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reich und wurde 1826 als Professor der Kunstgeschichte und Ästhetik an die Akademie undUniversität nach München berufen, welches Amt er jedoch erst nach einer Kunstreise »achEngland und den Niederlanden antral. Die Eleganz seiner Darstellung bewog auch den Hof,ihn mehrfach für Vorlesungen in Anspruch zu nehmen. JmJ. 183» erschien seine „Be-schreibung der Glyptothek" und zwei Jahre später begann er die so schähbare und durch ihreberichtigenden Anmerkungen wahrhaft wichtige Übersetzung von Vasari's „Leben der ausge-zeichnetsten Maler, Bildhauer und Baumeister" (Stuttg. 18.12 fg.), die nach seinem Todevon E. Förster fortgesetzt wurde. Im I. 1813 wurde er an die Stelle des Hofraths Heinr.Meyer nach Weimar berufen, wo er zur Reorganisation der Kunstschule auf das rhätigstcmitwirkte, eine neue Aufstellung der großherzoglichen Kunstsammlungen vornahm, danebenbei Hofe Vorlesungen hielt und die Malerarbeiten im neuen Schloßflügcl leitete. Von seinenWerken aus dieser letzten Periode seines Lebens ist vorzüglich der „Umriß einer Theorie derbildenden Künste" (Stuttg. 1813) und eine Abhandlung „Über altdeutsche Sculptur" (Er-furt l839) zu erwähnen, sowie auch eine Anzahl kleiner Arbeiten im „Kunstblatt", in den„Schriften" der münchener Akademie, deren Mitglied er war, und in den „Annalen" desarchäologischen Instituts. Er wurde 1839 von dem Grofiherzog von Sachsen-Weimar inden Adelstand erhoben und starb zu Weimar am 17. Febr. > 812 .
Schote! (Johannes Christianus), einer der berühmtesten Holland. Scemalcr, geb. am11. Nov. 1787 zu Dordrecht, war ursprünglich für den Handel bestimmt und beschäftigtesich nur in den Mußestunden mit Zeichnen. Nachdem aber sein Vater gestorben und er inFolge davon die Fabrik hatte übernehmen müssen, wurde seine Neigung zur Kunst so vor-herrschend, daß er 1819 sich ganz derselben zuwendetc. Er hatte Martin Schouman zweiJahre zum Lehrer und brachte es nachher bald durch eigenes höchst angestrengtes Studiumauf eine hohe Stufe der Kunstbildung. Mit seinem Lehrer Schouman malte er den Rückzugder Franzosen von Dordrecht im J. 1 8ii und die Beschießung von Algier durch die Engländerim I. 1816. Seit 18! 8 fing er an, für sich in Öl zu malen, und größeres Aufsehen zumachen. Von Dordrecht wendete er sich später nach dem Haag, wo er >839 starb. Als Scc-maler übertraf er nicht nur alle seine Zeitgenossen, sondern mit Recht kann er auch den erstenMeistern in diesem Fache gleichgestellt werden. Seine vorzüglichsten Bilder finden sich indem Museum im Haag, in den Sammlungen des Kaisers von Rußland, des Barons von Na-gel! im Haag und anderer Kunstfreunde in Amsterdam, Dordrecht und Brüssel. Vgl. sei-nes Sohnes G. D. I. Schotel „Teven von «len ^.eesebillier .soll. (!kr. 8." (I 819). — Einzweiter Sohn von ihm, P. I. Schotel, Professor am Marineinstitut zu Mcdemblvck amZuydersec, gehört jetzt ebenfalls zu den ausgezeichnetsten Seemalern.
Schott (Heinr. Aug.), Theolog und Kanzclredncr, geb. am 3. Der. 1786 zu Leipzig,wo sein Vater, Aug. Friedr. S., als ordentlicher Professor der Pandekten 1792 starb,studirte in Leipzig und gab frühzeitig in einigen Abhandlungen Beweise seiner gründlichenphilologischen Kenntnisse. Er wurde 1893 außerordentlicher Professor der Philosophieund I8Ü8 außerordentlicher Professor der Theologie zu Leipzig, 1899 ordentlicher Professorderselben zu Wittenberg und 1812 zu Jena, wo er als erster Professor und Geh. Kirchenratham 29.Dec. l835 starb. Sein „Novum Testsmentnm Aruec.,»ova Version« iliiistratu,»"(Lpz. 1866; 3. Aust., 1825), sowie der von ihm und I. F. Winzer ins Lateinische übersetzte„kentateuclms"(Lpz. 1825)undsein„<7oiiimei>tariusin epistolss Nov. Test." (Lpz. 1831)waren verdienstliche Arbeiten. Nach den Ansichten des Supernaturalismus, für welchensich S. auch anderwärts erklärte, sind seine „Tpitome Ideologie ollristiaime »io^insti-cae" (Lpz. 1811; 2. Aust., 1822), die „lssgoge bistorioo-critio,» in libros nov! soeüeris"(Jena 1836) und die „Briefe über Religion und christlichen Offenbarungsglauben" (Jena1826) gearbeitet. Das Studium der Kanzelberedtsamkeit suchte er nicht nur durch seinen„Kurzen Entwurf einer Theorie der Beredtsamkeit" (Lpz. 1897; 2. Aust., 1813), sondernauch durch ein größeres Werk„Die Theorie der Beredtsamkeit, mit besonderer Anwendung aufdie geistliche Beredtsamkeit in ihrem ganzen Umfange" (3Bde., Lpz. 1815—28; Bd. I und2, 2.Äufl., 1828—33)zufördern. AuS diesem Gesichtspunkte können auch seine „GeistlicheReden und Homilien, zum Theil mit besonderer Hinsicht aus die Ereignisse der Zeit" (Jena1815); „Christliche Religionsvorträge über gewöhnliche Perikopen und steigewählte Tspte"