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12 (1847) Regalien bis Schottische Philosophie
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378
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378 Russisch-deutscher Krieg

wig von Hessen-Homburg und GrosManch! führten bedeutende Verstärkungen heran, undAugcreau verlor die bisherigen Vorthcilc noch geschnünder wieder, als er sic errungen hatte.Napoleon selbst sah sich zwischen der Seine und Marne auf beiden Flanken bedroht; er griffdaher Blüchcr's Heer am 0. Mär; bei Craon an und lieferte ihm am l o. die Schlacht beiLaon (s. d.), welche er verlor. Darauf ging er über die Aisnc und Marne zurück, nahmRheims und warf sich mit Ungestüm auf Schwarzenberg bei Arcis sur Aubc. Am 20. und-I. mit Verlust zurückgeschlagen, fasste er den früher schon entworfenen Plan von neuemauf, im Rücken der Verbündeten dem Rhein sich zu nähern und, gestützt auf seine Mosel-festungen, das Volk -um Ausstande aufzurufen, sich mit Augcreau zu verbinden und denVerbündeten den Rückzug abzuschneidcn. Allein diese ließen ihn blos beobachten und zogenrasch auf die Hauptstadt. Denn schon war Augcreau bis nach Lyon zurückgetriebc» und diesam 21. Marz durch Kapitulation genommen worden; dann hatten sich auch die Engländer,nach dem Siege bei Orches, am 27. Febr., über Soult, am l Mär; der Stadt Bordeauxbemächtigt und Soult bis Toulouse zurückgctriebcn; endlich waren von Paris selbst Nach-richten im Hauptquartier eingetroffen, welche das Dasein einer antinapoleonischen Partei unddie Eroberung dieser der Nationalgarde anvcrtrauten Stadt als leicht schilderten. DieSchlacht bei Paris am 3». März öffnete den Verbündeten die Hauptstadt Frankreichs. Na- -polcon's Familie hatte sich bereits geflüchtet. Kaiser Alexander erklärte, daß er nie mehr mitNapoleon und dessen Familie unterhandeln würde. Am I. Apr. wurde durch Talley-rand (s. d.) eine vorläufige Regierung eingerichtet, Napoleon von dieser für abgehetzt erklärt, !und darauf die Krone den Bourbons übertragen. Napoleon eilte zu spät zur Rettung derHauptstadt herbei; er kam nur bis Fontainebleau. Hier vereinigten sich die Trümmer derauS Paris capitulationsmäßig abgezogenen Truppen; doch verließ ihn Marmont mit seinemEorps schon am -t. Apr. Nach manchen Unterhandlungen verzichtete Napoleon auf denThron; man ließ ihm nur den Kaiserritcl, die Insel Elba mit völliger Souverainetät und 1zwei Mill. Francs jährlicher Einkünfte. (S. Paris, Schlachten und Friedensschlüsse.)

Unter solchen Umständen hatte der Krieg selbst ein Ende. Schon am 0. Apr. wurdeein Waffenstillstand mit allen franz. Befehlshabern geschlossen. Die meisten außer denGrenzen des alten Frankreichs gelegenen Festungen öffneten ihre Thvre, die in Frankreichgelegenen erkannten Ludwig XVlll. an. Am meisten zögerte Davoust in Hamburg, das crerst am 20. Mai übergab. Die Einnahme von Paris hatte zugleich über das Schicksal Ita-liens entschieden. Hier hatte der Krieg thcils durch des Vicekönigs treffliche Vorkehrungen,khcils durch das zweideutige Benehmen Murat's (s. d.), der Napolcon's Partei verlassenund die der Verbündeten, von Ostreich begünstigt, ergriffen hatte, ohne etwas Ernstlichesfür sie zu thun, am wenigsten einen entscheidenden Gang genommen. Seit dem Treffen, dasder Vicekönig am Mincio dem östr. Feldherrn geliefert hatte, behauptete cr seine Stellungan diesem Flusse mit einem Heere von höchstens 30000 M. gegen ebenso viel Neapolitaner !und 50000 Ostrcichcr. Aufdie Nachrichten von Paris aber schloß auch er am l 6. Apr. einenWaffenstillstand, her den franz. Truppen den Abzug nach Frankreich gestattete; die italieni-schen mußten im Lande bleiben. Doch ein Aufstand in Mailand änderte die Bedingung der ^Übereinkunft, in Paris das Schicksal Italiens entscheiden zu lassen, dahin ab, daß der Vicc- :könig seinen Befehl über die Truppen an den östr. General Bellegardc, der Hiller's Stelle leingenommen hatte, abgab und über Verona nach München reiste. Unterdeß war der Graf !Artois als Stellvertreter Ludwig s XVlll. in Paris eingetroffen. Dieser schloß am 23.Apr.einen allgemeinen Waffenstillstand mit den verbündeten Monarchen und einen vorläufigenVertrag über die künftigen Fricdcnsbedingungcn. Ludwig XVlll. selbst zog in Paris am3. Mai ein. Am 5. legte Schwarzenberg den Oberbefehl nieder, und die Heere zogen nunrasch nach dem Rhein zurück, obgleich der Friede erst am 30. Mai unterzeichnet wurde.

(S. Frankreich.) Im Ganzen war wegen der großen Erwartungen des allgemeinenHasses gegen Frankreich die Freude über diesen Frieden sehr gering, obgleich cr über U>0feste Plätze und 2 7 Will. Menschen von Frankreich losgerissen hatte.

Die Ruhe Europas aber sollte sehr bald wieder gestört werden. In Frankreich gelanges Ludwig XVIII. nicht, sich die Liebe dieses ihm so unbekannt gewordenen Volks zu er-werben. Napoleon entfloh daher von Elba und bestieg von neuem den franz. Thron am