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6 (1813) Neues Zeitungs- und Conversations-Lexikon : oder Handwörterbuch für die in der gesellschaftlichen Unterhaltung vorkommenden Gegenstände, mit beständiger Rücksicht auf die Ereignisse der ältern bis auf die neuesten Zeiten. 6 / [T - Z]
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Seite
408
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pian es anmaßend finden sollte, einen 2ten Theil zu Mozarts Zau-berflöte, Babylons Pyramiden— eine Ilias post Homsrum —schreiben zu wollen.

Winterfällig nennt man solches Rindvieh, welches im Win-ter, apch bei der brsten Pflege, mager und kraftlos wird.— Win-terfrucht ist Feldfrucht, die im Herbste g^ät und den Winter überim Felde gelassen wird. Auch nennt man so in einigen Gegenden dieim Winter in die Erde dringende und die Saat befruchtende Feuchtig-keit.— Wintergewächsc, die den Winker über ausdaucrn.—Winterhaus, Winterung, ein Haus, worin Gewächse durch,gewintert werden.— Winterung heißt auch eine Art Hafen, wodie Schiffe im Winter sicher liegen. — W i n t e r l e i t e , ein Berg-abhang» der an der Wintcrseite liegt.-» Winterwende, die Son-nenwende im Winter, 8olstitium.

Winterthur , eine evangelische Stadt, die unter der Ober.Herrlichkeit von Zürich steht, mit gutem Gewerbe und 2 Gesundbädern.Die Wintcrthurer thonernen Gefäße, wie auch die gestreiften Kamelotkepnd baumwollenen Zeuge werden häufig vertrieben.

Wippe , eine Art Hebel, Wagbalken, z. B. an den Weber,stählen, um andre Theile schnell zu heben oder fallen zu lassen. Wipp-galgen , ein Schnellgalgen. — Einen Verbrecher wippen heißt: ihnan einem Schnellgalgen aufziehen und schnell wieder fallen lassen.S. auch kippen.

Wipper und Kipper, s. Kipper.

Wirkungskreis ist der Raum, innerhalb dessen eine Kraftwirkt oder sich thätig äußert.

Wirtemberg (Würtemberg). Seit der Enthauptung desunglücklichen Conradins vpn Schwaben (s. dies. Art. und den Art.Schwaben) gab es keinen Schwäbischen Herzog mehr, wohl abererweiterten nun die kleineren Fürsten ihr Gebiet. So breitete sich dennsiuch die Grafschaft Wirtemberg immer mehr aus, indem siedurch Heirathcn, Käufe, auch durchs Schwert viele Herrschaften ansich brachte und endlich 1495 vom Kaiser Maximilian I. zum Herzog-tum unter Eberhard dem Aeltern erhoben wurde. Im I. 151Ywurde das Herzogthum dem Herzog Ulrich von dem SchwäbischenBunde genommen ; da dieser es aber nicht behaupten konnte, verkaufteer es 1520 an Kaiser Carl V., welcher seinen Bruder Ferdinand I.1521 damit belieh. Indessen wurde es doch durch Vermittelung Land-gras Philipps von Hessen demHerzog ,534 jedoch unter der Bedingungzuruckgegeben, daß er es als Lehen vom Hause Oesterreich anerkennensollte; aber auch diese LchenSunterihänigkeir nahm unter Herzog Fried-ri ch im I. 1599 ein Ende, welcher sie dem Kaiser Rudolph II. durcheine große Summe Geldes abkaufle, jedoch mit Vorbehalt des An-falls an Oesterreich nach Abgang des männlichen Stammes. Sehr vielhat übrigens das Hcrzoglhum Wirtemberg nicht nur in den Französi-schen Kriegen im 17. Jahrhundert, sonder» auch besonders in dem Spa-nischen SucccssionS - Kriege in dem ersten Zrhend des >8- Jahr-hunderts ; dann in dem siebenjährigen, und endlich in den neuestenFranzösischen Kriegen gelitten; indesie» » ar doch bei den letzten dieFolge, daß eS im I. 1805 zugleich mit Hcsscncaffcl, Laden und Salz-