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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
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486 Grüner (Christian Gottfr.) Grnner (Karl Znstus von)

Oberconsistorialrath in Stuttgart, worauf er 1836 von der theologischen Facultät zu Leip-zig die Doctorwürde erhielt. Um diese Zeit erschienen anonym seinePredigten für dieGebildeten in der Gemeinde" (Stuttg. 1835), denen nachmals mehre Casualreden folgten.

Als Dichter und als Kenner der Kunst und ihrer Geschichte hatte er sich schon früh in grö-ßern Kreisen bekannt gemacht. Bereits 1823 war eine Sammlung seinerLieder" (Stuttg.)erschienen, die später vermehrt wurde, und mehre seiner Gedichte, welche Gegenstände ausder würtemberg. Geschichte behandeln, wurden schnell zu Volksliedern. Unter seinen litera-rischen Beiträgen fürKunstkritik und Kunstgeschichte, zu denen er sich insbesondere durch eineReise nach Rom und Neapel, sowie durch das nördliche Deutschland, die er nach Beendigungseiner Univcrsitätsstudien unternahm, befähigte, sind, abgesehen von mehren vortrefflichenAbhandlungen imKunstblatt" desMorgenblatts", seine MonographieNiclaus Ma-nuel Leben und Werke eines Malers und Dichters, Kriegers, Staatsmanns und Refor-mators im 16. Jahrh." (Stuttg. 1837) und die mit Ed. Manch herausgegebene SchriftUlms Kunstleben im Mittelalter" (Ulm 1810 mit Kpfrn.) zu erwähnen. Als Dichtergehört er ganz der schwäb. Schule an, und seinen Kunststudien weiß er stets eine Beziehungauf seine theologische Bildung zu geben. Seine Vielseitigkeit befähigte ihn auch ganz be-sonders, bei der Revision der Liturgie und zunächst der Gesangbücher in Würtemberg mit-zuwirken, wie er dies in seiner SchriftÜber Gesangbuchsreform" (Stuttg. 1830) bekun-dete. Auf Veranlassung seiner Ernennung zum Doctor der Theologie schrieb er die Ab-handlungOe protestLllti8,no art>l>u8 Icauck iiciesto^ (Stuttg. 1839, 1.).

Grüner (Christian Gottfr.), ein berühmter deutscher Arzt, geb. am 8. Nov. 1711zu Sagan, erhielt in der käsigen Stadtschule und seit 1762 auf dem Gymnasium zu Gör-litz seine akademische Vorbildung und bezog 1765 die Universität zu Leipzig, wo er nach sei-nes Vaters Willen Theologie studirte und erstmals dieser gestorben war, sich der Medicinwidmete. Nachdem er 1769 zu Halle promovirt hatte, kehrte er in seine Vaterstadt zurückund lebte dort als praktischer Arzt, bis er 1773 einem Rufe nach Jena als Professor derBotanik folgte, wo er 1776 zum Hofrath und 1791 von dem Herzog von Sachsen-Koburg ^

zum Geh. Hofrath und Leibarzt ernannt wurde und am i. Dec. 1815 starb. Die Zahl !

seiner größern Werke, welche sich fast über alle Fächer der Medicin verbreiten und meist inlat. Sprache abgefaßt sind, beläuft sich auf mehr als 50, unter denen wir nur den^pliru-clisiscus" (Jena 1789, Fol.), dieBibliothek der alten Ärzte in Übersetzungen und Aus-zügen" (2 Bde., Lpz. 178082),8emiotice Aenerali8" (Halle 1775) undtlensuraIitirorum Lipj,ocrati8" (Brest. 1772) erwähnen; außerdem hat er über 100 Programmeund andere akademische Schriften, auch viele Vorreden u. s. w. geschrieben. Mit seltener !Gelehrsamkeit und Metsttri^seitverband er eine außerordentliche Klarheit und Tiefe, und >ungeachtet seiner gründlichen Thr»^wa^ er dennoch ein praktischer Gelehrter und fand jerst dann in seiner Wissenschaft volle Drf^^Eig, wenn sie ins Leben eingriff.-

Grüner (Karl Justus von), geb. am 28^v^2^rOsnabmch wo sein VaterNice-Kanzleidirector war, studirte in Güttingen unv dann

in Folge der Händel, in die er mit dem daselbst commandireuhen undHi<den Studenten"!in steten Reibungen lebenden Prinzen Wilhelm von Braunschweig, der M,HFs'Ri'ch- !Quatrebras fiel, veranlaßt fand, die Universität zu verlassen, a»o !

ter in seiner Vaterstadt angestellt. Später gab er indeß diese Stellesen, wo er den nachherigen Minister Stein, damass Oberpräsidenten zu 7 > , ^

cher kennen lernte. Nach seiner Rückkehr crlMr^-a-LcucE Anstellung m p ß- ^diensten, erst bei dem Colonisationsgeschäfte für Südpreußen, dann al Als lsier

Ansbach und 1805 als Direktor der Kriegs- und DomamenkammcrMen.im Nov. 1806 die Franzosen einrückten, hatte G. eben elne Colleete fur d.e W tw s^glücklichen Palm (s. d.) veranstaltet. Seine Gegner verfehlten mcht, chn deshalb .voust als verdächtig anzugeben; doch G. legte Davoust selbst die Subscnp > . ^

der denn auch einen sehr bedeutenden Beitrag fm die Üngluckl,che unter; ch -1809 fand es indeß doch G. gerathen, seiner Sicherheit wegen nach Königsberg ^nach Tilsit zu gehen. Hierauf zum Policeipräsidenten in Berlin crnann , hmit großer Umsicht; doch mußte er des Argwohns der Franzosen wegen >811 sein

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