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-inal Albani» seinen größten Gönner und Beschützer, zum alleinigenErben eingesetzt hatte. Ein Hauptzug in Winkelmanns Charakter marsein tiefes Gefühl der Freundschaft, und die unauslöschliche Sehn-sucht ihres Genusses; und diese Tiefe des Gefühls machte ihn auchtüchtig, mitten in seiner herzlosen Zeit die wahre Schönheit zu schau-en, zu erkennen und zu verkünden. Auf die Bildung seiner, so wieder künftigen Zeit hat er entscheidend gewirkt die jetzige Bküthe derKunst und Wissenschaft vorbereitet, und Grundsätze ausgestellt, dirneuerdings durch die Tiefe philosophischer Spekulation wiedergefundenwurden."Sein Hauptgrundsatz war: Schönheit sey das Ele-ment und die Aufgabe der Kunst , und die Alten dievortrefflichsten Muster. Seine Werke erscheinen jetzt, vonKernow besorgt, bei Waldherrn in Dresden.— Göthe's trefflicheEntwicklung in der Schrift: Winkelmann und sein Jahrhun-dert (Tüb. 1805) bedarf wohl keiner Anpreisung.
Peter Winter, Kapellmeister in München, gcb. umS Fahr1758. Je weniger wichtige oder merkwürdige Ereignisse in dem Le-ben dieses trefflichen TsnkünstlerS — wenigstens so viel gegenwärtigdavon bekannt ist, zu einer langen Biographie, die Hülfsmittel her-geben, so ausgezeichnet bleibt doch das Verdienst dieses mit Recht be-rühmten Künstlers, der sich zuerst in Mannheim bildete, und als ei-ner der vorzüglichsten Violinisten sich bemerkbar machte. MehrereReisen nach Italien bildeten seinen Geschmack noch mehr aus; undin Venedig wurde seine daselbst componirte Oper: l lrstelli rivali(die nachher auch auf Deutschen Bühnen unter dem Titel: Die Brü-der als Nebenbuhler häufig gegeben worden ist) mit allgemei-nem Beifall ausgenommen. Er machte mehrere Reisen, z. B. nach Pa-ris >80', wo er die große Oper: Ta merlan schrieb, und durchdie Aufführung derselben das Vorurtheil, das wider ihn, so wie fastwider alle Deutsche Künstler der Art, herrschte, aufs glänzendste be-siegte. In London, wohin er im I. izoz reiste, und die Calypsofür die dortige Oper schrieb, war seine Aufnahme und der Beifallnoch außerordentlicher; und auch Napoleon erkannte den Werthdieses Deutschen Künstlers, und beschenkte ihn zu München sehr an-sehnlich.— Ob nun zwar gleich Winkers Opern nicht alle gleichenWerth haben (woran der mehr oder weniger schlechte Text— denn aucher mußte das trau, igc Loos fast aller großen Somponisten erfahren,mit schlechten Texten oft zu kämpfen zu haben — gewiß auch seinenehrlichen Antheil hatte), so ist doch überall eine angenehme, ausdrucks-volle Musik, eine heitre, muntre Laune, aber auch wieder viel Edles,Großes, Erhabenes in seinen Opern unverkennbar. Und hätten auchunsre Deutsch n Musik - Liebhaber nur die einzige Oper: Das un-terbrochene Opferfest von Winter gehört, s» müßte schon die-se sic über sein Talent belehren, durch die entzückendsten Harmonikenso wahr und so schön zum Herzen jedes Gefühlvollen zu sprechen. EinVerzeichniß seiner Opern würde hier nicht wohl möglich seyn, aberes ist nicht möglich außer dem schon angeführten, Meisterstücke, wieMarie von Montalban, das Labyrinth, der Raub derProserpine rc. mit Stillschweigen zu übergehen, gesetzt auch, daß