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Francair, San-Doiningo ss. d.), Zacmcl, Lcs CaycS, Lcongane und Saint-Jcremie. ^Die Insel wurde am 3. Dcc. > ä92 von Colombo (s. d.) entdeckt, der derselben denNamenHispaniola gab und die erste Niederlassung der Spanier in Amerika daselbstgründete. Zu dieser Zeit war dieselbe von einem, unter einzelnen Kaziken stehenden Jndia-ncrvclke, das man auf eine Million schätzte, bewohnt, das wahrscheinlich zum Stamme derKaraiben (s. d.) gehörte. Durch die grausame Behandlung, welche dasselbe von denSpaniern zu erdulden hatte, besonders durch seine Verwendung zum Berg - und Planta-genbau, wurde es trotz seiner bedeutenden Anzahl in kurzer Zeit vertilgt, denn schon >533war cs so gut wie völlig von der Insel verschwunden. Inzwischen waren mehre Städte ge- .gründet worden, unter andern die Hauptstadt Domingo, von der die ganze Insel später l
benannt wurde. Allein trotzdem und ungeachtet der Einfuhr von Negern wollte die Colo- ^
nie nicht gedeihen; die Fli b usti er (s. d.) setzten sich auf ihr fest und mit ihrer Hülfe ent-standen franz. Niederlassungen im westlichen Theile der Insel, die am Ende zur völligenBesitznahme dieses Thcils durch die Franzosen und dessen Abtretung an dieselben von Sei-ten Spaniens im ryswykcr Frieden von 1097 führten. Dieser sranz. Theil der Insel ent-wickelte sich bald, besonders seit 1722, zur höchsten Stufe colonialer Blüte, allein mit der-selben erzeugte sich auch durch das unnatürliche Verhältmß zwischen den Weißen zu derUeberzahl der in ungeheuren Massen eingeführtcn Negersklaven und durch das Erschlaffenaller sittlichen Bande der Keim zum Untergange dieser Colonie. Durch die häufige Ver-mischung zwischen Weißen und Negern entstand nämlich eine große Menge Mulatten, dievon ihren weißen Vätern meist bevorzugt und sreigelassen wurden und eine bessere Bildungerhielten, ohne daß sie darum den Weißen in socialer und rechtlicher Hinsicht gleichgestelltworden wären. Es war daher ganz natürlich, wenn diese Menschenrasse, deren Ansprüchemit ihrer rechtlichen und socialen Stellung in schreiendem Widerspruche standen, durch diestanz. Ncvolution in eine Aufregung gcrieth, die auch von der in Paris entstandenen Ge-scllschaft der Freunde der Schwarzen und der engl. Gesellschaft zur Abschaffung des Skla- svcnhandels genährt wurde. Verhängnisvoller aber als diese Aufregung war die durch die ,Ncvolution unter die weiße Bevölkerung selbst gebrachte Spaltung, die sich in verschiede- tnen sich kreuzenden Parteiungen aussprach, den großen und kleinen Weißen (Grundbe-sitzern und Gewcrbsleuten), den Constitutionellen und Monarchisten, den Anhängern und !Gegnern der Colonialrcgierung. Die Zusammenberufung einer Colonialversammlung im ^I. l7 9n, die Streitigkeiten, in die sie bald unter sich und mit dem Gouverneur verwickeltwurde, sowie endlich verschiedene Dccretc der Nationalversammlung, welche den Farbigen(Mulatten) gewisse Rechte bald cinräumten, bald wieder nahmen, brachten endlich dieGährung zum offenen Ausbruch. Am 23. Aug. >791 brach der Aufstand der Farbigenund Neger, welche crstcre, obwol früher die härtesten Bedrücker der letzter», jetzt diese aus- ^gewiegelt und sich mit ihnen vereinigt hatten, um Cap-Francais aus. Trotz der jetzt vonallen Seiten hereinbrechenden Gefahr hörten weder die Parteiungen unter den Weißen auf, jnoch wurden vom Mutkerlande die geeigneten Maßregeln ergriffen, um den furchtbaren 'Aufstand zu unterdrücken, vielmehr bemächtigten sich die politischen Parteien des letzter» >auch dieser Sache, undregtendie Mulatten und Neger erstrecht gegen die Weißen auf, welche ijetzt eine entschieden feindselige Stimmung gegen die republikanische Negierung des Mut-terlandes hegten. So kam es, daß nach mancherlei Wechsclfällen der Aufstand unter nden greulichsten Verwüstungen und den blutigsten Metzeleien, und unter der förmlichen >Connivirung der vom Mutterlande zur Ordnung der Angelegenheiten der Colonie gesen-deten Bevollmächtigten Polvcrel und Santhonax, immer mehr um sich griff, bis er end-lich nach der Einnahme von Cap-Francais durch die Neger (21.—23. Juni l793), welcheallk Weißen ermordeten und die Stadt plünderten und verwüsteten, über die ganze Coloniesich verbreitete. Nur wenige Weiße waren noch übrig; wer nicht geflüchtet, war unter den -größten Greueln ermordet worden. Dessenungeachtet hielten es die Bevollmächtigten des §Mutterlandes fortwährend mehr mit den Aufrührern, als mit den Weißen, und als imI. >793 die Spanier und Engländer die Colonie angriffen und mehre Plätze dcrselbcn'be-setzten, verband sich das Negerheer mit den unter dem General Lavaux zur Behauptungher Ins«! gelandeten trän;. Truppen/ denen es sowol gegen die widerspenstigen weißen C»,