Druckschrift 
1 (1812) [A - D]
Entstehung
Seite
431
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Lus Cyk 4Zr

Cusev oder Tuzc», eine Stadt in Peru im südlichen Ameri-ka, fast so groß wie Lima, und vormals die Residenz der Pncas oderKaiser von Peru, bei deren Eroberung die Spanier ungeheure Schätzefanden. Das dasige Bisthum steht unter dem Erzbischof von Lima.

Eustos, (Lat.) eigentlich Hüter. Insonderheit ein Kirchner,Küster, Meßner. Auch bei den hohen geistlichen Stiftern heißt einervon den sechs Prälaten Custos. Inden Klöstern ist es derjenige, derbei den Üoris die Glocken läuten, die Lampen anzünden und auslö-scheu, die Opfer und Allmoscn austheilen und Brod und Wein zumMeßopfer bereit halten muß. In der Buchdruckersprache heißt Cu-stos die am Fuße jeder Seite abgesetzte Sylbe, welche den Anfangder folgenden Seite andeutet; wodurch oerbäthet werden soll, daßman im Lesen keine Seite oder kein ganzes Blatt Überschläge. InderTonkunst ist Cvstos ein Zeichen am Ende einer Notenzeile, mit wel-cher der Anfang der folgenden Zeile angedeutet wird. Custodie,die Wache, das Gefängniß.

Lurhaoen, ein Amt und Dorf nebst einem kleinen Hafen,eine Viertelstunde von Ritzcbüttcl an der Elbe, wo sie in die Nordseefällt. Der Ort gehört nach Hamburg.

Cyane, die Kornblume. Cyanit, eine Talk-Steinart im Salz--kirgischen, in der Schweiz rc.

Cybele, (Mythol.) eine berühmte Göttin der Fabel, und zwareine der vornehmsten Gottheiten der Phrygier, welche zuerst den Gok,tesdicnst derselben eingeführt, und ihn mit großem Lärmen gefeiert ha-ben. 'Der Gottesdienst der Cybele hat sich auf die Römer ja auch aufdie Gallier fortgepflanzt. Die Alten haben die Cybele immerfort, theilsmit der Erde, theils mit der Rhea verwechselt; wahrscheinlich gab esmehrere Göttinnen dieses Rahmens. Man bildete sie als ein starkesFrauenzimmer, das nahe an der Niederkunft ist, um die Fruchtbar-keit der Erde anzuzeigen, worauf auch ihr übriger Aufzug anspielte.Vergl. Atps und Korybanten.

Der Cyclus (a. d. Griech.) heißt eigentlich der Zi r k el. Inder Chronologie nannte man bei der Anfangs, w>e natürlich, nochsehr unrichtigen Zeitrechnung der Griechen gewisse zum Behuf der Zeit-rechnung gemachte Perioden so, weil sie immer von vorn anfangeu,und gleichsam tm Zirkel umhergehen. Sir waren Nicht nur nach Ver-schiedenheit der Zeiten» sondern auch zu gleicher Zeit in den verschiede-nen Staaten oder in den eroberten Ländern unter einander verschieden.Daher denn auch oft bei den griechischen Schriftstellern Jahre undMonate so verschieden angegeben werden, und sie selbst unter einanderbei Bestimmung gewisser Feierlichkeiten oder sonstiger Begebenheiten»vn einander abweichen.

Die Cpkloprn, (Mythol.) die Schmiedeknechte des Gottes«ulkan, welche dem Zupiter seine Donnerkeile schmiedeten. Manlab ihnen eine riesenmaßige Gestalt» und nur ein Auge mitten in der»tirne.

Der Cy linder» eine Walze, Rolle, gleichweite gerade Röhre.

, Die Cymbel» Cymbal, der den Alten rin Znstr ment von Erz,zwei hohlen Becken ähnlich, welch«, mit den flachen Händen zusuni?