3)itet (Ludovic), franz. Literat, geb. zu Paris >80», studirte seit 1819 in der Nor-malschule und bekheiligte sich dann seit I82< am >,Linke". Seine Verbindung mit denDoctrinaires verschaffte ihm 183» die von Guizot gestiftete Stelle'eines Generalinspectorsder franz. Alterthüiner, die er > 83-1 mit der Stelle eines Generalsecretairs im Ministeriumdes Handels vertauschte. Jm J. 1836 wurde er Staatsrath im ordentlichen Dienste und18-itt Mitglied der franz. Akademie. V. beabsichtigte früher die Geschichte der alternfranz. Städte zu schreiben; von diesem großen Unternehmen ist bis jetzt nur die „blistoüe cleIn ville et clu Port cle I),e;>;ie" (2 Bde., Par. 1833) erschienen. Seinen eigentlichen litera-rischen Nus verdankt er den dramatisirten historischen Darstellungen „I^es Imi-ricacles" (Par.1826), „i.es etats eis Llois" (Par. 1827) und „I.U mort cle Üenii III" (Par. 1829),welche unter der gemeinschaftlichen Bezeichnung „Scenes lüstorigues" zusammengcfaßtwerden. Diese Scenen, denen es an poetischer Einheit und Abrundung'mangelt, sind in derAusmalung des Einzelnen oft sehr gelungen und wahrhaft dichterisch. Eine Sammlungseiner kleinern Schriften veranstaltete V. 1817 in zwei Bänden, von denen der eine dieliterarhistorischen, der andere die kunstgeschichtlichen Aufsätze enthält.
Vitriol ist die allgemeine Benennung der schwefelsauren Salze mit metallischer Basis.Als Handelswaaren kommen drei Sorten vor, nämlich Eisen-, Kupfer- und Zinkvitriol.Der Eisenvitriol, auch grüner Vitriol oder Kupferwasser genannt, ist eine ingrünen Krystallen sich darstellende Verbindung von Eisenoxydul mit Schwefelsäure, welchesich an der Luft durch Aufnahme von Sauerstoff an der Oberfläche allmälig mit gelbemStaube überzieht, der aus schwefelsaurein Eisenoxyd besteht. In starker Hi tze aibt de r Eisen-Vitriol seine Säure her und wird daher zur Be reitung d ex22ch»»efelfekM7'Mliißt, die hiervonauch den Namen Vitrliplll sich»« L> ch>v c'sTTsi) Man erhält ihn hauptsächlich ausEisenkiesen Verbindungen von Eisen und Schwefel, die man rostet und mit Wasserbesprengt, wodurch Erhitzung und Aufnahme von Sauerstoff aus der Lust erfolgt, durchden sich der Schwefel in Schwefelsäure, das Eisen in Eisenoxydul verwandelt, die sich nunzu Eisenvitriol verbinden, den man dann durch Auslaugen mittels Wassers, Reinigungdurch Absitzen, Einsieden undKrystallisation für sich erhält. Der Kupfervitriol, auchblauer, cyprischer Vitriol oder Ealizenstcin genannt, besteht aus Kupferoxyd undSchwefelsäure, enthält saphirblaue Krystalle und kommt bisweilen natürlich in Krystallenoder aufgelöst in Cämcntwasser, z. B. zu Neusohl in Ungarn, vor. Übrigens bereitet manihn aus Kupferkiesen, oder man cämentirt Kupfer, auch Messing, mit Schwefel und löschtdie glühenden Bleche im Wasser ab, das sich dadurch mit Vitriol sättigt. Fabriken dieserArt gibt cs zu Neusohl, Rothenburg, Marseille, Winterthur, Hof und Goslar. DerweißeoderZinkvitriol, auch weißerGalizenstein oder Erzalaun genannt, istschwefelsaures Zinkoxyd und kommt im Handel in zuckcrähnlichen Klumpen vor. Zu Goslarwird er aus Zinkerzen durch Verwittern, Auslaugen und Krystallisation erhalten; die Kry-stalle schmelzt man und läßt sie wieder erstarren. Da die Zinkerze Eisen, Blei, Silber undKupfer enthalten, so ist dieses Salz nie rein. Ein in Salzburg gewonnener Vitriol, der so-genannte doppelte Adler, ist ein Gemisch aus Eisen-, Kupfer- und Zinkvitriol; deradmonter Vitriol aus Steiermark dagegen besteht aus Kupfer - und Eisenvitriol. ZurSchwarzfärberei werden beide Sorten dem reinen Eisenvitriol vorgezogen. Jetzt macht manConv.-Lex. Neunte Aufl. XV. 1