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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
Entstehung
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727
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Hebriden 727

sua, dem Buche der Richter und in Ruth dargestellt; sie waren auch in den verlorenenSchriftenJehova's Kriege" undDas Buch Hajaschar" poetisch bearbeitet. Der später»Geschichte, welche ausführlich in den verlorenenAnnalen Salomo's und der Könige vonJuda und Israel" beschrieben war, sind die Bücher Samuel's, der Könige und der Chro-nik, Esra (s. d.), Nehemia (s. d.), Esth er (s. d.) und D ani el (s. d.) gewidmet. Indem lehtgrnannten Buche erscheinen Sagen und Geschichte unter der Hülle vorherverkün-digtcr Prophezeiung. Die Lyrik, älter als der prophetische Vortrag, hat theil« die wun-dervollen Ereignisse aus der Nationalgeschichtc, theils die Herrlichkeit des Höchsten zumGegenstände; zuweilen auch ist des Einzelnen Freude und Leid ihr Inhalt. Sie umfaßtdie Sieges- und Klagelieder, die Hymnen, Gebete und Gesänge. Nächst einzelnen Stü-cken, z. B. dem Gesänge der Deborah, gehören hierher die Psalmen (s. d.), von deneneinige bereits dem David angehören, die Klagelieder (s. Jeremias) und das HoheLied (s. d.). Als die jüngste Richtung des hebr. Geistes sind die Werke zu betrachten,welche Spekulation enthalten und mit den Ergebnissen des Nachdenkens didaktisch auf-treten; sie sind gewissermaßen eine Fortleitung der untergehenden Propheten, wo die Na-tionalität ganz oder theilweise in den Hintergrund tritt und der allgemeiner» Betrachtungden Platz einräumt. Zu dieser Classc gehören Jona (s.d.), Hiob (s.d.), die Sprüche undKoheleth oder der Prediger Salomo's (s. d.). Insofern vie genannten Werke den In-halt der hebr. Bibel ausmachen, theilt man selbige in drei Classen ein: den Pentateuch(s. Moses); die Propheten, enthaltend die ersten Propheten (Josua, die Bücher der Rich-ter, Samuel's und der Könige), die letzten Propheten (Jesaia, Jeremia und Ezechiel) unddie zwölf kleinen Propheten (Hosea bis Maleachi); und die Hagiographa (s. d.), näm-lich den Psalter, die Sprüche, Hiob, die fünf Megilloth, d. i. das hohe Lied, Ruth, die Kla-gelieder, Koheleth und Esther; ferner Daniel, Esra und Nehemia, sowie die Bücher derChronik. Das nationale Gesetz, das vaterländische Leben ist die Seele der hebr. Literatur;selbst in den historischen Büchern erscheinen Auswahl und Darstellung des Erzählten vonder theokratischen Richtung der hebr. Religion abhängig und in der Klage selbst des ein-zelnen Psalmisten Hallen die Schmerzenstöne der Nation wieder. Durch die Prophetenvollends ziehen Jahrhunderte hindurch die patriotische Ermahnung, die Verkündigung desgöttlichen Zorns und der himmlische Trost. Letzterer wird, zumal um die Zeit der Rückkehrunter Cyrus, zur Verheißung eines Messias (s. d.), der die Nation wieder unabhängigund glücklich machen und den Frieden bringen würde, und diese Idee verknüpft die hebr.Religion mit dem Christenthume. In den spätesten Schriften wird jedoch bereits der Ein-fluß babylon.-pers. Religionsideen sichtbar. Vgl. über die alte hebr. Literatur die Werkevon Lowth, Michaelis, Hezel, Eichhorn, Herder, Hartmann, Bertholdt, Jahn, de Wette,GeseniuS, Umbreit, Gramberg, Credner, Ewald, Hcngstenberg, von Bohlen, Movers u. A.

Hebriden, eigentlich Häbuden, bei den Alten Lbiitlae, eine an der Westküste vonSchottland gelegene, weitausgedehnte und mannichfaltige Gruppe von 30«) felsigen Inseln,von denen aber nur 86 bewohnt sind, haben zusammen einen Flächeninhalt von etwa >62UM. mit ungefähr 85666 meist katholischen E-, die sich von Fisch- und Vogelfang, Vieh-zucht, Kelpbrennen und spärlichem Ackerbau, auch etwas Bergbau nähren. Mit großenGefahren suchen sie namentlich die Eiderdunen (s. d.) auf. Die frühesten Bewohnerdieser Inseln scheinen Kelten gewesen zu sein, die im I l.Jahrh. von Harald Haarfagerunterjocht und durch die Schlacht von Largs unter die Herrschaft der schot. Könige, in Wirk-lichkeit aber unter die Brtmäßigkeit der Macdonalds und anderer schot. Häuptlinge ge-bracht wurden. Noch gegenwärtig ist der größte Theil des Bodens Eigenthum schot. Stamm-häupter, namentlich der Herzoge von Argyle, der Macleods, Macdonalds, Campbells u.A.,deren Pächter in Abwesenheit der eigentlichen Grundbesitzer die Bewohner auf das ärgstebedrücken, weshalb diese in neuern Zeiten häufig nach Amerika auswandern. Übrigenstheilt man die Hebriden gewöhnlich in die südlichen, Mittlern und nördlichen. Zu den süd-lichen gehören Jslay, mit Blei - und Kupsergruben und mit in neuerer Zeit sehr gehobenemGetreidebau; Mull, 16 IHM. groß, eine der größten, mit dem Hauptort Tobermorey; Jcvlm-kill oder Jona, mit Ruinen, welche das frühe Dasein von Cultur und Religion bezeugen,die im 6. Jahrh. durch den heil. Columba» hierber vervflanct wurde; Toree, Lismore, Coll,