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12 (1847) Regalien bis Schottische Philosophie
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758
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758 Schottland (Geschichte)

Nach der Vermählung ihrer Tochter hielt sich die Regentin für stark genug, um ihre undihrer Brüder Gesinnungen gegen den schot. Protestantismus z'u offenbaren. Mit Hülst desGrafen Arran und dessen Bruders, des Erzbischofs von St.-Andrcws, stellte sic die strengenKeßergefthe her und errichtete ein Glaubensgericht, das die abgefallenen Geistlichen bestrafenmußte. Ein Aufruhr, den 1559 die Verurtheilung eines Predigers zu Perth veranlagte,rief endlich den protestantischen Adel unter die Waffen. Unter Anführung dps Jak. Stuart,eines unehelichen SohnesJakob's V., nahmen dieProtestantenPerth ündEdinburg, schlossenaber schon im Juli 1559 mit dem Hofe einen Vertrag, in welchem die Regentin Glaubens- sfrciheit und Entfernung der stanz. Kriegsvölker versprach. Indessen erfolgte in Frankreichdie Thronbesteigung Franz's II., und dieses Ereigniß gab den Güssen und ihrer Schwester, !der Regentin, Muth, den Schotten gegenüber ihre Politik rücksichtslos zu verfolgen. Noch !im Herbste 15 5 9 erschien bedeutende stanz. Verstärkung; die Protestanten wurden bedrückt; dieschot. Verfassung erlitt mehrfache Antastung. Die protestantischen Stande zogen deshalbwiederum zu Felde, würden aber diesmal erlegen sein, hätte nicht die Königin Elisabeth vonEngland im Jan. 1560 an die Westküste eine Flotte und im Apr. ein Landheer zu ihrer Un-terstützung geschickt. Die Franzosen mußten sich vor der Übermacht nach Leith zurückziehen.

In diesen Wirren starb die Regentin, Marie von Guise, und die Parteien beeilten sich, einenFrieden zu schließen, der am 30. Juli 1560 zu Stande kam. Franz I. und Maria Stuartlegten hiernach den engl. Königstitel ab; die stanz. Truppen räumten S. und die schot.Stände erhielten das Recht, die Kirchenreformation vollends durchzuführen. Der Sieg desProtestantismus war hiermit entschieden; nur im Hochlande bewahrte der alte Glaube nocheine starke Partei. Unter dem Einflüsse des gewaltigen Reformators Kn ox (s. d.) wurdevon den Ständen, nach dem Muster der engl. Gemeinde zu Genf, die Presbyterialkirche ein-geführt, deren republikanische Formen am stanz. Hofe den höchsten Unwillen erregten. DieHälfte der Kirchengüter fiel'in die Hände des protestantischen Adels.

Schon hofften die Katholiken auf Frankreichs Einschreiten, als der Tod Franz's U- die ^Königin Maria Stuart >501 auf'ihren angestammten Thron zurückführte. Angefeindetund verlassen, mußte sieversprechen, den Zustand derschot.Kirche, wiesie ihn bei der Ankunft ,gefunden, nicht zu stören. Auch sah sic sich genökhigt, die Leitung des Staats den Prote- >stauten zu überlassen. Ihr Halbbruder, Jak. Stuart, den sie zum Grafen von Murray er-hob, und der gewandte Maitland von Lethington standen an der Spitze der Verwaltung.Erst die Vermählung der Königin mit Darnley, dem Sohne des Grafen Lenox, störte ernst-lich das friedliche Verhältniß. Darnley verdrängte Murray und dessen Freunde von derStaatsverwaltung und begünstigte dagegen bei Hofe die Katholiken, die zur Herstellung desalten KirchenthumS antrieben. Die Königin sammelte 1565 unter dem Vorwände, dasReich gegen äußere und innere Feinde zu schützen, ein Heer, weshalb auch Murray seine An-hänger unter die Fahne rief. Indessen wurden die Truppen Murray's leicht zerstreut, unddie Häupter des Aufstandes mußten nach England fliehen, wo sie die Königin Elisabeth gut .aufnahm. Dieser Sieg und die Ermunterungen aus Frankreich ließen Maria Stuart die jfrühere Mäßigung gänzlich vergessen; sie traf offen Anstalten, um das Land dem Katholi- >rismus mit Gewalt zu unterwerfen. Ihre persönlichen Verhältnisse, die Ermordung Niz-zio's (s. d.), ihr Liebeshandel mit dem Grafen Bothwell, endlich >567 die geheimniß- .volle Ermordung König Darnley's, gaben jedoch ihrem eigenen wie des Landes Schick-sal eine neue Wendung. Wiewol die Mehrzahl der Nation die Unthat dem Grafen Both- Iwell zuschricb und die Königin selbst der Mitwissenschaft beschuldigte, wagte Maria doch,sich einige Monate später mit dem wahrscheinlichen Mörder ihres Gemahls zu verheirathen.Dieser unwürdige Schritt und die Umstände, welche sich daran knüpften, verletzten alleStände des Volks aufs tiefste. Als sich Bothwell sogar des jungen Thronerben, des Soh-nes Maria's aus der Ehe mit Darnley, zu bemächtigen suchte, zog der Adel ein Heer zusam-men, das im Juni 1567 zu Carberry auf die Truppen der Königin stieß. Letztere verriethenwenig Kampflust, und Maria mußte sich den Verbündeten ergeben und wurde auf dem !Schlosse Lochlcven verwahrt. Die Ärger bemächtigten sich nun der öffentlichen Gewalt,zwangen die Königin zur Thronentsagung und erhoben für den minderjährigen Jakob VI. lden Grafen Murray zum Reichsverweser, der die Regierung mit starker Hand führte. Das