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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
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616 Handel

tcten Handel. Die ostind. Maaren wurden nach Aden, sodann auf dem Rothen Meer nach jSuez, von da zu Lande nach dem Nil und Alcrandricn gebracht und von den Venetiancrnin ganz Europa verbreitet. Flandrische und brabantische Tuchmacher wurden nach Eng.land gezogen, und Kölns Handel-Vorrechte > 338 in England bestätigt. Auch Bayonnc ^war bereits ein wichtiger Handelsort geworden; Amsterdam wurde 1312 vergrößert undzur Stadt erhoben. Im I. > 337 führte England, das auch mit Genua einen Handelsver- ,krag abschloß, bereits wollene Zeuge aus. Schon um diese Zeit wurden franz. Moden inEngland eingeführt. Calais wurde zum Stapelort für engl. Maaren. Noch 1372 hatteEngland keinen Handel nach dem Mittelländischen Meere. Zwischen Venedig und den !Niederlanden scheint der Handel um l 3',7 sehr lebhaft gewesen zu sein. Italien und Mai. Iland versahen damals Europa mit den meisten Fabrikaten. Um 1370 hatte der Hanse-bund den Gipfel seiner Macht erreicht; 63 Städte gaben bestimmte jährliche Beiträge ;udessen Ausgaben, und 33 waren Bundesgenossen. Genua verlor dagegen im Kriege gegenVenedig das seit 300 Jahren behauptete Übergewicht zur See, während wieder die nieder-länd. Städte 1385 ihren Glanzpunkt erreichten. Auch zwischen England und Preußenentwickelte sich ein Handelsverkehr.

Beim Beginn des 15. Jahrh. sank Genua in dem Verhältnisse, in welchem VenediganReichthum, Handel und Macht zunahm. In Spanien und Portugal wüthete der Krieggegen die Mauren, und die deutschen Kaiser waren in beständige Streitigkeiten mit denPäpsten verwickelt. Die übrige» Monarchen aber waren weit entfernt, um den Handelsich sehr zu bekümmern, und überließen ihn den freien Städten in Italien, den Niederlän-dern, den Hansestädten und den Reichsstädten, besonders Augsburg und Nürnberg. Die ßNiederländer thaten den Hanseaten vielen Abbruch. Der unterbrochene Handel zwischen >1England und Flandern wurde wieder hergestcllt, und Pisa l 305 gänzlich gestürzt. Li- hvorno, bis jeht ein Fischerdorf, erhob sich zur Stadt und erhielt einen Freihafen. Marseille Vstand in hoher Blüte, und Venedig erhielt freien Handel nach England. Die Portugiesen Amachten 1310 Entdeckungen an der Westküste Afrikas; Catalonien gewann durch blü- shende Schiffahrt; Bergen führte mit den Hansestädten einen lebhaften Handel; Calais ^wurde ein Freihafen, und Rouen war 1319 eine reiche Handelsstadt. Die Engländer sin-gen an, nach Marokko zu handeln, und Madeira wurde entdeckt; Brügge war > 320 diegrößte Handelsstadt in Europa. Die Vitalianer, die verwegensten Seeräuber, wurden um1320 von den Hanseaten vertilgt, und Genua unterwarf sich 1322 dem Herzog von Mai-land. Lcinwandfabriken blühten in der Normandie. Schottland trieb mit den Niederlan-den beträchtlichen Handel. Wismar war bereits 1328 ein berühmter Hafen. England !sing an, Fabrikate nach Portugal auszuführen. In Florenz blühten Wollenmanufacturcn.

Es kamen jetzt mehr fremde Schiffe als sonst nach der Ostsee, wodurch der Handel derHan- ^seaten zu leiden ansing. Hamburgs Handel war sehr ansehnlich. Die Niederländer segel-tcn bis ins Schwarze Meer. Die Azoren und die Inseln des grünen Vorgebirges wurden1 339 entdeckt. Die engl. Wollcnmanufacturen waren > 303 zu großer Vollkommenheitgelangt. Nowgorod war jetzt eine reiche Handelsstadt, und der Handel in den Niederlanden1377 auf das höchste gestiegen. Die engl. Kaufleute fingen 1385 an, Italien zu besuchen;das Vorgebirge der guten Hoffnung wurde > 387 entdeckt; die in Verfall gerathcircn engl. ^Wollenfabriken hoben sich wieder, und 13 92 wurde Amerika entdeckt. Zu dieser Zeit kamenaus Spanien Weine, Feigen, Datteln, Süßholz, Öl, Seife, Wachs, Eisen, Wolle, Bockfellc,Safran und Quecksilber nach Flandern, wo die span. Schiffe feine Tuche von Apern undCourtray, Barchent und Leinwand als Rückfracht nahmen. Portugal sandte viele Maa-ren nach England, und nach Flandern Wein, Wachs, Feigen, Rosinen, Datteln, Honig,Leder, Häute u. s. w. Bretagne versah Flandern mit Salz, Wein, Leinwand und Zwillich.Schottland führte Wolle, Schaffelle und Häute aus, besonders nach Flandern. Aus den ,Ostseeländern und Deutschland wurde:: Bier, Speck, Kupfer, Holz, Stahl, Wachs, Pelz- 3werk, Pech, Theer, Tannenholz, eichene Brcter, kölnisches Garn, Wollkratzen, Barchent,Zwillich und Leinwand ausgeführt und dahin aus Biscaya Salz und aus Flandern wol-!ene Zeuge eingeführt. Die Genueser brachten goldene Stoffe, Seide, Papier, Waid, Öl,Baumwolle, Alaun und goldene Münzen in den Handel. Sie hatten ihre vornehmste Nie«