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12 (1847) Regalien bis Schottische Philosophie
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Russisch-deutscher Krieg

O.Ma'rz >815. (S. Frankreich.) Seine Bemühungen, die Rückkehr aus einem gün-stigen Gesichtspunkte zu zeigen, die versprochene Veränderung seiner Rcgicrungsgkund-säße und seine Fricdcnsauträgc erweckten jedoch kein Vertrauen; die zum Kongreß in Wienversammelten Monarchen, durch Talleyrand's Einfluß vereinigt, sprachen über ihn die Achtaus, und so erging der Nus zum Kriege wieder durch ganz Europa, diesmal nicht sowolgegen Frankreich, als vielmehr gegen den einzigen Mann, der sich Allen surchtbar gezeigthatte. Gegen 7'.oooO Streiter zogen aus Deutschland, Rußland. Belgien, das bereits zueinem Königreiche mit Holland vereint war, aus England und Dänemark heran, ihn vondem ohne Schwertstreich wicderbcsticgencn Throne hcrabzustürzen. Inzwischen hatte Na-poleon auS ganz Frankreich in Paris zu einem großen Maifelde im Anfang des Juni aoooAbgeordnete zusammenkommcn lassen, um einer neuen Verfassung und ihm Treue zu schwören.Auch thatcn er, unterstützt von Carnot, Davoust u. A. Alles, um das Heer in einen acht-baren Zustand zu bringen. Die Begeisterung der alten, aus der Gefangenschaft inzwischenheimgckchrtcn Krieger war hierbei von nicht geringem Einfluß. Dies Alles flößte den ver-bündeten Fürsten um so mehr Behutsamkeit ein, als sie cinesthcils bei ihrer ersten Erklärungvom I3. März in Napoleou's Erscheinen nichts als eine Soldatcnverschwörung vcrmuthechatten, und andcrntheilS in Italien ein Sturm drohte, welcher mit dem in Frankreich zu-sammenzuhängen schien. Der König Murat von Neapel hatte nämlich mit den Bourboni-schcn Höfen auf dem Congrcsse in Wien einen um so härter« Kampf zu bestehen gehabt, daEngland gegen den vormaligen König von Neapel Verpflichtungen eingegangc» war undüberdies Murat's zweideutiges, das Jahr zuvor beobachtetes Betragen zu gut durchschaute,um nicht in den gemessensten Ausdrücken zu erklären, daß er nicht König bleiben könne. NurOstreich, seinen Verpflichtungen mit ihm um so getreuer, je weniger es sein Vortheil war,im Süden Italiens einen Bourbon zum Nachbar zu haben, sprach für ihn; allein entwedergab es doch nach, oder Murat glaubte wenigstens, von ihm verlasse» zu werden, oder hoffte,durch die Landung Napoleon's den Zeitpunkt gefunden zu haben, wo er, bei der obwaltendenGahrung Italiens, sich zum Herrscher dieser ganzen Halbinsel machen könne; genug, erbrach, ohne Kriegserklärung, am ->. Apr. mit ungefähr 5060000 M. nach Nom undgegen die östr. Truppenlinie auf. Die Ostrcichcr, kaum 12000 M. stark, unter GeneralBianchi, zogen sich fechtend hinter den Po, wo sic sich so lange behaupteten, bis die aufWagen eiligst dahin gesendeten Truppen anlangten, worauf General Frimont (s. d.), dersic befehligte, so rasch und so geschickt wieder vorschritt, daß Murat schon nach 20 Tagen inder verzweifeltsten Lage war, da seine Truppen, von Feigheit und Mutlosigkeit ergriffen,keinem Angriffe mehr standen. Fortwährend umgangen und von den besten Landstraßenabgcschniktcn, sah er sich zum stete» Rückzüge auf Nebenwegen gezwungen, wo Geschütz undGepäck verloren gingen. Ein Versuch, durch einen Waffenstillstand sich zu retten, scheitertean der Festigkeit des östr. Feldherrn ; ein anderer, bei Tolcntino, am I.3. Mai, mit denWaffen in der Hand seine Lage zu verbessern, an der Tapferkeit seiner Gegner, und in Folgedieser letzten mit Verzweiflung und persönlicher Tapferkeit gemachten vergeblichen Angriffezerstreute sich sein Heer gänzlich, während er selbst nach Frankreich floh. Seine Gemahlinward nach Ostreich geführt; die Trümmer des Heers, 5000 M., streckten hinter dem Vol-turnoflüßchcn, am 20. Mai, das Gewehr. Das halbe östr. Heer hatte sich schon früher nachOberitalien hinaufgezogen, um von da aus über die Alpen in Frankreich einrücken zu können;doch verschob man in Wien den Angriff gegen Frankreich, da die am weitesten entferntenRussen erst in die Linie am Rhein cinrücken sollten. Es war daher der Monat Juni ziemlichzur Hälfte vorgerückt, als der Angriff von Seiten Napoleon's ebenso ungestüm als unver-muthct erfolgte. Gleich nach dem Maifelde war er von Paris zu dem an der nördlichenGrenze stehenden Heere von I50000M. gewählter Truppen abgegangen, und warf sichnun sofort am >5. Juni auf die Engländer und Preußen, welche, 180000 M. stark, unterBlücher und Wellington längs der Dyle und Sambre gegenüberstanden. Ohne ihnen Zeitzur Vereinigung zu lassen, drückte er die Preußen bis hinter Fleurns zurück und schlug siemit 75000 M. am >6. Juni bei Ligny (s. d.), während er durch ein Corps unter Neydie auf der Straße von Brüssel einzeln herbcieilendcn Engländer bei Ouatrc-Bras aufzu-haltcn und deren Vereinigung mit Blücher zu verhindern versuchte. In dem hier stattfinden-