Druckschrift 
Neben-Recess Zwischen Dem Durchleuchtigsten Fürsten und Herren, Herren, Friederich Wilhelmen, Mraggraffen zu Brandenburg, des H. Röm. Reichs Ertz-Cämmerern, und Churfürsten in Preussen, zu Magdeburg, Gülich, Cleve, Berge, Stettin, Pommern der Cassuben und Wenden, auch in Schlesien, zu Crossen und Jägerndorff Hertzogen, Burggraffen zu Nürnberg, Fürsten zu Halberstatt, Minden und Camin, Graffen zu der Marck und Ravensberg, Herren zu Ravenstein, und der Lande Lawenburg und Butau. Und Dem Durchleuchtigsten Fürsten und Herren, Herren, Philipp Wilhelmen, Pfaltz-Graffen bey Rhein, in Bayern, zu Gülich, Cleve und Berge Hertzogen, Graffen zu Veldentz, Sponheim, der Marck, Ravensberg, und Mörß, Herren zu Ravenstein. Uber den Punctum Religionis und andere Geistl. Sachen, in denen Gülich-Clevischen und angehörigen Landen : Nach dem Exemplar vom Jahr Christi 1666
Entstehung
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(30) Nr.mirten und Lutherisen Religion Predigern, an dem Orth ih-res Domicilii alle Geistliche Freyheit, vor ihre Persohn, und vordie zu Ihren habenden Pfarren gewidmete Gütere, wie und wodieselbe im Lande gelegen, indifferenter geniessen, dieselbe mitLand=Steuren und dergleichen Lasten über das Herkommen, widerRecht und Gebühr nicht beschwert, auch niemanden ein Steur-Contingent, welches wegen Güter, so zu einem Beneficio gehö-ren, und ein ander in Besitz hat, gegeben werden muß, auffge-bürdet werden, wie nicht weniger dem Römisch=Catholischen Ordinario, Archi-Diaconis, Praelatis, Capitulis, ProvincialibusAbten, Prioren, und anderer geistlichen Obrigkeit, auch Præsidi-bus & Moderatoribus Synodorum aut Classium zugelassen seynsolle, denen Geistlichen-Rechten auch eines jeden Orden und Regulzufolg, ad Visitationem & Correctionem Vitae & Morum, auchEinführung und Unterhaltung Geistlicher-Disciplin zu verfah-ren, die Evangelische Prediger sollen bey ihrer Kirchen-Ordnung,Statuten, Gebräuchen, Gewohnheiten Ceremonien, und Dis-ciplin, auch Besuchung der ordentlichen Conventen, senderlichbißhero gewöhnlichen General Provincial, Synodal, Classical, Pres-byterial-Versamlungen, ungehindert gelassen werden, auch nie-mand an andere bey seiner Religion nicht gebräuchliche KirchlicheCæremonien und Statuten, als daß die Evangelische bey den Catholischen Procession Graß streuen, Mayen fahren, und Creutztragen, verbunden seyn, noch jemand dem Evangelischen mit demSendt beschweret, sondern seiner Ubertrettung holber von Uneoder unsern Beambten der Gebühr nach angesehen, noch jemandmit solchen und dergleichen Caeremonien, wider seinen Willengraviret werden, noch der Evangelische mit Abforderung einigerJurium Stolæ wan sie in= oder ausser dem Orth ihre Wohnung undPfarr=Kirchen Kinder tauffen lassen, oder zur Ehe durch ihrenPrediger eingesegnet werden, (wobey wan von verschiedenenReligionen Heyrathen geschehen) beyderseits Geistliche, doch einjeder von seiner Religions-Verwanten, ihre gewöhnliche Juraforderen