742 Schöne Künste Schönlei»
stiftet, der zufolge Erbvergleichs im I. >812 die niedere Herrschaft Hartenstein, die Herr-schaft Stein u. s. w. erhielt, im Z. 1810 aber ohne Leibeserben verstarb, worauf seine Be-sitzungen an seinen altern Brüder, den Fürsten Otto Victor, und an die jüngern Brüder,Fürst Eduard, geb. 1787, der bisher den böhm. Ast gebildet hatte, und Fürst Her-mann, genannt S.-Tr mp elhof, übergingen, welcher letztere >816 starb. Fürst Eduardwurde 18-14 von Seiten Sachsens und Ostreichs als Chef der Linie S.-Hartcnstcinanerkannt. Die jüngere Linie stammt von Ernst's jüngerm Sohne, dem GrafenWolfgang, dessen Söhne Wolfgang Ernst, gest. >612, und Wolfgang Heinrich,gest. 1657, die beiden Linien ») S.-Nochsburg-Hinterglauchau und b)S.-Pe-nig-Vorderglauchau-Wechselburg stifteten. Die ältere Linie theiltc sich in zweiÄste: >) S.-Rochsburg und 2) S.-Hinterglauchau. Die erste erlosch 1825 imMannsstammc mit dem durch seine musterhafte Wirthschaftsführung ausgezeichneten Gra-fen Heinrich Ernst, geb. 1766, der ein äußerst thätigerLandwirth und namentlich Schaf-züchter war, und dessen „Handschriftliche Nachrichten über seine Wirthschaftsführung zuRochsburg" Weber hcrausgab (2Bde., Halle 1828). Seine Besitzungen fielen an die über-lebenden Brüder von S.-Hinterglauchau, von welchen der ältere, Graf Albert, geb.1761, die Lehnsherrschaft Rochsburg übernahm und an seinen Bruder, den Grafen Lud-wig, geb. >762, die Receßherrschaft Hinterglauchau verkaufte. Graf Albert starb >817ohne Leibeserben und seine Besitzungen fielen an seinen Bruder Ludwig. Dieser starb 1812und es folgte ihm in Hinterglauchau sein Sohn Heinrich, geb. 1761, der in Gemein-schaft mit seinem BruderErnstFerdinand, geb. 186», die Herrschaft Rochsburg be-sitzt. Die Linie Penig-Vorderglauchau - Wechselkurs theiltc sich mit den Söhnen des Stif-ters im I. 1657 in die Äste s) S.-Wechselburg und l>) S.-Penig. Der letztere erlosch1763 und seine Besitzungen erbte der ältere Ast. Der gegenwärtige Standesherr ist der GrafAlban, geb. 1861, der unter Vormundschaft 1815 seinem Vater folgte und 1823 die Rc-ceßherrschaft Vorderglauchau und die Lehnsherrschaften Penig und Wechselburg übernahm.Schöne Künste, s. Kunst.
Schonen, schweb. Skane, eine Provinz des schweb. Gothland, gegen Norden vonden schweb. Provinzen Blekingen, Smäland und Holland, gegen Osten, Süden und Westenvon der Ostsee und dem Sunde umgeben, umfaßt Christianstads-Län, >>6 OM. mit166006 E., Malmöhus-Län, 76 lüM. mit 200600 E., und Holland oder Halmstads-Län, 88 lüM. mit 6066» E. Sie ist, besonders was den südlichen Theil anbelangt, einerder schönsten und fruchtbarsten Theile des schweb. Reichs, im Ganzen flach, und nur gegenNorden finden sich einige mit niedriger Holzung bewachsene Bergrücken. Ihre Bewohnerzeichnen sich durch ihre Mundart, sowie durch ihre Sitten von den übrigen Schweden aus.Vormals gehörte sic den Dänen, bis sie im roeskilder Frieden von > 658 nebst den Landschaf-ten Blekingen, Halland und Bohus an Schweden abgetreten wurde. Die Hauptnahrungs-quelle bildet der Äckerbau, wie denn auch S. unbedingt die kornreichste Provinz Schwedensist. Der Betrieb ist aber durchaus nicht rationell; man besäet fast das ganze Land, sodaßnothwendigerweise die Viehzucht leiden muß und es in Folge davon an Dünger fehlt. Einezweite Haupterwerbsquelle ist das Branntweinbrennern Getreide und Branntwein bildenauch die Hauptausfuhrartikel. Ein großer Theil des Bodens ist in den Händen des reichenAdels, der seine Güter sehr verbessert hat; dagegen sind die Bauern und Tagelöhner beider übermäßigen Zerlegung großer Hufen in kleine Acker, wegen der beschwerlichen Frohn-dienste und wegen Übervölkerung in dieser reichen Provinz viel ärmer als in Nordschweden.Das Mineralreich liefert Alaunschiefer (bei Andrarum), Steinkohle (bei Höganäs, wo dieeinzige Grube ihrer Art i'n Skandinavien ist) u. s. w. Nur allein in S. finden sich inSchweden Störche und Nachtigallen. Die größte Stadt ist Malmö (s. d.), mit einem Ha-fen, 10000 E-, Fabriken und bedeutendem Handel; Lnnd(s. d.) ist der Universität wegenzu bemerken, und am Sunde liegt Helsingborg (s. d.).
Schönheit, s. Schö n.
Schönheitsmittel, s. Kosmetik.
Schönlein (Joh. Luk.), preuß. Geh. Obermedicinalrath, ordentlicher Professor derPathologie uv" Therapie und Direktor der medicinischen Klinik an der Universität, prdent.