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1 (1812) [A - D]
Entstehung
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445
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Dal Da« 44S

Kakiv kn der Sprachlehre (wörtlich Gedefafl) d. h. der dritteKall im Deklinireu, welcher aufdie Frage: Wem? oder welcher Sa-che? gesetzt wird, z. B. dem Fürsten getreu setz»; dem Guten, derTugend nachstrcbcn. Die D a k a r i a, ein pävstlichcs Gericht, worinbesonders Ehchispensationen, Cvllakionen von Bcnefizien, Annaleuge-schäfte oc. ausgeferliget wurden. Der Vorsteher derselben heißt Da-kar ins. Die Verrichtungen der Daiaria hören auf, sobald derpäpstliche Stuhl erlediget ist, und treten nicht eher wilder ein, alSbis der neue Papst gewählt worden, welchem alsdann die Ertheilungaller Bencficien Vorbehalten bleibt.

Dätteln, sind die eßbaren Kerne deS >n den Morgenländern,besonders in Ostindien und Afrika häufig wachsenden Datteloaruns,oder der Dattelpalme; fie haben die Größe einer Pflaume und ein.«fleischigen Umschlag. Man pflegt sie zu mahlen und wie Mehl zu ge-brauchen.

Daumenstock, war kn der vormahligen Tortur eine eiserneSchraube, womit Verdächtigen, die man zum Geständniß bringenwollte, die Daumen ziisammengrschraubt wurden.

Leopold Joseph Maria Reichsgraf von Daun, einer der v.r-diensivoUsten Lesterreichischen Generale, lebte von 1705 bis 17S6.Schon sein Großvater und Vakersbrudcr, hatte» dem kaiserlichen Ho-fe als Geiicralfcldmarschäste gedient; noch m hr Ruhm erwarb sichsein Vater, Wirich Philipp Lorenz Graf von Daun, dessen glänzend-ste Periode in den Spanischen Erbfolzekrieg fällt. Allein LeopoldJoseph verdunkelte den Glanz aller seiner Vorfahre». Er erwarbsich seine erster« Lorbeer« i» dem Tnrkenkricge von 17Z7 bis i/zy als! Generalmajor, »nd wurde im Oesttrreichischcn Erbfolgekricge nochberühmter, da er zur Belagerung Prags, Eroberung Bayerns undzur Vertreibung der Franzosen bis über den Rhein sehr viel beitrug.Zw.i Umstände gründeten nunmehr sein Glück , liähmlich die aus-nehmende Klugheit, die er bei einem Zuge über den Rhein und beidem Rückzuge über eben diesen Fluß gezeigt hatte; und eine Heirarhmit der Gräfin von Fux, der Favorite der Marie Thercsie. Er er-langte daher die Stelle eines GeneralfcldzeugmcisterS und endlich 1757den Posten eines Generalfeldmarschalls. Er zdg dem König von Preu-ßen, welcher schon Prag belagerte, bis nach Collin entgegen, undlieferte hier die unvergeßliche Schlacht (17,57) den >8- Junius, wo-durch die Belagerung aufgehoben werden mußte, und Böhmen sowohlals die ganze» Oestcrrcichischeu Staaten gerettet wurde». Das Glückbegünstigte ihn jedoch nicht immer: denn ungeachtet er mit aller mög-liche,, Klugheit und Vorsicht handelte; so konnte er es doch nicht ver-hindern, daß er beiLeuthen, Torgau und Mehrern Orlen ekn-Pfindliche Niederlagen erlitt. Außer der Schlacht bei Coüiii ist beson-ders der Uebcrfall Friedrichs II. bei Hochki rchen 1758 merkwür-dig, und er würde yier das ganze Preußische Heer vernichtet haben,wenn nicht der Prinz von Durlach mit einer kolonne a» spat gekom-men wäre. Auch bei Torgau (den Z. Nov. 1760) würde er einenherrlichen Sieg erfochten haben, wenn nicht öurck seine Verwundung