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Halden
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den des halben Mondes wurde dadurch veranlaßt, daß Nelson, nachdem ihm der Sul-tan Selim lll. wegen des Siegs bei Abukir, im I. >799, zur Auszeichnung einen mitDiamanten besetzten halben Mond gesandt hatte, sich Ritter des halben Mondes nannte,wodurch sich der Sultan so geehrt fühlte, daß er >801 zur Belohnung des Verdienstes fürNichtmohammedancr (denn den Mohammedanern ist es im Koran verboten, dergleichenAuszeichnungen zu tragen) einen wirklichen Orden von drei Classen stiftete.
Halden nennt man die um die Mundlöcher der Bergwerksschächte sich anhäufendenHügel von taubem Gestein und Abgängen, wol auch die bei Hüttenwerken sich ansammeln,den Haufen von Schlacken. Sie geben den Bergbezirken einen eigenlhümlichen Charakterund lassen die Bergwerke schon vonweitem erkennen. Bei der frühem Unvollkommenheitder Hüttenprocesse kann es nicht fehlen, daß sich wol in alten Halden Schlacken oder Erz-theile finden, die man sonst, als die Bearbeitung nicht lohnend, weggcworfcn hat, die aberjetzt vielleicht noch einigen Gewinn versprechen. In der neuern Zeit ist daher manche alteHalde wieder umgestürzt worden und durch den Schmelzofen passirt.
Haldenwang (Christian), einer der ausgezeichnetsten deutschen Kupferstecher, geb.am >4. Mai 1770 in Durlach, besuchte erst seit seinem >->. Jahre die dasige Zeichnen-schule und kam zwei Jahre darauf in die Mechcln'sche Anstalt nach Basel, wo er sich imKupferstechcn vervollkommnete. Einige wohlgerathene Arbeiten in Aquatintamanier ver-schafften ihm >706 den Nus nach Dessau, wo die Chalkographische Gesellschaft entstandenwar.' Im I. >803 wurde er als Hofkupferstecher nach Karlsruhe zurückberufen. Späterstach er sehr viel für Buchhändler. Für das ^lusee Kapnleon und Kluses rozul stach ermehre Landschaften nach Grimaldi, Nuisdael,'Poussin, Claude Lorrain und Elsheimer.Seine letzten und besten Arbeiten waren die Tageszeiten, in vier Blättern, nach ClaudeLorrain, und die Wasserfälle, in zwei Blättern, nach Nuiödacl, von welchen letztem daszweite Blatt von seinem Schüler, dem Professor Schnell in Darmstadt, >833 vollen-det wurde. Er starb im Bade zu Nippoltsau am 27. Juni >831.
Halt (Sir Matthew), engl. Nechtsgelehrter, geb. >600 zu Alderley in der Graf-schaft Elocestcr, studirte in Oxford und später in Lincoln's Inn zu London, wo er auchMathematik, Naturwissenschaften und Theologie in den Kreis seiner Studien zog. Nochvor dem Ausbruche des Bürgerkriegs trat er unter Karl l. in den Sachwalterstand; wäh-rend des Kampfs der Parteien zeichnete er sich durch Mäßigung und strenge Redlichkeitaus. Obgleich er zu der siegenden Partei gehörte, so wählten ihn doch der Graf von Straf-ford, der Erzbischof Laud und selbst Karl I. zum Nechtsbeistande. Im I. >652 wurde erSergeant oklavv, >653 einer der jiitlges oscommon pleas und dann Vertreter der Graf-schaft Glocester in dem Parlamente, von welchem >660 Karl ll. zurückberufen wurde, derihn sofort.zum Ritter und Oberrichter des Schatzkammergerichts, >67> aber zum Ober-richter der King's Bench ernannte, ein Amt, das er bis zu seinem Tode am 25. Der. >676bekleidete. Von seinen Schriften sind die bemerkenswerthesten und zum Theil noch jetztvon praktischem Nutzen „I-vmlon liberties" (Lond. >632), „Original Institution, povveranck jurisctiction okParlament" (Lond. >707), „Historv am! analxsis vk tlie common lavok Lnglsncl" (4 Bde., Lond. >713; neueste Aust., >794) und „Historik placitoruin.coro-oae" (Lond. 1736). Thirwell gab H.'s „Äloral and religiousHworks" (Lond. >805) mitdessen Lebensbeschreibung von Burnet heraus.
Halcb, s. Aleppo.
Halem (Gerh. Ant. von), bekannt als Historiker und Dichter, geb. zu Oldenburg>752,derSohndes>772 verstorbenen dän. Kanzleiraths Ant. Wilh. vonH., wurde unterder Leitung seines Vaters zum Nechtßstudium vorbereitet und besuchte dann die Universitätzu Frankfurt an der Oder und die Akademien zu Strasburg und zu Kopenhagen. Zumersten Assessor des Landgerichts zu Oldenburg und nach wenigen Jahren zum Kanzlei-und Regierungsrath ernannt, bewies er bei der Entwerfung der neuen Proceßordnungund der Einrichtung des Armenwesens, sowie auch bei der Abfassung eines verbessertenGesangbuchs ausgezeichnete Thätigkeit. Fortwährend war er literarisch beschäftigt undbemühte sich, auch Andere dafür zu interessiren. Als 18>0 die Vereinigung Oldenburgsmit dem franz. Kaiserreiche erfolgt?, war er kurz zuvor Dirigent der Regierung geworden,