstillstand abznschließen. Wrangel folgte nunGustaven mit noch Deutschland, und wohnte dessen Feldzügen bei,ging ober nach dessen Tode zurück, und wurde in verschiedenen Staats-geschäften , besonders bei den von neuem zwischen Pohlen undSchweden abgeschlossenen FriedenSverhandlungen gebraucht. Im fol-genden Jahre übertrug ihm aber Oxenstierna (f. d. Art ) das Com-wanto einer eignen Armee in Pommern» wo er verschiedene wichtigeFestungen eroberte, und dem Schwedischen General Banner gegendie kaiserliche und Sächsische Armee zu Hülfe kam. Allein, da dessenungeachtet die Kaiserliche» bald große Fortschritte in Vor-Pommernwachten, gerieth er deßbalb mit Bannern in Streik. Man rief ihndaher von der Armee zurück, und übertrug ihm die Stelle eines Ge-mralgouverneurs von Liefland, die er bis zu seinem Lode (1644) be-kleidete. Weit berühmter, als er, ist sein Sohn,

Graf Carl Gustav Wrangel, königlich Schwedischer Feld-marschall und General-Gouverneur von Pommern. Er war wahr-scheinlich gleich von Jugend auf Soldat, bekleidete schon im Jahr1640 die Stelle eines Generalmajors, und stand bei der SchwedischenArmee in Deutschland. Um diese Zeit befand sich diese in einer sehrüblen Lage, die durch des Ober-Generals Banners Tod, der amio. Mai 1641 erfolgte, noch verschlimmert wurde: Geldmangel erreg-te unter den Soldaten eine Gährung, die in förmliche Rebellion auS-zubrechen drohte. Allein Wrangel war nicht allein so glücklich, mitHülfe der Generale Pfuhl, Wittenberg und Königswarkdiese Unruhen zu stillen, sondern auch sogar am 19. Juni bei Wol-fe nbüttcl einen bedeutenden Sieg über die kaiserliche Armee zu er-fechten , der die Schweden in den Stand setzte, sich in Deutschlandzu behaupten, bis am Ende des Jahres Torstensohn (s. d. Art.)das Oberkommando der Armee übernahm. Da nun, trotz dieser ver-besserten Lage der Schwedischen Angelegenheiten in Deutschland, den-noch Christian IV. König von Dänncmark, sich verschiedene Be-drückungen gegen Schweden erlaubte, indem er den Sundzoll (f. Sund)erhöhte, viele Schwedische Schiffe aufhielt, und zum Theil wegnabm,und daher schon im Mai 164z im Schwedischen Reichsrathe beschlos-sen wurde, Gewalt mit Gewalt zu vertreiben, auch, wo möglich, ek,nem wirklichen Angriffe der Dänen zuvorzukommen, und Torsteli-fo hn, der jetit in Mähren stand, im Oktober desselben Jahres denAuftrag dazu erhielt; so brach dieser, ohne jemanden, außer seinenbeiden Generalen, Wrangeln und Wittenberge», daS Gehcim- seines Marsches zu entdecken, mit seiner Armee plötzlich aus!Mäh-