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liage, welcher immer nur von dem Adel beschickt ist, am 18. März1^5 der Beschluß gefaßt ward, durch eine Delegation das ganze Landi immittelbar und unbedingt dem Russischen Scepter zu unterwerfen.
! Diese Delegation ward bloß befugt, dem in Petersburg befindlichen, Herzog diesen Beschluß anzuzcigen, und ihn zu einer gleichen Untersversung auszufodern. Der Herzog, dem aus seinen dreien Ehen fünfPrinzessin«»» aber kein Prinz übrig war, hatte in der Hinaussichtms derer» Versorgung das Schlesische Fnrsienchum Sagan käuflich an» sich gebracht. Eurland , welches durch den Schiffbaren Fluß Dwi»
' na (nicht Dnicsier), woraus der Handel jedoch nur in den Häfen Li-la» und Windau von einiger Bedeutung ist, von Liefland abgeson-dert wird, und ein großcntheils fruchtbares Land an Getreide» Flachs,
^ Leinsamen, Hanf oc. ausmacht, wurde von Calharinen ll. in eineRassische Staathalterschaft unter dem Nahmen eines Gouoerne-mcnts von CUrlaub verwandelt; allein unter Paul I. erhielt dasHerzogthum seine ständische Verfassung rvieder. Gegenwärtig wirdknrland und Semgallen als Statthalterschaft Mi tau mit un-ter den Russischen Gouvernements begriffen.
Currende, (Lat. von currere, taufen) eigentlich das Lanfchor :«»runter man ein Chor armer Schulknaben versteht, die durch Sin--m vor den Thüren sich ihr Brod erbetteln müssen ! In manchen Ge»-enden heißt Currendc auch ein Umlauf in Kirchensachen, der durchKüster und Schulmeister von einem Pfarrer zum andern getragen wird,s» wie Circulare. s. dieß Wort. Auch die Büchse, in welcher so einUmlauf verwahrt ist, wird Currende genannt.
Current, s. Courant. Curreocis aoni, auch c. s. odera c. des jetzlaufenden Jahres. Curriculum Vitae: der Lc-tmslauf.
Cursiv, (Lat.) heißt in Bnchdruckercien. die etwas schicfliegen»
! »e Schrift, mit welcher man solche Wörter oder Stellen drucken zulassen pflegt, die vor dem übrigen ausgezeichnet werden sollen; schrä-gt Schrift. Cursorisch, fortlaufend, riähmlichso, daß man sichaicht lange verweilt oder aufhält; z. B. auf Schulen einen Autorgalten, Lat. oder griech. Schriftsteller kursorisch lesen, d. h. ihn »achm Reihe fortlesen und erklären, ohne sich mit unnöthigen Bemer-kungen und Erklärungen aufzuhalten. Eine kursorische Leckion wirdkr st ata rischen (stehenden, bei der man langsam zu Werke geht""d sich j„ umständlichere Erklärung einläßt) entgegengesetzt. Cursus,ugcntlich der Lauf. Es wird aber dlos uneigentlich gebraucht und heißt"> diesem Sinne der Bortrag einer Wissenschaft von einem gewissenbestimmten Umfange; oder der Inbegriff eines in Absätzen gegebeneni "Uenschafklichen Unterrichts; kurz: der Gang oder Lehrgang. Derllukerricht in der Geschichte wird z. B. in mehrere Cursus eingelheilt;i>n andrer wird der kleinern, ein andrer der mittler» und noch einandrer der erwachsenen Jngend crkheilt. Der eine Cursus ist kürzer"ud leichter; der andre ausführlicher und höher u. s. n>. Der aca-«mischx Cursus (in einer etwas andern Bedeutung) ist der Inbegriff»Vs dessen, waS man auf der Academie zu hören »der zu lernen hak.vb-r: ein Beflissener der Wgndarzneßkunst hat de» chirurgischen Cur-