Heiliger Geist-Archipel
Heilsordnung
.^eiliger Geist-Archipel, s. Nenhcbridcn.
Heiliges Grab nennt man vorzugsweise den Ott in Jerusalem, wo Jesus Ckm'stuSwahrend seines Todes beigcsetzt war. Es war »ach dem Neuen Testament in einem Gar-ten außerhalb der Stadt und in Felsen gehauen; ist aber schwerlich der Ort, den man jetztals solchen bezeichnet. Helena, die Mutter Konstantin's des Großen, ließ, nach der angeb-lichen Auffindung des Kreuzes Christi, in Jerusalem im I. 320 die Kirche zum GrabeChristi bauen, zu welcher aus den fernsten Gegenden gcwallfahrtct wurde. Als die Mo-hammcdancr nach der Eroberung Jerusalems diesen Wallfahrten große Hindernisse in denWeg legten, entstand unter der Christenheit der Wunsch, das Heilige Grab und demnachJerusalem wieder zu erobern, was zu den Kreuz-,ügcn (s. d.) Veranlassung gab. Ge-genwärtig ist den Katholiken diese Kirche zum Gottesdienst überlassen, bis auf einzelne Ka-pellen, in welchen griech. Christen, Armenier und Kopten ihren Gottesdienst halten. EineNachbildung dcS in dieser Kirche befindlichen Heiligen Grabes ist in Görlitz Hs-d.).Heiliger Krieg, s. Theben.
Heilige Schrift, s. Bibel.
Heilmittcllehre, s. Pharmakologie.
Heilsbron», gewöhnlich Klostcr-Hcilsbronn, ein Städtchen mit 800 E-, indem bair. Kreise Mittclfrankcn, verdankt seinen Ursprung dem daselbst im 1.1132 vomBischof Otto von Bamberg gestiftete» Eisicrcicnscr-MönchSklostcr, welches gleich anfangsdie benachbarten Grafen von Abcnbcrg reichlich delirkcn und seit Anfang des IS. Jahrh.deren Erbe», die hohcnzoller. Burggrafen von Nürnberg, die das,,Mgtcirecht über dasKloster erwarhLmunü daselbst ihr Erbl ws.rähchü ba lleu, i» ihre besondere Obhut nahmen.Daselbst wurden mit wenigen Ausnahmen alle Glieder dcS burggräsiich Nürnberg, undmarkgräflichcn Hauses bis aufAlbrccht Achilles (gcst. I S80), nachgchcnds aber ausschlie-ßcnd die fränk. Linie derselbe» b!S auf Joachim Ernst (gcst. 1623), und außerdem auchviele andere ausgezeichnete Personen beigeftht. Unter diese» durchgehcnds historisch-inter-essanten Grabdenkmalen, welche Hocker im „HcilsbronnischcnAntiquitätcnschah" (2Bde.,Onolzbach 1731—SO, Fol.), und mmcrdingS zum Thci! der Freiherr von Stillfricd hcr-ausgcgcbcn und beschrieben hat, befinden sich mehre von außerordentlichem Kunstwcrthe;freilich aber ist cs, da seit der Aufhebung des Klosters im I. 1353 und namentlich seitdemdas hohcnzoller. Haus seine fränk. Stammlandc aufgcgcbcn hat, wenig mehr für Erhal-tung derselben gcthan wurde, hohe Zeit, daß fich Jemand ihrer «»nehme, wenn sie nichtganz zu Grunde gehen sollen.
Heilsordnung (vrrlo snliitiz) nennt man die Art und Weise, .wie die Menschendurch die Gnade EottcS dcS durch JesuS Christus erworbenen Heils thcilhaftig werdensollen (s. Gnade); dann auch den Inbegriff der christlichen Glaubenslehren.
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