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12 (1847) Regalien bis Schottische Philosophie
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Rüster

Rutschberge

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zurückgezogen hatte. Von seinen Schriften erwähnen wirHelkologie oder über die Natur,Erkenntniß und Heilung der Geschwüre" (2 Bde., Wien 1811; neubearbeitet, Verl. 183732);Arthrokakologie oder über die Verrenkungen durch innere Bedingungen u. s. w."(Wien >817);Die ägypt. Augenentzündung" (Berl. 1820);Die MedicinalverfassungPreußens" (Berl. 1838) undAufsähe und Abhandlungen aus dem Gebiete der Medicin,Chirurgie und Staatsarzneikunde" (3 Bde., Berl. 183330). Auch gab er dasMaga-zin für die gesammte Heilkunde" heraus; wenig Antheil nahm er an demTheoretisch-prak-tischen Handbuche der Chirurgie" (17 Bde., Berl. und Wien 183036).

Nüster, s. Ulme.

Rutgers (Joh.), lat. gewöhnlich äauus Rutgersiuz genannt, ein berühmter Gelehrterund Staatsmann zu Anfang des I ti.Jahrh., geb. am I8.Aug. >589 zu Dordrecht, widmetesich neben der Jurisprudenz zu Leyden unter Scaliger und Heinsius mit großer Vorliebezugleich den elastischen Studien. Später trat er in die Dienste des Königs Gustav Adolfvon Schweden und wurde von diesem zu mehren wichtigen Sendungen gebraucht, starbaber schon am 26. Oct. > 625. Unter seinen Schriften fanden eine Ausgabe des Horatius(Par. 1613undöfk.), besonders aber dieVariae Iectinoes"(Leyd. >618,3.)großenBeifall.

Ruth, eine Moabiterin, verließ nach dem Tode ihres Mannes, eines Hebräers ausJudäa, die Heimat und folgte ihrer Schwiegermutter Noomi nach deren Geburtsort Beth-lehem, wo ein Verwandter ihres verstorbenen Gatten, Boas, von ihrer Liebenswürdigkeitangezogen, sie hcirathete. Sie gebar den Obcd, dessen Sohn Jsai der Vater des KönigsDavid (s. d.) war. Die Begebenheit fällt in die Zeit der Richter und wird in dem BucheRuth erzählt, das wol noch vor der Auflösung des Staats Juda geschrieben wurde.

Rmhe ist der Name eines Längenmaßes, welches gewöhnlich in Fuße abgetheilt wird.Bei wissenschaftlichen Berechnungen theilt man die Ruthe, dercheiHtern Berechnung wegen,in IO Fuß, >00 Zoll u. s. w. ein, wo sie dann Decimal- oder geometrische Ruthe genanntwird. Im gewöhnlichen Leben dagegen ist eine Duodecimaleintheilung der Ruthe gebräuch-lich, nach welcher dieselbe in > 2 Fuß, jeder zu > 2 Zoll u. s. w. eingetheilt wird. In manchenLändern ist eine noch andere Eintheilung der Ruthe in 13, 16 u. s. w. Fuß üblich.

Rutilius Lupus, ein bekannter röm. Grammatiker und Rhetor, lebte wabrschcinlichim Zeitalter des Augustus und Tiberius, wiewol Einige ihn in eine spätere Periode ver-setzen, und verfaßte eine Schrift in zwei BüchernDa ligm-is ssiitentisrnm et elocutioins",die zum Theil wol aus griech. Quellen entlehnt und später mehrfach verstümmelt worden ist,dadurch aber einen besonderen Werth erhält, daß wir die meisten Werke der griech. Redner,aus denen darin zahlreiche Stellen mit einer seltenen Eleganz übersetzt sind, jetzt nicht mehrbesitzen. Die treffliche Bearbeitung von Nuhnken (Leyd. 1768) wurde von Frotschcr wiederherausgegeben (Lpz. 1831), wozu spater einObsarvstiomim sp^entlix" von Koch (Lpz.1831) kam. Eine gute Handausgabe besorgte Jacob (Lüb. >837).

Rutilius Numatianus (Claudius), ein Dichter, etwa im Anfänge des 5. Jahrh.,von Geburt ein Gallier, der in Rom mehre öffentliche Ämter bekleidet haben soll, hinterließunter dem Titelltinerarinw" oderDe re<iit" die Schilderung cinerReise von Rom nachGallien im elegischen Versmaße. Dieses Gedicht, welches nicht vollständig auf uns gekom-men ist, zeichnet sich durch eine für jene Zeit ungewöhnliche Reinheit der Sprache, sowiedurch Wechsel und Neichthum an Bildern aus. Unter den Ausgaben erwähnen wir die vonKapp (Erlang. 1786), Gruber (Nürnb. 1803) und Wernsdorf in denDoetae lat. >»i-nores" (Bd. 5). Vgl. Zumpt'sOlissrvatiulies in Rutil!! lVnmat. csrmeu" (Berl. 1837).

Rutschberge, künstliche Eisberge mit Schlittenbahnen, sind eine russ. Erfindung, unddas Fahren auf denselben ist bei derLeidenschaftlichkeit des Russen für rasche und betäubendeVergnügungen eine gewöhnliche Winterbelustigung in Rußland. Aus den Berg, dessenHöhe gewöhnlich mit einem Pavillon geziert ist, führt der Bequemlichkeit wegen eine Treppe.Die Bahn ist von Pfosten gebildet und mit dicken Eisstücken belegt. Auf schmalen, niedrigen,mit Eisen beschlagenen Schlittchen, die der Fahrende in der Richtung erhalten muß, gleitetman in einem Nu die steile Bahn herab und noch weit auf der Ebene hin. Die Anwesenheitder russ. Truppen in Paris brachte diese Belustigungsweise auch hier in Aufnahme. Diesogenannten Uontaznss rnsses in einem Garten außerhalb der Darriere ckn koule waren