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1 (1933) Einleitung, Exempla und Auszüge aus den Predigten des Caesarius von Heisterbach
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I. Die schriftstellerische Tätigkeit des Caesariusvon Heisterbach.

Caesarius selbst hat in Form eines Briefes an Petrus, den Abt-von Marienstatt (Locus sancte Marie), uns eine Listeseiner gesamten Schriftstellerei hinterlassen, die die feste Basis für dieBeurteilung seiner mannigfachen Werke bilden muß. Hierin weist erzunächst auf die Beliebtheit seiner Schriften hin, da man überall nachihnen teil« zum Lesen, teils zum Abschreiben verlange. Er habe des-halb seine kleineren Werke zu einem einzigen Bande vereinigt: 'uni-versa opuscula mea minora que ab adolescencia usque ad presens edidiin uno volumine collegi, ut ex hoc qualia, quanta vel quot sint cogno-scere valeatis'. Aus diesem Satze, sowie aus den folgenden Worten:'Est et alia causa que ad hunc laborem (zur Abfassung dieses Corpus)amplius me urget' kann man die von Schönbach 1 S. 11 geäußerte An-nahme gelten lassen, daß einem besonderen Sammelbande seiner opus-cula minora dieser Brief als Widmung voraufgeschickt worden sei. Eswird ein solcher Band auch stattlich genug ausgefallen sein. Davon hatsich nirgends eine Spur erhalten. Es kann sich wohl dabei nur um dieVereinigung einer Auswahl kleinerer Traktate handeln, ähnlich wie sieetwa in der Berliner Hs. (s. u.) auf den Brief unmittelbar folgen undauf deren Zusammenfassung vielleicht Caesarius ein besonderes Ge-wicht gelegt hat. Er weist ferner auf die Nachlässigkeit beim Kopierenseiner Schriften hin: noch bevor er die letzte Hand zur Korrektur an-gelegt habe, seien einige Traktate, Homilien, Predigten wie Mirakelim voreiligen Ungestüm leihweise abverlangt, ohne sein Wissen kopiertworden, und diese Abschriften, unter denen eine Nonnenarbeit sichdurch besonders starke Verunstaltung des Textes ausgezeichnet habe,seien jämmerlich ausgefallen. Das habe ihn freilich veranlaßt, alles ge-hörig und gewissenhaft durchzusehen, besonders auch Textstellen rich-tigzustellen, damit sein literarischer und theologischer Ruf nicht dar-unter zu leiden habe. Seine Werke habe er teils zur eigenen Uebungspontan, teils auf Bitten Fremder abgefaßt, und in diesem Falle gebendie Wiidmungsbriefe Kunde hiervon. Jene kleineren Traktate, soweit siein einem Bande Platz hätten, seien nicht in historischer Entstehungs-folge, sondern nach der Ordnung der Bücher der hl. Schrift, die dieThemen dazu lieferte, angeordnet worden. Schließlich zählt Caesariusfür den Adressaten seine sämtlichen Schriften, so wie sie historischentstanden seien (secundum ordinem), auf.

Diese Epistola ad dominum Petrum priorem deLoco sancte Marie in diversa ejus opuscula ist bishersechsmal, aber stets mangelhaft abgedruckt worden: