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6 (1813) Neues Zeitungs- und Conversations-Lexikon : oder Handwörterbuch für die in der gesellschaftlichen Unterhaltung vorkommenden Gegenstände, mit beständiger Rücksicht auf die Ereignisse der ältern bis auf die neuesten Zeiten. 6 / [T - Z]
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Wir

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bürg die Chur würde, Za durch den Frieden zu Preßbura ,8n6und, auf ausdrückliche Vermittelung deS Französischen Kaisers, denTitel eines Königs von Schwaben, zugleich auch die 5 Donau-stckdte Echinge», Niedlingen rc. die Grafschaft Hohenberg u. m. über-haupt aber einen Zuwachs von 40 Quadrat-Meilen mit «50,000Einwohnern erhielt, obgleich es i» dem Jahre zuvor 1805, nach dennachdrücklichsten Bemühungen, eine Neutralitäts-Verbindung zu Stan-de zu bringen, bei einem gewaltsamen Eindringen der Franzose» indas Wirtembergische, die ernstlicksten Beschwerden darüber geführthatte, kurz darauf aber, als der Französische Kaiser selbst in LudwigS-lust cingetroffen war, sich zu einem Allianz-Tractat mit letzterem im> Qctober i8"L verstand, wodurch ihm, damahls noch Churfürst, dies Unabhängigkeit und Integrität seiner Lande garantirt, dagegen abervon ihm eine thätige Theilnahme an dem Kriege gegen Oesterreich ver-sprochen wurde, und er zugleich sich anheischig machte, 8 bis 10,000Mann zur Französischen Armee zu stellen. — Uebrigens hakten dieDisharmonien, welche rh-'ils zwischen dem Regenten und den Land-standen, theils auch zwischen jenem und seinem Sohn stark fanden,das Bedauern jedes Patrioten auf sich gezogen. Der Kurprinz »ähn-lich verließ plötzlich im April 1305 Stultaard, ging nach Wien, woer als Feldmarschall Lieutenant in kaiserliche Dienste trat, dann auchnach Paris, und ob man gleich in der Folge auch von hier aus Ver-suche machte, so war doch an keine Aussöhnung zwischen Vater undSohn zu denken. Nur erst im Qct. des I. >805, wo der Avianz-krackat zwischen Napoleon und dem Churfürst zu Stande kam, schienjener die Versöhnung bewirkt zu habe», da auch der Kronprinz noch^ in demselben Jahre nach Stuttgard zurückkam. Eben so war es zwi«

! scheu dem Cburfürsten und deu Landständen zu ansehnlichen Streitig-keiten gekommen, indem ersterer den von ihm am 22. Febr. ,804 we-gen Tilgung der Schulden der KriegSprästationSkasse berufenen Land-tag am 20. Juni wieder aufbob, und zwei Commissionen zur Unter-suchung gegen einzelne Mitglieder, so wie zur Untersuchung der Lan-, deskassen niedersetzte, ja sogar mehrere, trotz der nachdrücklichsten Vor-stellungen des größer« und kleinern Ausschusses, arrctiren, und aufdie Festung Hohenasperg bringen ließ, so daß auch einige Beisitzernach Wien abgingen, um d,s Kaisers Beistand wider solche gesetz-widrige Handlungen sich zu erbitten. Endlich berief der ChUrfürsteinen neuen Landtag, welcher deu 27. Nov. eröffnet, dabei auch dieVerhafteten frei gelassen wurden; allein es entstand bald wieder überdie ncugewählten AuSschußmitgliedcr Streit, welche der Cburfürst nichtbestätigen, dagegen der Landtag die Minteranlage (B «t ag zur Un,t.rhalrung deS MilitairS während des Winters) nicht bestätigen woll-te. Der Churfürst ergriff zuletzt gewaltsame Maßregeln, ließ (zu An-fang des I. 1805) den Beamten die Kassenvorrälhc wegnehmcn u.s. f. Ein Reichshofrathsconclusum vom 1. Febr. caffirte zwar jeneUntersuchung der Verwaltung der Landesgelder; allein umsonst. Durchden endlich am 19. Dcc. 1305 vom Marschall Berthier ans Napo-! lcans Hauptquartiere zu Schönbrunn erlassenen Armeebefehl, wodurch^ unter andern auch dem Churfürst von Wrrtrmberg die voll komme-