Zachen (Franz, ^ix IsLkapelle) eine ehemalige deutsche Reichs-stadt itzt eine Französische Stadt im Ruhr - Departement. Sie ist voneinem sehr hohen Alter und nennt sich den königlichen Stuhl (die Re-sidenz) von Carl dem Großen her, dessen Grabmahl auch in dem Domgezeigt wird. Hier wurden die Reichsinstgnien, die bei jeder Kaiser-krönung nach Frankfurt a. M. gebracht werden mußten, aufbewahrt.Nicht wenigerberühmt ist sie wegen ihrer warmen Bäder, welche ausfünf Quellen kommen. Diese ziehen jährlich eine Menge Menschenhin, und tragen nicht wenig zu den Einkünften der Stadt bei. Den16. Dec. 1792 zog Dumouriez, im Verfolg seines Siegs bei Gemap-pe in Aachen ein. Den 2. März 179z nahm der linke Flügel derOesterreichischen Armee (welche den Tag vorher unter Coburg die Fran-zosen in ihren Verschanzungen bei Altenhoven überfallen und zurück-geschlagen hatte) unter dem Feldmarschall, Prinzen Ferdinand vonWürtenberg, diese Stadt wieder ein. Den 2z. Scpt. 1794 zogen dieFranzosen nach der Schlacht bei Sprimont an der Ourte wieder da-selbst ein. Durch den Lüneviller Frieden wurde Aachen an Frank-reich abgetreten. Es ist itzt die Hauptstadt des Ruhr - Departementsder Sitz eines eigenen Bezirks und die Zahl der Einwohner wird auf25,700 angegeben.
Aachncr Friede. Obgleich Carl der VI. schon 171z aufseinen Todesfall eine Erbfolge - Ordnung errichtet hatte, welche unterdem Namen der pragmatischen Sanction bekannt ist, und vonden vorzüglichsten Europäischen Mächten garantirt wurde; so verei-nigten sich doch nach feinem 1740 erfolgten Tode mehrere Mächte,vorzüglich Preußen, Frankreich und Spanien, wider dieselbe, (Eng-land war die einzige Macht, welche die pragmatische Sanction nochin Schutz nahm) und unterstützten die Ansprüche, die das Haus Bayernwider Marien Theresien, Carls VI. Tochter und Gemahlindes Großherzogs von Toskana, auf die Oesterreichische Erbfolge mach-te. Die vereinigten Mächte stritten mit Glück; und es war ihnen,vorzüglich durch die Klugheit des nach Deutschland abgesandten Mar-schalls Belle-Jsle, sogar gelungen, den Churfürsten Carl Albrechtvon Bayern, unter dem Namen Carls VII. auf den Kaiscrthron zusetzen. Carls Glück änderte sich jedoch zu seinem Nachtheil, und ermußte bis kurz vor seinem Tode (welcher im Anfänge dss Jahrs 1745erfolgte) sein Land in Oesterreichischen Händen sehen. Als sich nunnach Carls Tode sein Sohn mit der Zurückgabe seiner väterlichen Lan-der zufrieden zu seyn bewogen fand , wurde 1745 Mar. Theresiens Ge-mahl, Franz, Großherzvg von Toskana, -».m Kaiser gewählt, und
Conv. Lex. Erster Band A