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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
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Guldberg

Gummi

Ä

Charlotte Pauline, geborene de Men lau, geb. zu Paris am 2. Nov. 1773, ver-mählt mit G. 1812, gest. am l. Aug. >827, ist bekannt als Verfasserin mehrer Vorzug,liche» und mit großem Beifall aufgeuommenen Jugend- und Erziehungsschriften.Wir nennenI.es entsuts" (2 Bde., Par. 1812);l/ec«Iier <», ksn»I et Victor"(2 Bde., Par. 1821), von der Akademie gekrönt;dlouvesnx conres" (2 Bde., Par.1823);Dne tümille" (2 Bde., Par. 1828), und insbesondere ihr von de» Akademie1817 gekröntes WerkI^'eäiiestion äomestigne, NU lettres sur l'eäiicsli,,»" (2 Bde.,Par. >826; 2. Aust. 1828). Ein Theil ihrer Aufsätze für den von Suard gegründetenpnbliciste" ist in ihrenLsssis äs littersture et cle morste" (Par. 1802) gesammelt.Nach ihrem Tode erschienenConseils äs morsle, on Lssai sur I'domme, les moeurs, lescarscteres, le monäe, les kemines, I'eäucstion etc." (2 Bde., Par. 1828), welche vonCH. de Rcmusat, mit einer biographischen Notiz versehen, herausgegeben sind.

Guldberg (Ove-Höegh), einer der größten Staatsmänner, Historiker und Theolo-gen Dänemarks im 18. Jahrh., war zu Horsen >731 geboren. Im ersten kräftigen Man-nesalter nahm er mit Schytte, I. S. Sneedvrf u. A. Theil an der Regeneration der dän.Prosa; in seinerWeltgeschichte" (Bd. I3, Kopenh. 176872) wetteiferte er in wahr-haft pragmatischer Entwickelung mit Thucydides, in nervöser Kürze mit Taeitus. Die-sem Meisterwerke zur Seite stehen seine theologischen Arbeiten, unter welchen vorzüglichseineZeitbestimmung für die Bücher des Neuen Testaments" (1785) und seine Über-setzung des Neuen Testaments mit Anmerkungen (2 Bde., 179-1) auszuzeichnen sind.Seine Grundsätze als Minister (1773-8-1) können nur im Gegensätze zu den unreifenGrundsätzen des Struensee'schen Ministeriums, welches er ablöste, richtig gewürdigt wer-den; gewiß ist, daß er die Staatsinteressen stets vom historisch-christlichen Standpunkteaufzufassen bemüht war. Auch als Stistsamtmann über Aarhuus Stift (17811802),nachdem er von seinen hohen Staatsämtern verabschiedet war, stiftete er viel Gutes. Erstarb 1808. Sein Sohn, Frederik egh - Guldberg, geb. am 26. März 1771,der 1805 10 am Hofe zu Kiel lebte, während der Zeit dieZeitung für Literatur undKunst in den dän. Staaten" hcrausgab und später meist in Kopenhagen privatisirte, hatsich einen Namen als lyrischer, namentlich elegischer Dichter erworben. Von ihm er-schienenSamlede Digte" (2 Bde., Kopenh. 1803) undSamlede Smaating" (3 Bde.,Kopenh. 1815>6). Auch seine Bestrebungen als Sprachbildner inDanncrspvogetsRetskrivning og Toneklang" (Kiel 1809) blieben nicht ohne Anerkennung. Das größteVerdienst erwarb er sich aber durch seine metrischen Übersetzungen des Tibull (2 Bde.,1803), Terenz (2 Bde., 1805) und Plautus (1 Bde., 1812 II); namentlich hat er inden lchtern mannhaft mit der Sprache gerungen. In allen seinen Schriften herrscht einestreng sittliche Tendenz.

Gulden, eine ursprünglich deutsche Silbermünze, welche aus denGoldgulden (s.d.)entstand, daher auch Gülden genannt, wurde um die Mitte des 17. Jahrh. cingeführt.Der Reichs- oder Kaisergulden, auch Conventionsgulden, wurde seit demI. 1667 durch den Zinnischen Münzfuß eingeführt, und es gehen 20 auf die feine Mark(Zwanzig-Guldenfuß), während von den rheinischen oder leichten Gu ld en 21 aufdie seine Mark gehen (Vierundzwanzig-Guldenfuß). Außerdem sind noch zu bemerken derholländ. Gulden, im Werth von >2 Ngr., und der poln., im Werth von 1 Ngr.

Güldengroschru nannte man die ersten Thaler, welche zu Ende des 15. Jahrh. inDeutschland geprägt wurden, weil sie groschenförmigc, d. h. dicke Silbermünzen (Dickgro-schen) im Werthe eines Geldguldens waren. Diese anfangs sehr beliebte Münze wurdespäter durch den eigentlichen Reichsthaler verdrängt.

Güldene Zahl, s. Kalender.

Gulliver's Reisen, s- Swift (Jonathan).

Gummi nannte man sonst sowvl die schleimigen als die harzigen Safte, welche vonselbst oder durch Einschnitte aus den Gewächsen rinnen und an der Luft erhärten, währendgegenwärtig nur eine in Wasser auflösliche und damit schleimig und klebrig werdende, vondem in Wasser unlöslichen Pflanzenschleim verschiedene Substanz mit diesem Namen be-legt wird. Obgleich das Gummi einen vorzüglichen Theil aller Pflanzen ausmacht, so läßt