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12 (1847) Regalien bis Schottische Philosophie
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744
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744 Schöpf

dem Bankier Heinr. Floris Schopenhauer. Dieser führte seine junge Gattin durch Deutsch-land nach Frankreich, von da nach London, wo sie länger weilten, und dann durch Brabantund Flandern nach Danzig zurück. Hier lebte sie bis zur Besitznahme dieser Stadt durch diePreußen im I. >783; die nächsten Jahre brachte sie mit ihrem Gatten in sehr angenehmenVerhältnissen in Hamburg zu, und 1803 traten Beide eine größere Reise an. Beide besuchtenHolland, Nordfrankreich, England und Schottland, und gingen von da über Holland nachParis, wo sie von dem berühmten Augustin gründlich in der Miniaturmalerei, die stets ihreLieblingsbeschäftigung gewesen war, unterrichtet wurde. Von Paris ging sie durch Süd-fcankreich nach Genf; sie durchstreifte die Schweiz, sah München, Wien, Presburg, Schle-sien, Böhmen, Sachsen, Brandenburg, berührte Danzig und kam nach drei Jahren wiederin Hamburg an, wo sie ihren Gatten durch den Tod verlor. Jm J. >806 nahm sie ihrenWohnsitz in Weimar, wo sich bald ein höchst angenehmer geselliger Verein um sie bildete.An Fernow, von dem sie die ital. Sprache erlernte, knüpfte sie bald ein schönes Freundschafts-band, das aber schon nach zwei Jahren Fernow's Tod löste. Von >83237 lebte sie inBonn, dann in Jena bis an ihren Tod, welcher am l 8. Apr. 1838 erfolgte. Die Beschrci-bung der von Kügelgen gemalten Bildnisse Goetbe's, Wieland's, Herder'- und Schiller'swar das Erste, was von ihr im Druck erschien. Auf Cvtta's Wunsch schrieb sieFernow'SLeben" (Tüb. 18 l 0), und cs folgten nun dieReise durch England und Schottland" (Ru-dolst. 1813; 3. Aust., Lp;. >826); ein BandNovellen, fremd und eigen" (Rudolst. 1816);dieReise durch das südliche Frankreich bis Chamouny" (2 Bde., Lpz. 1817; 2. Aust.,1824) und dieAusflucht an den Rhein und dessen nächste Umgebungen" (Lpz. 1818).Feine Beobachtungen, verbunden mit einer leichten und anziehenden Darstellung, erwarbenihren Schriften Beifall. Dann erschien der RomanGabriele" (3 Bde., Lpz. > 8192V;2. Aust., 1826), ein meisterhaftes weibliches Charaktergemälde in einer reichen und mannich-faltigen Umgebung der vornehmen Welt; ein Werk überJoh. van Eyck und seine Nachfol-ger" (2 Bde., Franks. 1822), das sich insbesondere mit Gemälden aus der Boisserce'schcnKunstsammlung beschäftigt; die RomaneDieTante" (2 Bde., Lpz. 1823);Sidvnia"(Lpz. 1828) und viele, in acht Bänden (Franks. >82528), dann in noch drei Bänden(Franks. 1832) gesammelte Erzählungen und Novellen. Eine ihrer letzten Schriften ist derAusflug an denNiederrhcin und Belgien" (Lpz. 1831). IhreSämmtlichen Schriften"erschienen in 24 Bänden (Lpz. und Franks. 183031). JhreTochterAdeleS.be-wies sich inHaus-, Wald - und Feldmärchen" (2 Bde., Lpz. 1844) und in dem RomanAnna" (2 Bde., Lpz. 1845) als gewandte und sinnige Erzählerin; ihr Sohn Arthur S.,seit 1816 als philosophischer Schriftsteller thätig, hat, bei unleugbarem Scharfsinn, doch we-nig Anerkennung gesunden.

Schöpf (Joseph), ein ausgezeichneter Historienmaler, gcb. am3.Febr. >745 zu Telfsim Oberinnthale in Tirol, genoß mit Unterstützung des Stiftes Stams anfangs bei sehr ge-wöhnlichen Malern in Innsbruck, Salzburg, Passau und Wien die erste Unterweisung in derKunst, bis sich ebenfalls auf Verwendung des genannten Stiftes Martin Knollcr seiner an-nahm, unter dem er von >768läarbeitete. JmJ. >776 ging er als kaiserlicher Pensio-nair nach Rom, wo damals'David, Füger, Zauner u. A. Aufsehen erregten, und wo er bis1783 blieb. Einen ausgezeichneten Gönner fand er namentlich an dem Minister Graf Fir-mian zu Mailand, für den er einen Amor und eine Psyche, sowie die von Aktäon erblickteDiana in Ol malte. Seine besten Frescogemälde und Altarbilder finden sich in den Kir-chcn Tirols. Im I. 1820 vollendete er die Plafondgemälde in der Servitenkirche zu Inns-bruck, den Abschied des heil.Joseph von der Welt und dessen Eintritt in den Himmel darstel-lend. Kurze Zeit nachher verlor er durch den Bankerott eines Freundes den größten Theilseines Vermögens, verfiel deshalb in Schwermuth und starb 1822 , nachdem er alle seineKunstsachen dem Stifte Stams vermacht hatte. Wegen der häufigen Verwechselung mitden bair. Malern Joh. Adam S-, geb. zu Straubing 1702, und dessen Sohne, Joh. Ne-pomuk S., geb. zu Prag, gest. um >790, nannte er sich auf seinen Arbeiten GiuseppeSchopf, Tirolese. Andere berühmte Künstler dieses Namens sind Pet. Paul S., geb.zu Imst in Tirol 1757, ein geschickter und vielbeschäftigter Bildhauer in München, gest. imApr. 1841, und seine Söhne Peter S., geb. 1804, der zu den ausgezeichnetsten Bild-