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15 (1848) Vitet bis Zwolle und Universalregister
Entstehung
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Doge! (Wilh.) Vögel 5

lösung derselben eintrat, folgte D. 182-1 dem Rufe als Direktor der hohem Stadtschule zuKrefeld. Im Z. 1832 wurde er an Eedicke's Stelle als Director der Bürgerschule nachLeipzig berufen, deren dringend nothwendigc Reorganisation er nun durchführte. Die vor-herrschende Neigung für praktische Wirksamkeit gab auch seinen schriftstellerischen Arbeitendie Richtung auf das Praktische. Wir erwähnen das „Lesebuch für Schule und Haus"(l O.^lufl., Lpz. 1845), das „Engl. Lesebuch" (2.Aust-, Lpz. 1839) und den „Schulatlasder neuern Erdkunde" (2. Aust., Lpz. >839), in welchem durch Randzeichnungen alle geo-graphischen Hauptmomente der Erdkhcile und Länder Europas versinnlicht sind, damit sonach Herbart's Ansichten die Geographie als associirende Wissenschaft in die Schule einge-führt werden könne. An denselben schließen sich an „Über die Idee, Ausführung und Be-nutzung des SchulatlaS" (2. Aust., Lpz. >843); „Eeschichtstabelle auf geographischemGrunde" (Lpz. 1844); „Die Staaten des Deutschen Bundes" (Lpz. > 844), und „Natur-bilder" (2. Aust., Lpz. 1846). Außerdem gab er heraus ein „Schulwörterbuch der deutschenSprache" (Lpz. 1841); „Die Bürgerschule zu Leipzig im I. 1842"sLpz. 1842); mit demLehrer Pompper „Leitfaden der Naturgeschichte für Mädchenschulen" (2Abthl., Lpz. 1345),und „Germania, deutsches Lesebuch" (Lpz. >847). Seit der Mitte des J. 1849 hat V. auchdie Mitredaction der in Darmstadt erscheinenden „Allgemeinen Schulzcitung", hauptsächlichzur Vertretung und Förderung des Bürger-, Real- und GewerbsschulwesenS übernommen,und im I. 1845 mit dem Director der Realschule in Kassel, H. Gräfe, die Gründung einerjährlichen Versammlung der deutschen Nealschulmänner veranlaßt.

Vogel (Wilh.), Schauspieler, geb. >772 zu Manheim, studirte anfangs Medicin,trat jedoch aus Neigung unter Schröder in Hamburg zur Bühne. Aber seine Neigung hatteihn getäuscht; er brachte cs nur zur Mittelmäßigkeit. In der Meinung, man sei ungerechtgegen sein Talent, übernahm er eine Direction und spielte mit einer guten Gesellschaft von1798—1898 in Strasburg, Mainz, Worms, Karlsruhe u.s.w. Im 1.1898 wurde seineGesellschaft für das Hoftheatcr in Karlsruhe engagirt, V. aber verschmähte deren fernereLeitung, weil er einer Intendanz untergeordnet sein sollte, und zog mit einer kleinen Gesell-schaft drei Jahre lang am Rhein und in der Schweiz umher. Im 1.1814 wurde erGcneral-secretair des Theaters an der Wien, übernahm bald die Leitung desselben ganz und führte siebis 1824; dann trat er zurück und lebte zehn Jahre vergessen in Wien. Hierauf kam er mitseiner vielversprechenden Pflegetochter, Klara Hirschmann, wieder auf den Schauplatz; dieseaber starb nach drei Jahren und V. zog sich wieder nack Wien rurück . Als Dicb ter ist erweit bedeutender wie als Schauspieler; seine Stücke„^Glgich>.a ml7"Meichem", „Reueund Ersatz", „Der Erbve rtrag", „König nno Wiubenheizer", „Das Majorat", „Die vierSterne", >,Däs Duellmandat", „Karl XII.", „Christine von Schweden", „Witzigungen",„Ein Handbillct Friedrichs II." u. s. w-, haben großen und gerechten Beifall gefunden undsind unzähligem«! gegeben worden; sie haben mit Jffland und Kotzebuc, deren Schöpfungensie ähnlich sind, erfolgreich gewctteifert und manchen Sieg errungen. Große und werthvolleDichtungen sind V.'s Werke allerdings nicht, aber Stücke, wie sie die Bühne für ihreAlltagskost so sehr bedarf. Er starb 1844 zu Wien im Elend.

Vögel bilden die zweite Elaste des systematisch eingetheilten Thierreichs, gehören zuden warmblütigen Wirbelthieren und unterscheiden sich von den Säugthiercn durch die Artder Fortpflanzung. In ihrer Gestalt wiederholt sich zwar die Grundform des Säugkhiers,indessen erfahrt diese bedeutende, durch die eigcnthümliche Bewegungsart des Fluges nöthiggemachte Abänderungen. Zu den äußerlich auffallenden Umgestaltungen gehört besondersdie hohe Entwickelung der Brustgegend und die daher entstehende kahnförmige Figur desLeibes, welche sowol das Schwimmen als das Fliege» erleichtert. Mit Ausnahme eineseinzigen flügellosen (des Neuseeland. Apteryx) haben alle Vögel vier Glieder, die jedoch inihrem Längenverhältniß und ihrer Form je nachBedürfniß und Bestimmung mannichfachcmWechsel unterworfen sind. Fast an allen Theilen des Leibes läßt dieBestimmung zum Flugesich Nachweisen. Nicht nur ist ein großer Theil der stets markloscn Knochen hohl, sondern esliegen auch zwischen den Platten des Schädels und Brustbeines zahlreiche Zellen; alle dieseRäume können mittels der Athmung willkürlich mit Luft so angefüllt werden, daß das speci-fische Gewicht des Körpers sich vermindert. Da die Flugbewegung mehr Kraftaufwand