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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
Entstehung
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656
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656 Hansard Hansemann

1630 gehalten. Nur H amburg (s. d.), Lübeck (s. d.) und Bremen (s. d.) verbandensich aufs neue, und in einzelnen Fällen trat auch Danzig (s. d.) ihnen bei, ohne jedoch un-ter dem Namen der Hansestädte ferner mit begriffen zu werden. (S. Freie Städte.)Dgl. Sartorius, „Urkundliche Geschichte des Ursprungs der deutschen Hansa" (3 Bde.,Gott. > 802—8 ; fortgesetzt von Lappcnbcrg, 2 Bde-, Hamb, 1 830, 4.).

Hansard (Luke), engl. Buchdrucker, gcb. 1748 zu Norwich, lernte daselbst dieBuchdruckcrkunst, ging, als er seine Lehrjahre beendigt, 1772 nach London und kam alsSetzer zu Hughs, dem Buchdrucker des Unterhauses, der ihn 1799 als Gesellschaftereintrcten ließ und ihm schon 1800 das Geschäft abtrat. Die Verbindung mit mehren be-rühmten Schriftstellern, zu welcher er in dessen Folge gelangte, benutzte er zu Erweiterungseiner Kenntnisse und befriedigte übrigens das Parlament durch seine Arbeiten für dasselbeso vollkommen, daß es ihm 1828 eine öffentliche Anerkennung votirte. Er starb.bald dar-auf am 29. Oct. 1828, nachdem er zuvor eine Anstalt für arme alterschwache Buchdru-cker gestiftet. — Sein ältester Sohn, Thom. Curson H., der seit 1805 eine eigene Buch-druckerei errichtete, hat sich durch seine „l^pngrsptiia, an iiistorical sketcb ok tlls vriz-iaund ziroFre88 okprintiog" (Lond. 1825) bekannt gemacht. — Seine jüngern Söhne, Ja-mes und LukeH., setzen die Parlamentsdruckerei fort.

Hansemann (Dav. Justus Ludewig), Wollhändler und Präsident des Handelsge-richts zu Aachen, geb. am 12. Juli >790 in Finkenwerder, einer Elbinsel bei Hamburg,wo sein Vater Prediger war, kam, nachdem er einen gründlichen Schulunterricht genossen,für den Kaufmannstand bestimmt, in seinem 15. Jahre als Lehrling in das Detailgeschäftdes Bürgermeister Schwenger zu Rheda in Westfalen, wo er sechs Jahre blieb und da-durch, daß sein Lehrherr, als derselbe bei Errichtung des Großherzogthums Berg zumMaire ernannt wurde, ihm die Geschäfte eines Mairiesecretairs übertrug, den Grund zuseinen staatswirthschaftlichcn Kcnntninen legte, die zu erweitern er auch nachher keine Ge-legenheit ungenutzt vorübergehen ließ. Hierauf reiste er für ein Tuchgeschäft in Montjoiebei Aachen, führte ein paar Jahre die Geschäfte einer Handlung in Elberfeld und etablirtesich endlich mit geringen Mitteln im I. 1817 zu Aachen. Ordnung, Rechtlichkeit,Fleiß und Umsicht machten ihn sehr bald nicht nur zum wohlhabenden und reichen, sondernauch zum angesehenen und geehrten Manne. Gleichzeitig war er eifrigst bemüht für dasöffentliche Wohl zu wirken; unter Andern gründete er 1824 die Aachener Feuerversiche-rungsgesellschaft, die jetzt eines der geachtctsien und fest begründetsten Institute in ganzDeutschland ist. In Anerkcnntniß seiner Verdienste wurde er von seinen Mitbürgern zumMitglied des Handelsgerichts, der Handelskammer und >832 auch zum Deputieren beiden Provinzialständen erwählt. Seine gründliche Kenntniß der provinziellen Steuerver-hältnisse, die er erworben, befähigte ihn, als das Ministerium seine Wahl in die Provin-zialstände nicht bestätigte, zur Abfassung der Schrift „Preußen und Frankreich" (Lpz.1833), die, vielAufsehen erregend, gepriesen und geschmäht und, als franz. Interessen hul-digend, verdächtigt, jedenfalls H. als einen entschiedenen Gegner fremdländischer Eingriffeund als einen ernsten und eifrigen Beförderer der moralischen, geistigen und industriellenEntwickelung des deutschen Volks charakterisirt. Als hierauf, vielleicht in Folge desMisfallens über diese Schrift, seiner erneuten Wahl zum Mitgliede des Handelsgerichtsebenfalls die Bestätigung versagt wurde, so trat er nun auch aus der Handelskammer, ohnesich indeß in seiner übrigen gemeinnützigen Thätigkeit stören zu lassen. So brachte er na-mentlich 1834 den Verein zur Beförderung der Arbeitsamkeit zu Stande, dabei von demGrundsätze ausgehend, daß der Zustand der untern Volksclassen nicht durch Almosen, son-dern durch Fleiß und nützliche Kenntnisse verbessert werde. Das größte Verdienst erwarb ersich aber, als er seine Aufmerksamkeit den Eisenbahnen zuwcndete und sich für die Bahnvon Köln über Aachen an die belg. Grenze entschied. Während er durch die Schriften „DieEisenbahnen und deren Actionnaire in ihrem Verhältniß zum Staat" (Lpz. und Halle1837) und „Preußens wichtigste Eisenbahnfrage" (Lpz. und Halle 1837) das Publieumfür dieses Unternehmen günstig zu stimmen suchte, war er zugleich durch persönliche An-wesenheit in Berlin bemüht, die Regierung für dasselbe zu gewinnen und diese dahin zuvermögen, daß derNuhen des Staats und der Actionnaire dabei Hand in Hand gehe. Ein