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fus gemacht, d. h. er hat in der Unterrichlsanstalt die Chirurgie durchalle Stufengänge vorschriftsmäßig erlernt.
Marcus Eurtius, ein junger vornehmer Römer, welcher sichim Jahr Ay2 nach Erbauung der Stadt Rom durch folgende Thal bc>rühmt gemachi hat. Auf dem Markte zu Rom öffnete sich eine Kluft,aus welcher schädliche Dünste empor stiegen. Man fragie deßwegendas Orakel um Rath, welches zur Antwort gab, daß die Kluft sichnicht eher wieder zulhun würde» bis sich ein Römer freiwillig hin«»gestürzt habe. Hierzu fand sich Eurtius, unter der Bedingung,daß ihm Z Lage lang alles das, womit er sich ei > Vergnügen machenwollte, gewähret würde. Nach Verlauf dieser Z Lage setzte er sich inseiner Rüstung zu Pferde und sprang in die Kluft, welche sich kurz daraufwieder geschloffen haben soll.
Luintus CurtiuS, hat eine Geschichte oder vielmehr einenRoman Alexanders deS Großen geschrieben, welche noch größten Theii-vorhanden ist.
Adam Philipp Graf von Cüstine, ein Französischer General,der durch seine unerwartete Erscheinung in den Rheingegenden imJahr17 >2, und noch mehr durch Großsprechereien, wozu ihm sein militä-risches Glück zu berechtigen schien, weft und breit alles in Bewegungsetzte. Sein Charakter war auS einem sonderbaren Gemisch von Po-pularität und Despotie zusammen gesetzt. Letztere schien ihm mehr na-türlich, als erstere, und schon vor der Revolution, wo er RegimcnlS-inhader war und auch den Amerikanischen Krieg mit machte, wurdeerdurch unzeitige Strenge gegen seine Untergebenen berüchtigt. Die Be-gierde sich auszuzeichnen bewog ihn, in der consiiluirenden National-versammlung das Interesse des Adels zu verlassen, und auf die Seiteder Patrioten zu treten. Seine Erwartungen wurden hier nicht ge-täuscht; durch ungestüme Popularität erwarb er sich mächtige Freunde,kam zur Rheinarmee und wurde, nachdem Luckuer außer Tbäiig-keit gesetzt worden war, Chef derselben. Nun war seine Sucht zuglänzen befriedigt. Jetzt konnte er den erschrockrnen Einwohnern derbenachbarten Städte Freiheitsbriefe ausstellen, und seine Manifeste,die er immer in großer Menge vorräkhig hatte, mit dem Machtspriichbeginnen: „Wir Adam Philipp Cüstine gebieten hiermit." Der Na-tionalconoent und die Jacobiner waren mit der Thatigkeit dicscs krie-gerischen Freiheitsapostels sehr wohl zufrieden »nd stellten ihnimJu»«i7yz an die Spitze der Nordarmee. Hier wurde er aber aus einmalvon seinem bisherigen Glücke verlassen. Einige Feinde, a» denen esihm so wenig als den übrigen Generalen der damahligen Epoche fehlte,wußten ihn anzuschwärzen und es so weit zu bringen, daß er vor dasPariser Revolutionsgericht gefordert wurde. Hier begann , nach dergewöhnlich tumultuarischei, Verfahrungsart dieses Tribunals, ein kur-zer Prozeß, und Cüstine mußte schon am 23. August die Guillotine be-steigen. Weil man befürchtete, daß einige Zeugen vortheilhast fürihn aussagen möchten, so hatte man den Gerichtssaal mit bewaffne-ter Mannschaft besetzt, um dadurch alle Anwesende abzuschrecken, et-was zu Gunsten des Generals zu unternehmen.