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15 (1848) Vitet bis Zwolle und Universalregister
Entstehung
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Vließ

Vocale

Apollomus aus Perga, gleichen Inhalts („vivinstia in gnsrtnm Oonicarum ^^>c>IIon^^kergaei", Flor. >659, Fol.), zu ersetzen, indem es sich, als einige Zeit nachher das ganzeWerk des Apollonius in einer Bibliothek zu Florenz aufgesunden wurde, zeigte, daß V. nichtnur den Sinn des alten griech. Mathematikers richtig getroffen, sondern Manches sogar besserals Jener ausgeführt hatte.

Vließ, entstanden aus dem lat. vellus, bedeutet ein Schaffell mit der Wolle oder auchdie abgeschorene Wolle, die noch vollkommen zusammenhängt, wie sie auf der Haut gestandenhat. In der griech. Sagenlehre ist besonders das Goldene Vließ zu Kolchis berühmt,welches Jason, der die Fahrt dahin mit den Ar genau tenss.d.) unternahm, zurückholte.—DenOrden des goldenen Vließes, welcher einer der ältesten und angesehensten welt-lichen Ritterorden ist, stiftete Herzog Philipp III. von Burgund am 16. Jan. 1136 zuBrügge bei Gelegenheit seiner dritten Vermählung mit Isabelle, der Tochter König Jo-hann's I. von Portugal. Dieser Orden sollte den Zweck haben, die Kirche zu beschützen.Herzog Philipp erklärte sich zum Großmeister desselben und setzte fest, daß diese Würde aufseine Nachfolger in der Regierung übergehen solle. Der Herzog Philipp selbst vermebrte dieanfangs auf 24 festgesetzte Zahl der Ritter >431 um sieben, und Kaiser KarlV. um 2» neueMitglieder. Auch verordnete Letzterer, daß die eigentliche Ordcnskette nur an gewissen feier-lichen Tagen, für gewöhnlich aber blos das Goldene Vließ am rothseidenen Bande getragenwerden sollte. Auch die Ordensklcidung wurde abgeändert, und das letzte Ordenscapitel1559 zu Gent gehalten. Als nach dem Tode Karl's V. die burgund. Besitzungen an dieburgund.-span. Linie des Hauses Ostreich gefallen waren, übten die Könige von Spaniendas Amt eines Großmeisters dieses Ordens aus; nachdem aber Karl III. (als röm. KaiserKarl VI.) nach Endigung des span. Erbfolgekriegs die span., nachher östr. Niederlande1515 erhalten hatte, behauptete er, gegen den span. Hof, sein Recht auf diese Würde; dochwurde darüber nichts entschieden, und cs wird daher seitdem sowol von Ostreich wie vonSpanien der Orden des Goldenen Vließes verliehen. Die Ordenskette ist jetzt ausschließenddie Dccoration des Großmeisters; die Ritter erhalten blos das Ordenszeichen, das sie aneinem rothseidenen, um den Hals gehenden Bande auf der Brust tragen. — Einen Ordender drei goldenen Vließe stiftete Napoleon zu Schonbrunn am 15. Aug. 1869; dochist derselbe niemals zu Stande gekommen.

Viiesssngen, eine stark befestigte Stadt auf der Südseite der Insel Walcheren, die zuder niederländ. Provinz Zeeland gehört, liegt an der Mündung der Westerscheld e, wel che sieganz beherrscht, und steht durch einen Kanal mit Mid delburs in " mit

Einschluß der m»-st ->^ iN der Sitz einer Admiralität und

eines Seedepllkkkknenks. Unter den Gebäuden zeichnet sich das Stadthaus auf dem Markt-platz aus. V. ist ein sehr bedeutender Kriegshafen, in welchem fortwährend ein Theil derniederländ. Kriegsflotte liegt, und deshalb vollständig mit allen zum Bau, zur Ausrüstungund Aufbewahrung der Kriegsschiffe nöthigen Anstalten, als Werften, Docken, Arsenälcn,Magazinen, versehen.

Vocale sind in der Sprache diejenigen Laute, welche mittels der durch den Kehlkopfhervorgebrachten Stimme blos durch die in verschiedenen Richtungen mehr oder weniger er-weiterte oder verengerte Mundhöhle gebildet, und weil sic ohne Hülfe eines andern Lautessich aussvrechen lassen, auch Selbstlauter genannt werden, wie a, c, i, o, u. Da zur Her-vorbringung jedes Vocals ein Hauch erfodert wird, so zerfallen die Vocale selbst, je nachdemdieser Hauch schwächer oder stärker, weich oder hart ist, in sanftg eh suchte (vocales lensHund sch arfgeh au chte (vocales ssparse). Außerdem theilt man sie nach der Ouantitätin kurze, lange und mittelzeitige. Zwei Vocale zusammengesprocken machen den Diph-thong (s. d.) aus. Die Vocale nehmen aber wie die Consonanten (s. d.) ihre besondereGestalt erst durch die Einwirkung der bei ihrer Hervorbringung thätigen Sprachwerkzcugean und heißen daher auch, weil man jene Gestaltung die Artikulation oder Gliederung der-selben nennt, articulirte Laute. Ebenso werden sie wie die Consonanten in den meistenSprachen durch besondere Schriftzeichen äußerlich dargcstellt und nur die semitischen Spra-chen bezeichnen dieselben durch Punkte und Striche theil- unter, theilS über den Consonanten.

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