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12 (1847) Regalien bis Schottische Philosophie
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Rutuler Ruyter 391

die ersten. Hierauf wurden in der Fauxbourg Saint-Gcrmain die UyntnAiies suisser er»richtet; alle übertrasen die imAug. l 8 > 7 cröffnctcn Nontagnes kranymssr oder sogenannten?roine,m<Ies »öriennes. Ungeachtet mancher Unglücksfälle in Paris, hat sie die Mode späterdoch nach Wien, Berlin und andern großen Städten verpflanzt.

Rutüler, ein kleines Volk an derKüsteLatiums, wo Ardea ihre Hauptstadt war. IhrKönig Turnus erscheint in der Erzählung vom Äneas als Feind desLatinus, der dem ÄncaSseine dem Turnus versprochene Tochter Lavinia zum Weibe gab. Vermuthlich waren esryrrhen. Pelasger, die später mit den Lateinern sich vermischten, und deren Name auch nachder röm. Königszeit verschwand. Ihre Stadt Ardea kam um 440 als lat. Colonie unterröm. Herrschaft; von ihr aus befreite Ca millus (s. d.) Rom von den Galliern, und nochjetzt trägt ein kleiner Ort ihren Namen.

Ruysch (Friede.), einer der berühmtesten Anatomen, wurde am 23. März 1638 imHaag geboren, studirte in Leyden Mcdicin und ließ sich, nachdem er in Franeker prvmovirthatte, in seiner Vaterstadt als praktischer Arzt nieder. Im I. > 665 als Professor der Ana-tomie nach Amsterdam berufen, widmete er fortan dieser Wissenschaft eine unermüdete Thä-tigkeit. Er machte darin viele neue Entdeckungen und vervollkommnete namentlich die Lehrevon den Lymphgefäßen. Um diese genauer untersuchen zu können, erfand er eine ausge-zeichnete Art von Jnjection (s. Anatomie), die aber mit ihrem Erfinder als Geheimnißbegraben worden ist. Nachdem sein erstes mit vielerMühe gesammeltes Cabinet anatomischerPräparate von Peter dem Großen für die Akademie in Petersburg gekauft worden war,begann er als Ivjähriger Greis die Anlegung eines zweiten, welches später in den Besitz derUniversität zu Wittenberg gelangte. In gleicher Weise als Arzt, Wundarzt, Geburtshelferund als Professor der Botanik, die er seit > 685 lehrte, ausgezeichnet, starb er am 22. Febr.1731. Nach seinem Tode erschien eine vollständige Sammlung seinerOpera rmatomico-merlico-diirurAica" z4 Bde., Amst. >737, 4.). Seine Tochter, NahelR-, eine be-rühmte Blumen» und Fruchtmalerin, geb. im Haag > 664, war eine Schülerin von Wilh.van Aelst, und seit >695 mit dem Maler Georg Pool in Amsterdam verheirathet. Sie er-hielt >701 die Mitgliedschaft der Akademie im Haag und >798 eine Anstellung am Hofedes Kurfürsten von der Pfalz, Joh. Wilhelm, zu Düsseldorf, wo sie >750 starb. Ihre nichtzahlreichen Gemäldesind mit Geschmack und schöner Auswahl zusammengesetzt, von vortreff-licher Färbung und aufs fleißigste, doch aber sehr leicht ausgeführt.

Ruyödael, s. Ruisdael (Jak.).

Ruyter (Michiel Adriaanszoon de),, ein berühmter holländ. Secheld, geb. >607 zuMessingen in Seeland, wurde von seinen Altern zu einem Seiler in die Lehre gebracht, ent-fernte sich aber heimlich und nahm Dienste auf einem Schiffe, wo er bald Gelegenheit fand,sein ausgezeichnetes Talent zum Seedienste zu entwickeln. Vom Matrosen bis zumLicutenant-Admiral-Gencral alle Dienstgrade durchlaufend, verdankteer allein seinem Talente undseinemEifer die Erhebung aus niedrigemStaude. Auf allen seinen Seczügcn erwarb er sich den Ruhmeines tapfer», umsichtigen, unerschrockenen und mit dem Seekriege innigst vertrauten Helden;sein Privatleben zeigt ihn als einen gütigen, bescheidenen und einfachen Mann. Als > 641Holland Portugal gegen Spaniens furchtbare Macht unterstützte, befehligte R. bereits alsCondreadmiral mit Auszeichnung die abgescndete Hülfsmacht. Nicht minder ruhmvoll warenseine nachher unternommenen Züge gegen die afrik. Raubstaaten. Im Kriege zwischenHolland und England im I. l 652 befehligte R. unter Tromp (s. d.). Nach dem Friedenvon >665 kreuzte er aufs neue gegen die Korsaren im Mittelmeer, wo er mehre türk. Schiffeeroberte und den berüchtigten Renegaten Armand de Dias gefangen nahm. Der König vonDänemark, dem er mit glücklichem Erfolge im Kriege gegen Schweden beistand, erhob ihnnebst seiner Familie in den Adelstand. Als der Krieg mit England von neuem drohte, über-trug ihm sein Vaterland den Oberbefehl der Flotte. Nachdem R. der brit. Seemacht in denaußereurop. Gewässern manchen Verlust zugefügt hatte, schlug er sie >666 in drei großenSeeschlachten im Kanal, und, obgleich bald darauf durch einen Untergebenen in Verlegenheitund großen Verlust gebracht, ermannte er sich doch schnell wieder, lies in die Themse ein undnöthigte England 1667 zu dem Frieden zu Breda. Auch in dem dritten Kriege mit Englandund zugleich mit Frankreich, triumphirte Holland durch R.'S Geist und Muth zur See, in-