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er konnte bei seiner Rückkunft nach Paris sich den ehemaligen Einflußnicht wieder verschaffen, und wurde endlich von dem verschlagenen Ro-bespierre, der in ihm schon längst einen gefährlichen Nebenbuhler ge-fürchtet hatte, gestürzt und auf das Schafott gebracht. Man nahmihn gegen Ende des Märzes 179z bei Nacht gefangen, brachte ihn vordaS Revolutionstribunal, und beschleunigte, aus Furcht vor unruhi-gen Bewegungen, seinen Prozeß so viel als möglich Schon am g.April mußte er, als angeblicher Feind der Republik, die Guillotinebesteigen. Er blieb bis auf den letzten Hauch standhaft und unerschro-cken, beschuldigte aber seine Richter geradezu der Parteilichkeit undBestechungen. Robespicrre frohlockte über seinen Tod, wie einst Sullaüber den Fall des Marius, mit welchem Danton vielleicht in mehre-rer Rücksicht verglichen werden könnte.
Danzig, cine große und feste Handelsstadt an der Weichselnicht weit von ihrem Ausflüße in die Ostsee, mit einem schönen Ha-fen. Sie ist jedoch nach alter Art gebaut und hat enge Gassen. DieZahl ihrer Einwohner ist ungefähr 48,000. Sie war vordem eine be-rühmte Hanseestadt. und stand seit »4L4 mit großen Freiheiten undPrivileg! n unter Pohlnische» Schutze, ergab sich aber im Jahr 179zdem König von Preußen. In dem Französisch. Preußischen Kriegewurde es vom 7. Marz rgo? an eingeschlossen, seit dem 24. April be-st ossen und mußte sich de» 2^. Mai ergebe». Durch den Friedens-schluß von Tilsit wurde die Stadt wieder für frei erklärt, auch ihrGrundeigentbum um ein bedeutendes verm hrt und selbst noch nach derim Dec mbcr 1807 zu Elbinq geendigten Grenzregulirung die AbteiOl'va, die Halbinsel Heia und der westliche Thcil von der frischenNährung dazu gebracht. Danzig steht itzt unter dem Schutze des Kö-nigs von Sächsin, in Verbindung mit dem König von Preußen. DieEinwohner treiben einen wichtigen Handel mit Getreide, Leder, Potta-sche, Wolle, Wachs, Talg, Lachs, Aquaviten u. dgl. Auch nochjetzt, obgl ich nicht mehr so stark , als sonst, geht ein großer ThcildeS Pvhlnischen Handels durch ihre Hände.
Danzig (Herzog von) s. Lefrbvre.
Danzig Or oder Danzikhor, eine in Danzig geprägteSilbermünze, welche daselbst so wie im ganzen Norden >8 Gr. gilt.
Daphne (Mytvl.), eine Tochter des Flußgottes Peneus, wur-de vorzüglich vom Apollo geliebt, der sie mit seiner Liebe unaufhör-lich verfolgte, so daß sie, für seine Bitten unempfindlich, endlich dieErde (»ach andern ihren Vater Peneus) anflchcte, sie in ihren Schooßaufzunehmeu: ihre Bitte wurde erhört; denn als sie Apollo mit aus-gesirecktcri Armen umfassen wollte, hemmte der Fuß Peneus ihre Flucht,aber die Füße wurzelte» plötzlich in die Erde, ihre Arme wurden zuZweigen, und Apoll umarmte einen — L orbecrbaum. Eben da-her war ihm dieser auch von nun an heilig.
Louis Claude Daquin, geb. zu Paris 1694, Organist an derKö»igl. Capelle zu Versailles, und mehreren Kirchen zu Paris —rinnmsicalisches Wunder. Schon in seinem sechsten Jahre ließ er sichvor Ludwig XlV. und dem ganzen Hofe auf dem Flügel bören. ImachlenJahre führte ercin vielstimmiges Beatus vir mit einerSimfonie