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1 (1812) [A - D]
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und Ziethens Entschlossenheit das Gluck auf Preußische Seite sichgewendet hätte. Nicht geringere Verdienste erwarb er 17L9 den 21.Nov. bei der Gefangennehmung von i rooc» Preußen, die unter FinksCommando bei Maz: e 11 gelagert waren. Ueberhauvt geben ihm selbstseine heftigsten Feinde das Lob eines der größten Feldherrn neuererZeit; und sogar Friedrich der Einzige fürchtete ihn als seine»gefährlichsten Gegner. Er wußte nicht nur musterhafte Plane zu er-finden, sondern fie auch eben so musterhaft auszutübren. Das, wasman an ihm fast allgemein tadelt, nähmlich seine Langsamkeit undsein Zaudern, gcr jcht ibm vielmehr zum größten Ruhm: denn dadurchretteleer mehr als eininahl, (gleich dein Fabius Cunctalor der Rö-mer, mit dem man ihm immer vergleicht) sein Vaterland aus dendringendsten Gefahren. Und wenn er auch bisweilen besser verstand,Siege zu erkämpfen, als erkämpfte zu benutzen, wenn crauch manch-Mahl den fliehenden Feind nicht rasch genug verfolgte; sv khat er ihmdoch in Dingen , die mancher General für Kleinigkeiten ansieht, au-ßerordentlichen Abbruch und raubte ihm, so viel er konnte, dieHülfS-mirtel zur «Subsistenz der Armee.

Daunen oder Dunen, sind die leichtern Federn der Eider-gänse oder Eidervögei, die sich aufden kalten beciSten Klippen Islandsund Grönlands anfhalten; daher Eiderdunen.

Der Dauphin (sprich Dofeng). So wurde jederzeit der äl-teste Sohn oder der Kronprinz des Könige von Frankreich genannt.Diese Benennung kommt von der Provinz Damphine her, welcheHumberl H. Dauphin von Viennois im Zs. > g4Z dem König ,Philipp von Valois unter der Bedingung schenkte, daß die Kronpri»- ijen von Frankreich Dauphin genannt werden sollten. j

vaupiijn 6 (Dofinch) vormahls ein Gouvernement in Frank-reich, welches jetzt die Departements Jsere, obere Alpen, zum Thcilauch Drome und die Mündungen der Rhone in sich faßt. Dieß G- >biet ist an Wein, Getreide und Viehweide fruchtbar. i

Daurien, eine Landschaft in Sibirien , an der Grenze der sibe- §rischen Lartarey: wird von dkn Tungiise» oder Taguren, meistensHeiden, die von der Jagd und Viehzucht leben, bewohnt. Die Haupt-stadt heißt Nertschinks.

David, Jak. Lud. ein berühmter Französischer Mahler, geb.zu Paris >756. Er ging frühzeitig (1774) nach Rom, hielt sich meh-rere Jahre daselbst auf, und widmete sich vorzüglich dem Heroischenin der Historienmahlerei. Seine ausgezeichneten Talente für diese Gat-tung der Kunst entwickelten sich sehr bald, und die Italiener sahen sichgezwungen, ihm alle Achtung zu zollen, die sie sonst dem Ausländerso gern versagen. Noch höher stieg aber ihre Bewunderung, als Da- §vid im Jahr 1764, abermahls nach Rom zurück kam, und sein Mei-sterstück, den Schwur der Horakier, welchen ihm Ludwig XV 7 .nach einer Scene aus den Horatiern des Corneille zu entwerfen aufge-tragen hatte, unter ihren Augen vollendete. Kenner und Liebhaberbehaupteten einstimmig . daß dieses Stück unübertrefflich scy , und denGeist eines Raphael athme. Die Pariser fanden es als etwas nochnicht Gesehenes natürlich auch sehr schön, und David, der nun auch