Hammerwerk Hämorrhoider, 607
Dichter hat H. ein nicht gemeines Talent bekundet, theils in seinen „Heldengesängen"(1841), theils in seinen „Tönen und Bildern aus der Kirche Christi" (1842), am aller«meisten aber wol in „Gustav 1l. Adolf in Deutschland. Ein Eedicht-Cyklus aus demKampfe des Protestantismus und Katholicismus" (Kopenh. 1844).
Hammerwerk. Sobald die Metalle aus ihren Erzen gewonnen sind, müssen siedurch eine weitere Bearbeitung aus ihrem Rohzustände in Formen gebracht werden, in wel-chen sie weiter verarbeitet werden können. Bei Eisen, Stahl, Messing und Kupfer geschiehtdies großentheils auf den Hammerwerken. Die Eisen- und Stahlhammerwerke liefernaußer dem Blech, dem Haupterzcugnisse der Hammerwerke, noch Anker, Sensen, Messeru. dergl. Das Stab-, Rund-, Breit- und Zaineisen werden aber jetzt nur auf Walzwer-ken (s. d.), welche indessen meist mit den Hammerwerken verbunden sind, erzeugt. Ausden Eisen-, Stahl-, Kupfer- und Messingblechen, welche man jetzt ebenfalls meist walzt,werden auf den Hammerwerken zugleich die größer» Hohlwaaren, z. B. die Dampf- undandere Kessel, Destillirblasen, Helme u. s. w., gefertigt. Zu einem Hammerwerke gehörenFrisch - und Puddlingsöfen, Wärmefeuer und daun die eigentlichen Hämmer, welche mehreCcntncr wiegen und durch Wasser- oder durch Dampfkraft in Bewegung gesetzt werden.Diese Hämmer befinden sich in einem sehr soliden Hammergcrüst und werden durch Dau-menwellcn gehoben. Befindet sich der Drehpunkt des Hammers an seinem Ende und grei-fen die Daumen unter den Kopf desselben, so heißt ein solcher Hammer Aufwurfham-mer, dagegen nennt man ihn Schwanzhammer, sobald der Drehungspunkt in derMitte des Hammerstiels liegt und die Daumen das Hintere Ende desselben Niederdrücken.Zainhämmer sind kleinere Hämmer, die bis zu 5 Ctr. Gewicht haben. Große Eisen-massen werden unter dem Hammer mittels eines Krahns regiert. Damit der Hammerschnell und mit Gewalt nicdersalle, schlägt er beim Aufheben gegen eine elastische Stange,den Reitel. Ein Zainhammer thut 80—100 Schläge in der Minute, und selbst die schwe-rer» Hämmer thuen selten weniger als 60 Schläge. — Hammerw erk nennt man auchim Musikinstrumentenbau die sämmtlichen Hämmer eines Fortepianos mit ihren einzel-nen Theilcn, dem Abfall und dem Fänger u. s. w.
Hämmlinge, s. Castration.
Hämon, der Sohn des thebanischen Königs Kreon, soll nach der Erzählung des Pi-sander von der Sphinx, deren Räthsel aufzulösen er vergeblich unternahm, zerrissen wor-den sein. Nach der gewöhnlichen Sage erstach er sich, als er seine Geliebte, die Anti-gone (s. d.), todt im Gefängniß fand. — Hämon hieß auch der Sohn des arkadischenKönigs Lykaon, von dem Hämonia in Arkadien erbaut sein soll; ferner der Sohn oder En-kel des Pelasgus, von dem Thessalien den Namen Hämonia erhielt; und endlich der Vaterdes in der Geschichte der Herakliden berühmten Oxylos, der Sohn des Thoas und Enkeldes Andrämon.
Hämorrhoiden (liaemorrboikles, morbus llaemorrboiäslis), eine seit den ältestenZeiten bekannte Krankheit, die ihren Namen von dem Blutflusse aus dem Mastdarme hat,der bei ihr sehr häufig stattfindet, ohne jedoch wesentlich zu sein. Gegenwärtig bezeichnetman in der Pathologie mit diesem Worte überhaupt einen Blutandrang nach den unternTheilen des Darmkanals, der sich in Unterleibsbeschwerden der verschiedensten Art, bei aus-gebildeter Krankheit durch Blutadcranschwellungen am untersten Theile des Mastdarmsund ziemlich häufig durch Bluterguß aus demselben kundgibt. Man unterscheidet daherhauptsächlich Hämorrhoidalbeschwerden (molimirm imemorrboiljali»), Hämor-rhoidalknoten oder Mastkörner (vsrices baeinorrlioickales, daemorrkoickes coecae)und Hämorrhoidalfluß oder fließende Hämorrhoiden (lluxns bsemorrkoiclslis, kse-morrboiUes üueutes). Gewöhnlich gehen die erstem voraus, ehe die beiden letztem eintre-ten. Der Blutfluß hat oft auf das Befinden Derer, die an dieser Krankheit leiden, einen sowohlthätigen Einfluß, daß man die Gefäße, welche das Blut ergießen, Goldadern und imgemeinen Leben auch oft die ganze Krankheit die goldene Ader nennt, und kehrt in vielenFällen nach einer gewissen Regelmäßigkeit erleichternd wieder. Eine Abweichung von demgewöhnlichen Verlaufe, immer aber von den gewöhnlichen Ursachen ausgehend, bieten dieSchleimhämorrhoiden (daemvrrboicies mucosse), bei denen nicht Blut, sondern