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14 (1847) Sueven bis Viterbo
Entstehung
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Vegetabilien Veit 595

kungen bereicherte. Auch hat er sich um die Vergleichung der Maße und Gewichte in denverschiedenen Ländern Europas verdient gemacht durch sein „Natürliches Maß-, Münz-und Gewichtssyflem" (herausgcgeben von Kreil, Wien 1893).

VegctübiUeu heißt so viel wiePflanzcn (s. d.); Vegetabilisch Alles, was zuden Pflanzen gehört oder aus ihnen bereitet wird, und Vegetation das Pflanzenleben.Das Wort stammt von dem lat. ve^stn.-, d. i. munter, gesund, und bezeichnet daher eigent-lich das Wohlbefinden und das dadurch beförderte Wachöthum der Pflanzen.

Vegetiuö Nenätus (Flavius), um 386 Ehr., verfaßte eine „Lpitome inntitutio-num rei miiitnris" in fünf Büchern, welche zwar nur eine Compilation aus frühem Schrif.ten gleiches Inhalts und durch manche Anachronismen und Vertauschungen anderer Artentstellt ist, aber durch Einfachheit der Sprache sich empfiehlt und bei dem Verluste der Quel-len, aus denen er schöpfte, für die Kenntniß des röm. Kriegswesens noch immer einen hohenWerlh hat. Gute Ausgaben besitzen wir von Scrivcr (2 Bde., Antw. >607, 4.; auch Leyd.1644) und Schwebe! (Nürnb. >767,4.), deutsche Übersetzungen von Meinecke (Halle >899)und Lipowsky (Sulzb. >827). — Dagegen ist das unter dem Namen eines gewissen Pu-blius Vcgetius, auch Veterinarius, bekannte Machwerk über die Thicrarzncikundc,„Viü V Ster!, IUI iu sivs Iiiiiloineilieinu" in sechs Büchern, eine elende Übersetzung der griech.„Hippiatrika", die ein bornirter Mönch des 12. oder l .7. Jahrh. gemacht zu haben scheint.Die beste Bearbeitung gab Schneider in den „Scriptores rei rusticae" (Bd. 4, Lpz. 17S7).Vehmflerichte, s. Femgerichte.

Veilchen (Viola), eine artenreiche Gewächsgattung, die ihrer schönen Blüten halberbeliebt ist. Außer der Viola tricolor, dem Stiefmütterchen (s. d.), ist zunächst zu be-merken das dunkelblau blühende Märzveilchen (Viola oclorata) das wie die meisten übri-gen Arten eine geruchlose, bittere und brechenerregende Wurzel hat, die nicht mit der Veil-chenwurzel, welche wie Veilchen riecht und den Kindern gegeben wird, um ihnen dasZahnen zu erleichtern, verwechselt werden darf. Jene ist nämlich der knollige Wurzeltheilder florentin. Schwertlilie (Iris tlorsutins), welche in Oberitalien, namentlich um Florenz,häufig auf den Feldern angebaut wird. Die brechenerregende Eigenschaft in der Wurzelbesitzt besonders dasJpecacuan ha Veilchen (Viola Ijiscacuanlia), von welchem niandie weißholzige Brechwurzel herleitet.

Veit (Philipp), einer der ausgezeichnetsten unter den jetzt lebenden deutschen Malern,wurde am > 3. Febr. 1793 zu Berlin geboren. Von mütterlicher Seite von Moses Mendels-sohn abstammcnd, wurde er durch die zweite Ehe seiner Mutter Stiefsohn Friedrich Schle-gcl's, der in ihm den Grund zu der frommen mystischen Richtung gelegt zu haben scheint,welche aus allen seinen Bildern spricht. Nachdem er in Dresden seine Vorstudien gemacht undam Befreiungskriege Theil genommen, schloß er sich seit I8lö in Noni an die romantischeSchule an und betheiligte sich neben Cornelius, Overbeck und Schadow an dem ersten großenWerke derselben, den Fresken zur Geschichte Joseph's, in der Villa Bartholdy. Seine „Sie-ben fetten Jahre", ein Bild des fröhlichsten Überflusses, gehören zu dem Besten, was die neueredeutsche Kunst geleistet. Auch der „Triumph der Religion" in der vaticanischen Galerie,und die Scenen ausDante's „Paradies" in der Villa Massimi, sowie das große Altarbild inTrinitä de Monti zu Nom, Maria als Himmelskönigin, machten das größte Aufsehen. AlsDirector an das Städcl'sche Kunstinstitut nach Frankfurt am Main berufen, schuf er eineReihe von Meisterwerken, welche großcntheils auch im Stich oder Steindruck erschienen sind.So der heil. Georg (in der Kirche zu Bensheim), die beiden Marien am Grabe, mehrePortraits und vorzüglich das große Frescobild im Städel'schen Institut, das Christenthum,welches Bildung und Kunst nach Deutschland bringt, nebst den beiden Ncbenbildern Jtaliaund Germania. Dieses Werk, welches von Manchen als das vorzüglichste neuere Fresco-bild Deutschlands betrachtet wird, zeigt V. in seiner ganzen Größe; frei von beschränkterAscese, hat er mit hohem symbolischen Gehalt eine große naive Schönheit des Einzelnen ver-bunden; Stoff und Composition, Gedanken und Darstellung stehen !m schönsten Gleich-gewicht. Außerdem besitzt das Institut noch den „Schild des Achilles", nach Homer restau-rirt, zum Beweise, wie frei und unbefangen die Auffassung V.'s bei seiner religiösenRichtung