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12 (1847) Regalien bis Schottische Philosophie
Entstehung
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Schöpflin

Schoppe

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Hauern der neuern Zeit gehört, und Loren; S., geb. 1704, der sich besonders als Zeichen-lehrer einen verdienten Ruf erwarb.

Schöpflin (Joh. Dan.), Geschichts- und Alterthumsforscher, wurde am 8. Sept.1 694 zu Sulzburg im Breisgau, wo sein Vater am Hofe des Markgrafen von Badcn-Dur-lach angestellt war, geboren. Er studirte zu Basel und zu Strasburg und erhielt an der letz-tern Universität 1720 die Professur der Geschichte undBeredtsamkeit. Obschon er von meh-ren Fürsten und Universitäten Berufungen erhielt, so zog er es doch vor, in Strasburg zubleiben. Er bereiste 1726 Frankreich, Italien und England. Nach seiner Rückkehr erhielter ein Kanonikat zu St.-Thomas; auch wurde er franz.Rath und Historiograph. Besondersbeschäftigte ihn die Geschichte des Elsasses; um Materialien dafür zu sammeln, besuchte er dieNiederlande, Deutschland und die Schweiz. Die Frucht dieser Bemühungen war seine ,,^I-satia illustrots" (2 Bde., Kolm. 1751 61, Fol.). Als er den ersten Band dieses Werkesdem Könige von Frankreich überreichte, benutzte er diese Gelegenheit, für die Privilegien derprotestantischen Universität zu Strasburg zu sprechen und bewirkte deren Bestätigung. AlsNachtrag zu dem genannten Werke erschienen nach seinem Tode die ,,.4ssat>a diplomatica"und^ttticsrinn reriiw scriptores", deren Herausgabe der bekannte Publicist Koch (s.d.),mit dem er in enger literarischer Verbindung stand, besorgte. Von diesem wurde auch dieHistoriit 2srwKo-6rltIe»sis" (7 Bde., Karlsr. 176366, 4.) fortgesetzt, von der S. denersten Band geliefert hatte. Von S.'s übrigen Werken erwähnen wir dieVindieiae cel-ticae" (Strasb. 1754, 4.), worin er bewies, daß die Kelten ein von den Germanen ganzverschiedener Volksstamm seien, und seineVindicüw tzpograpldcae" (Strasb. 1760, 4.).Er starb zu Strasburg am 7. Aug. >771. Seine schöne Bibliothek und sein reiches Mu-seum vermachte er der Stadt Strasburg; letzteres beschrieb Oberlin unter dem TitelMu-seum Lcköpklinianum".

Schöpfung. Da sich derBegriff der Schöpfung nicht ohne einen Schöpfer denken läßt,so kann er auf die Art derWeltentstchung, welche das atomistischc System (s. Atomen) an-nimnit, nicht angewendct werden. Auch stimmt mit der biblisch-christlichen Ansicht nicht übereindie in den oriental. Kosmogonien und in den philosophischen Systemen der alten Griechen vor-waltende Meinung von der Ewigkeit der Materie, nach welcher dem geistigen Primip nurdas Geschäft, die vorhandenen Stoffe zu ordnen und zu gestalten, zukommt; ebenso wenigstimmen mit jener überein die Lehre von einem der höchsten Gottheit untergeordneten Welt-schöpfer (s.Gnosis) und dieMeinung des Kirchenvaters Origcnes (s.d.), welcher an dasDasein anfangsloser Wcltenrcihen vor Entstehung des gegenwärtigen Weltsystems, also einewiges Schaffen Gottes, dachte. Nach der Bibel hat Gott die Welt in Ansehung auf Stoffund Form aus Nichts, d. h. blos durch das Machtwort seines Willens geschaffen. Der kirch-liche Lehrbegriff unterscheidet diese erste unmittelbare Schöpfung, welche das Ganze der Welthervorbrachte, von der mittelbaren oder fortgesetzten Schöpfung, welche mit der Weltord-nung rusammenfällt.

Schoppe (Amalia Emma), Verfasserin vieler Romane und Jügendschriften, ist amS. Oct. 1701 auf der Insel Femern im Baltischen Meere geboren und die Tochter des spä-ter in Holstein angestellten Arztes Weise, den sie jedoch früh verlor. Fremden Händen an-vertraut, erhielt sie nicht die beste Erziehung und machte manche bittere Erfahrung, doch ent-falteten sich dabei ihre Anlagen schon früh. Durch die zweite Vcrheirathung ihrer Muttermit einem sehr wohlhabenden Manne kam sie nach Hamburg und genoß hier eine vortrefflicheErziehung. Bald wurde sie mit Shakspeare, Homer, Tasso und Calderon bekannt, in derenSchöpfungen ihr eine neue Welt von Anschauungen aufging. Unter den Wissenschaftensprachen sie Geschichte, Naturgeschichte und Physik am lebhaftesten an, während sie gegen diegewöhnlichen weiblichen Arbeiten eine große Abneigung verrieth. Deskalb faßte ihr Stief-vater den Plan, sie Medicin und vorzüglich Accouchement studiren zu lassen. Die Tochterergriff diesen Plan mit der ihr angeborenen Hast und Heftigkeit, gelangte aber sehr bald zuder Überzeugung, daß sie auf diesem Wege Gefahr laufe, ein Zwitterwesen zu werden, underklärte sich mit der ihr eigenen Festigkeit gegen die ihr zugewiesene Bestimmung. Späterlegte sie eine Erziehungsanstalt für Mädchen an und verheirathete sich mit dem Dvctor derRechte, Schoppe in Hamburg. Seine heftige Liebe wurde von ihr nicht erwidert, da sie ein?